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Bundesstadt Bonn

Bonner Hilfe für Katastrophenopfer: 321 Vermittlungen

Während die Ausmaße der Unwetterkatastrophe täglich deutlicher zutage treten, geht die Bonner Hilfsaktion für Menschen, die eine Unterkunft brauchen weiter. Seit Donnerstagnachmittag sind im eigens eingerichteten Callcenter der Stadt über 2.000 Angebote zur Unterbringung von in Not geratenen Menschen aus den Unwettergebieten eingegangen. Inzwischen konnten 321 Menschen plus Haustiere vermittelt werden.

„Ich danke allen Bonnerinnen und Bonnern für ihre überwältigende Hilfsbereitschaft“, erklärte Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Die Zahlen machen deutlich, dass wir im Moment keine weiteren Unterbringungsangebote brauchen, wir brauchen jetzt vielmehr freie Leitungen für die Hilfesuchenden. Unsere Aktion wird in den Unglücksgebieten immer bekannter und es melden sich mehr Menschen, die leider erkennen müssen, dass sie entweder nicht länger in ihrem Zuhause oder den Notunterkünften bleiben können.“

Spontan fanden sich zahlreichen Beschäftigte der Verwaltung, die in Schichten an den Telefonen und Computern Unterkunftsangebote annahmen und später mit Hilfesuchenden sprachen, um passende Unterbringungsmöglichkeiten für sie zu ermitteln. Die Hilfsbereitschaft der städtischen Verwaltungsmitarbeitenden war auch deshalb so groß, weil einige unter ihnen selbst von der Katastrophe betroffen sind. 

Im Rahmen der Hilfsaktion starteten am Freitag drei Busse der Stadtwerke Bonn in den Kreis Ahrweiler. Zwei Busse brachten 40 Personen in einem Hotel in der Eifel unter, weitere 13 Personen wurden mit einem dritten Bus in ein Hotel in Bonn gebracht.  „Für uns ist es selbstverständlich, zu helfen, wenn wir können. Unsere Mitarbeiter haben sich bereit erklärt, kurzfristig einzuspringen, um Menschen ohne Obdach zu den Unterkünften zu bringen. Für dieses Engagement bin ich sehr dankbar. Die Not der Betroffenen ist kaum vorstellbar. Wir werden auch in den kommenden Tagen SWB-Busse zur Verfügung stellen, wenn sie benötigt werden“, sagte Anja Wenmakers, Geschäftsführerin SWB Bus und Bahn. 

Jetzt steht die Vermittlung in private Unterkünfte im Fokus. Dabei wurden seit Freitag bis Montagmittag 268 Personen an Unterkunft Anbietende in Bonn und Umgebung vermittelt. 

Über diese Vermittlung von Unterkünften erreichten die Verwaltung auch zahlreiche Anfragen bezüglich Müllverbrennung, Transportmöglichkeiten, schwerem Gerät sowie Sach- und Geldspenden. Diese wurden von der Verwaltung an die passenden Stellen weitergeleitet. 

OB Katja Dörner: „Ich danke den Beschäftigten aus der Verwaltung, dass sie mit dieser Aktion ein Zeichen der Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit senden.“

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