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Bundesstadt Bonn

Fußgängerbrücke wird neues Parkhaus und Hauptbahnhof verbinden

Nach einigen vorbereitenden Maßnahmen beginnt Mitte Juli 2020 der Bau der Fußgängerbrücke, die das neue Parkhaus Rabinstraße mit Gleis 1 im Bonner Hauptbahnhof Bonn verbinden wird. Voraussichtlich Mitte Dezember 2020 wird die Brücke über die Herwarthstraße fertig sein.

Über der Herwarthstraße wird eine Bogenbrücke das neue Parkhaus und den Hauptbahnhof verbinden.

Förderung durch den NVR

Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) fördert das rund 560.000 Euro teure Projekt mit 481.000 Euro – das entspricht etwa 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von rund 535.000 Euro. Das Tiefbauamt der Stadt Bonn setzt die Baumaßnahme um. „Mit der Fußgängerbrücke wird es künftig einen barrierefreien Zugang des Bahnhofsvorfelds mit seinen Bus-, Straßenbahn- und Stadtbahnhaltestellen nördlich zum Bonner Hauptbahnhof geben, gleichzeitig bietet sich damit eine direkte Verbindung vom Parkhaus und künftigen Fahrradabstellplätzen zum Bahnhof“, betont Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan.   

Im Rahmen der Neugestaltung des gesamten Bahnhofsvorfelds im Bonner Zentrum ist an der Rabinstraße ein Geschäftshaus mit Büros, Arztpraxen, Einzelhandel und  ein öffentliches Parkhaus mit 300 Stellplätzen entstanden. Im Zuge des vorgesehenen Umbaus der Straße Am Hauptbahnhof ist geplant, auf der Fläche des ehemaligen Taxihalteplatzes zwischen dem Geschäfts- und Parkhaus und der künftigen Fußgängerbrücke eine überdachte Fahrradabstellanlage zu errichten, die insbesondere den Nutzern des Öffentlichen Personennahverkehrs zur Verfügung stehen wird. 

Parallel zu der vorhandenen Eisenbahnüberführung über die Herwarthstraße – die so genannte Nordunterführung - soll die barrierefreie Brücke nur für Fußgänger entstehen. Damit ist auch die Umsteigebeziehung von der Straßenbahn- und Bushaltestelle „Thomas-Mann-Straße“ mit dem Hauptbahnhof auf kürzestem Weg gewährleistet.

Anspruchsvolle Gestaltung

Die neue Fußgängerbrücke soll nicht nur praktischen Ansprüchen genügen, sondern sich auch vom Erscheinungsbild her gut einfügen. Die gestalterisch anspruchsvolle Konstruktion des Brückenüberbaus sieht einen stählernen parabelförmigen Bogen vor, der sich an der gleisabgewandten Seite aus der Senkrechten um 20 Grad gegen die Herwarthstraße neigt. 

Das im Querschnitt dreieckförmige räumliche Fachwerk unterhalb der Geh-Ebene bildet den Brückenlängsträger. Insgesamt sechs Hänger verbinden den Steg mit dem Bogen. Den seitlichen Abschluss des Überbaus bildet ein Geländer mit Rundprofil-Handläufen und horizontaler Seilfüllung. Die Handläufe, die für Fußgänger in einem Meter und für Rollstuhlfahrer in 85 Zentimeter Höhe angebracht werden, sind aus Edelstahlrohren. Neben dem Gehweg sind Schrammborde, ebenfalls aus Edelstahl, als Abweiselemente für Rollstühle und Tastelemente vorgesehen.

Die Planung des Bauvorhabens fand in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn statt, die nicht nur die Bauphase logistisch unterstützt, sondern auch die Fläche für das auf Bahnseite liegende Widerlagerbauwerk zur Verfügung stellt. 

Fertigung im Werk

Die Stahlkonstruktion wird im Werk vorgefertigt und danach in größeren Einzelteilen zur Baustelle transportiert. Vor Ort findet im Herbst die Endmontage statt, woraufhin die Brücke als Ganzes an Ort und Stelle eingehoben wird. Im Anschluss daran wird der Bahnsteig an die neuen Gegebenheiten angepasst. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für Mitte Dezember geplant.

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Bildnachweise

  • Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca / Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Benthem Crouwel Architects
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn

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