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Bundesstadt Bonn

Ausstellung: Im Namen des Volkes!? § 175 StGB im Wandel der Zeit

Das Centrum Schwule Geschichte (Köln) präsentiert in Kooperation mit der Gedenkstätte und dem NS-Dokumentationszentrum, dem Stadtarchiv und Stadthistorischer Bibliothek, dem Stadtmuseum der Bundesstadt Bonn sowie dem Archiv der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität die Wanderausstellung „Im Namen des Volkes!? § 175 StGB im Wandel der Zeit“ im Foyer des Stadthauses in Bonn.

Der §175 des deutschen Strafgesetzbuches existierte vom 1. Januar 1872 bis zum 11. Juni 1994. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts rund 122 Jahre lang unter Strafe. Mit der Ausstellung wird ein Bogen quer durch die Geschichte antihomosexueller Gesetzgebung auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland geschlagen mit einem besonderen Augenmerk auf das Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens.

Im Jahr 1969 wurden die Paragraphen 175 und 175a laut Strafgesetzbuch erstmals liberalisiert und erst 1994 als Folge der deutschen Wiedervereinigung endgültig aufgehoben. „Die Ausstellung zeigt - mit besonderem Fokus auf NRW - wie gleichgeschlechtliche Lebensweisen über Jahrhunderte hinweg in Deutschland unterdrückt wurden. Wir hoffen, dass wir damit Impulse für Bonn als ehemaliger Bundeshauptstadt setzen können - zum Beispiel für weitere Forschung“, so der Kurator der Ausstellung, Marcus Velke-Schmidt.

Die Ausstellung widmet sich auch explizit dem Thema der weiblichen Homosexualität im Kaiserreich, der Weimarer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus und in der frühen Bundesrepublik und legt einen weiteren Fokus auf die Geschichte von Trans* in diesem Kontext.

Die Ausstellung des Centrums Schwule Geschichte wurde vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Ausstellung kann noch bis Freitag, 4. März, montags bis donnerstags von 7 bis 18 Uhr und freitags 7 bis 13 Uhr besucht werden. Es gilt die 3G-Regel und Maskenpflicht (Änderungen vorbehalten).

Das geplante Rahmenprogramm zur Ausstellung wird aufgrund der Pandemie nur digital stattfinden wird. Infos dazu werden zeitnah auf bonn.de sowie  gedenkstaette.bonn.de (Öffnet in einem neuen Tab) veröffentlicht.

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