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Bundesstadt Bonn

Stadt renaturiert Holzlarer See und Holtorfer Bach

Das Tiefbauamt der Stadt Bonn beginnt im Januar 2020 am Holtorfer Bach und am Holzlarer See mit ersten Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Beseitigung ökologischer Defizite.

Nachdem im Herbst damit begonnen wurde, den Wasserspiegel des Sees abzusenken, folgen nun in den kommenden Wochen Baumfällungen. Die Fische wurden bereits im Oktober dem See im Zuge der Wasserspiegelabsenkung entnommen und umgesiedelt. Die eigentlichen Baumaßnahmen starten voraussichtlich nach der Laich- und Wanderzeit der Amphibien Ende Mai 2020.

Der Holzlarer See wurde 1975 in einer ehemaligen Tongrube als Hochwasserrückhaltebecken mit Dauerstau - also die sichtbare Wasserfläche des Sees - errichtet. Der Umbau ist zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie erforderlich. Zwischen dem Forstweg oberhalb des Hochwasserrückhaltebeckens und dem Bennerscheidweg soll der Holtorfer Bach ökologisch aufgewertet werden.

Zusätzlich wird mit einer Absenkung des Wasserspiegels im Holzlarer See eine Vergrößerung des Stauraumes geschaffen. Zusammen mit einer wasserstandsabhängigen Steuerung des Hochwasserrückhaltebeckens führt dies zu einer erheblichen Verbesserung des Hochwasserschutzes im Vilicher Bachsystem.

Verbindung zwischen Ober- und Unterlauf des Baches

Der Rückstau des Hochwasserrückhaltebeckens in den Oberlauf des Holtorfer Baches soll minimiert und die ökologische Durchgängigkeit des Baches wiederhergestellt werden. Hierzu wird ein Umgehungsgerinne für den Bachlauf geschaffen, damit das Fließgewässer aus dem Dauerstau herausgenommen wird und die Querbauwerke des technischen Hochwasserschutzes seine Durchgängigkeit nicht behindern. Das leicht geschwungene Umgehungsgerinne schafft eine Verbindung zwischen Ober- und Unterlauf vom Holzlarer See. Eine initial angelegte Niedrigwasserrinne ermöglicht zudem eine eigendynamische Entwicklung des Baches, der unmittelbar neben dem Weg eine Bereicherung des Landschaftsbildes bewirken wird.

Zwischen dem heutigen Drosselbauwerk des Holzlarer Sees und dem Bennerscheidweg soll das starke Geländegefälle mit mehreren Sohlrampen überwunden werden. Eine Restwasserfläche des Dauerstaus im See wird als Amphibiengewässer erhalten bleiben.

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  • Foto: Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Tiefbauamt/Bundesstadt Bonn

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