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Bundesstadt Bonn

Bonner Bäderlandschaft: Rat beschließt Konzept

Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 18. Juni 2020, einen Rahmenplan zur Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft beschlossen. Dadurch wird die Verwaltung beauftragt, einzelne Maßnahmen zu prüfen und dem Rat zum Beschluss vorzulegen. Mit diesem Konzept soll für die nächsten Jahrzehnte ein attraktives und zeitgemäßes Angebot für Bürgerinnen und Bürger, Schulen und Vereine sichergestellt werden.

Folgende Maßnahmen wird die Verwaltung prüfen:

Stadtbezirk Bonn

Die Verwaltung wird die Generalsanierung des Frankenbades prüfen. Damit Wettkämpfe auf nationalem Niveau stattfinden können, müsste das Sportbecken zusätzlich auf mindestens acht Schwimmbahnen erweitert werden. Da das Gebäude 1996 in die Denkmalliste der Bundesstadt aufgenommen wurde, muss untersucht werden, inwieweit Veränderungen am Gebäude vorgenommen werden dürfen.

Die Schwimmhalle im Sportpark Nord soll saniert und um ein weiteres Lehrschwimmbecken sowie zusätzliche Umkleidekapazitäten erweitert werden. Außerdem soll eine behindertengerechte Erschließung sichergesellt werden.

Um während der Sanierungen im Sportpark Nord und einer Generalsanierung des Frankenbades auch weiterhin das Schul- und Vereinsschwimmen gewährleisten zu können, müsste für einen Übergangszeitraum ein temporäres Schwimmbad errichtet werden. Dafür wird die Verwaltung geeignete Standorte prüfen. Außerdem wird geprüft, ob dieses temporäre Bad an andere Stelle weiter genutzt werden kann.

Stadtbezirk Bad Godesberg

Für Bad Godesberg wird die Verwaltung prüfen, ob auf dem Grundstück des ehemaligen Kurfürstenbades nach vorherigem Abriss ein Neubau mit einem Mehrzweckbecken, einem Lehrschwimmbecken und einem Therapiebecken errichtet werden kann. Die neue Schwimmhalle soll das Profil eines Gesundheitsbades erhalten. Deswegen wird auch geprüft, ob im Außenbereich eine Sauna errichtet werden kann. Das Paul-Magar-Mosaik im Kurfürstenbad wird vor dem Abriss ausgebaut und gesichert.

Stadtbezirk Beuel

Für Beuel schlägt die Verwaltung vor, ein Hallenbad auf dem Gelände des Ennertbades zu errichten. Damit kann der Standort in Beuel als Kombibad betrieben werden. Damit wird ein Ganzjahresangebot für Schulen und Vereine geschaffen.

Die Beueler Bütt soll nach Errichtung des Neubaus geschlossen und abgerissen werden. Auf dem Grundstück könnte anschließend geförderter Wohnungsbau entstehen. Die Verwaltung wird die Höhe des Veräußerungserlöses und die Höhe der Abrisskosten ermitteln.

Stadtbezirk Hardtberg

Das Hardtbergbad soll das Profil eines Familienbades erhalten. Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 4. Juli 2019 die Module 1 bis 3 aus der Vorentwurfsplanung für die Sanierung und Erweiterung des Bades um ein Lehrschwimmbecken bereits beschlossen. Der Verwaltung schlägt auch die Realisierung der weiteren geplanten Module 4-7 (Erweiterung um einen Familienbereich mit Kursbecken, Kinderbecken, Gastronomie, Rutsche) vor. In einem nächsten Schritt soll dem Rat die Entwurfsplanung für die Module 1-7 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Zeitplan und Kosten

Aus heutiger Sicht und unter Berücksichtigung von Baupreisentwicklungen und Risikopuffer ergibt sich eine geschätzte Gesamtinvestition in Höhe von etwa 130 Millionen Euro. Bei den Neubau- und Sanierungsmaßnahmen sollen alle zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden.

Durch die Sanierungs- und Neubaumaßnahmen, die auch einen Beitrag zur CO2-Einsparung und damit zur Erreichung der Klimaziele der Bundesstadt Bonn leisten sollen, wird der Energieverbrauch in einem hohen Umfang reduziert.

Ziel ist es, die Maßnahmen bis spätestens zum Jahr 2030 umzusetzen.

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Bildnachweise

  • Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
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  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
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