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Bundesstadt Bonn

Wissenschaftliche Begleitung der Stadt Bonn für eine nachhaltige Niedriginzidenz

Seit Februar 2021, mit Beginn der dritten Corona-Welle, verfolgt die Stadt Bonn eine Niedriginzidenzstrategie.

Neben Impfkampagnen wurden zielgerichtete, auch mehrsprachige Aufklärungskampagnen, Lösungen zur digitalen Kontaktnachverfolgung und eine weitreichende Teststrategie zur Unterbrechung von Infektionsketten umgesetzt. Detaillierte Daten zum Infektionsgeschehen wurden kleinräumig ausgewertet und veröffentlicht. Durch die Zusammenarbeit der Stadt mit einem interdisziplinären Team aus Wissenschaftler*innen und Berater*innen werden die Analysen des Infektionsgeschehens nun intensiviert und ausgeweitet.

Ziel der Stadt ist es, Maßnahmen so umzusetzen, dass der nachhaltige Verbleib auf einer niedrigen Inzidenz auch im Rahmen von Öffnungsschritten und dem anstehenden Herbst mit der Gefahr einer vierten Infektionswelle ermöglicht wird. Zu diesem Zweck sollen datenbasierte Analysen und die daraus gewonnenen, tiefgreifenden Erkenntnisse über die letzten Corona-Wellen gezielt genutzt werden, um präventiv mögliche Ausbreitungen bestehender oder neuer Corona-Varianten bestmöglich einzudämmen. 

Bei der Umsetzung ihrer datenbasierten Niedriginzidenzstrategie wird die Stadt Bonn ab sofort durch das Forschungsinstitut infas 360 und das Institut für Hygiene und Public Health des Universitätsklinikums Bonn (IHPH) unterstützt. Inhalt der nun geschlossenen vertraglichen Vereinbarung ist die mikrogeographische Datenanreicherung und Analyse von Falldaten zur Risikobewertung von Corona-Clustern und -Infektionsketten.

„Ich freue mich, dass wir im Rahmen unseres proaktiven Pandemiemanagements nun noch tiefergehende datenwissenschaftliche Begleitung erhalten“, so Oberbürgermeisterin Katja Dörner.

Bis Ende September 2021 erwartet die Stadt Bonn so erstmals evidenzbasierte Erkenntnisse über die inhaltliche sowie räumlich-zeitliche Clusterung von Infektionen und deren Zusammenhänge (Infektionsorte- und ketten). Beispielsweise könnten „Superspreader“ leichter erkannt oder Beziehungen von Infektionsketten zwischen Wohnen und Arbeiten bzw. innerhalb von Einrichtungen hergestellt werden.

Auch mögliche Wege im Öffentlichen Nahverkehr werden dahingehend untersucht. Durch den Einsatz von Regressionsanalysen mit mehreren Variablen und sozio-demographischen Infektionskettenanalysen, die anonymisiert 1:1 Beziehungen betrachten, sollen so entscheidende Risikofaktoren identifiziert werden. Diese Erkenntnisse sind insbesondere im Hinblick auf die sich derzeit stark ausbreitende Delta-Variante von Bedeutung.

Sowohl an den datenschutzkonform überlassenen Daten als auch den Analyseergebnissen der beiden Forschungsinstitute hält die Stadt Bonn zu jeder Zeit die volle Daten- und Informationshoheit. Die Stadt Bonn dient zudem als Modellstadt für andere Kommunen - eine Folge der Forschungsergebnisse des Projektes  www.Corona-Datenplattform.de (Öffnet in einem neuen Tab) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. 

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