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Bundesstadt Bonn

Stadtmuseum erhält Förderung für App-Projekt „City Stories“

Das Digital-Projekt „City Stories“ des Stadtmuseums Bonn erhält eine Förderung von rund 104.000 Euro der Kulturstiftung des Bundes. Damit soll in Zusammenarbeit mit dem Bonner Fringe Ensemble eine App programmiert werden, welche die individuellen Stadtgeschichten der Bonner*innen einfängt.

Hier lebende, genauso wie ehemalige Bonner*innen werden im Rahmen des Projektes gebeten, ihre besondere Erinnerung oder Geschichte, die an einen bestimmten Ort der Stadt gebunden ist, zu stiften: In einem Interview, schriftlich, im Telefonat oder im direkten Gespräch. Dem können Bilder, Filme, Gegenstände oder andere Erinnerungsstücke beigefügt werden. 

„Das gesammelte Material der gespendeten Geschichten fließt dann in die eigens dafür programmierte App ein. Darin werden sie mittels einer Stadtkarte interaktiv an den entsprechenden Orten abrufbar sein“, erklärt Dr. Philipp Hoffmann, Leiter des Stadtmuseums. Die Geschichten werden in Form von Hörstücken, Podcasts, Interviews, Sounds, Musik oder Bildgeschichten in der App zu finden sein.

Die geschichtstragenden Orte im Stadtraum erhalten eine Kennzeichnung mit Emblemen, einer Infotafel und einem QR-Code, mit dem Passant*innen direkt zur App gelangen können. So können auch Menschen erreicht werden, die zufällig in der Stadt auf das Projekt aufmerksam werden. Auf diese Weise wird Stadtgeschichte neu erlebt. „Dies entspricht unserer Neukonzeption des Stadtmuseums, bei der wir auf die aktive Beteiligung unserer Bürger*innen setzen. Deshalb freuen wir uns umso mehr über die Förderung, die uns dabei unterstützt“, so Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Dezernentin für Sport und Kultur.

Start im August 2022 – Zusammenarbeit mit dem Fringe Ensemble

„Ich bin überzeugt davon, dass wir die Stadt Bonn durch das Projekt noch einmal ganz anders kennenlernen. Die Geschichten ihrer Bewohnerinnen und Bewohner werden neue Perspektiven eröffnen und Überraschendes zu Tage fördern. Es freut uns sehr, dass wir die künstlerische Verantwortung für dieses identitätsstiftende Projekt übertragen bekommen haben“, sagt Frank Heuel, Leiter des  Fringe Ensembles (Öffnet in einem neuen Tab), zu der Förderzusage des Bundes. Zusammen mit der Ausstatterin und Videokünstlerin Annika Ley und der Spiele-Entwicklerin Fehime Seven hatte er zuletzt das Projekt „Citizen Map“ realisiert. Zusammen mit Dramaturgin Svenja Pauka übernehmen sie die künstlerische Leitung zur Entwicklung und Durchführung des Projektes.

Ab sofort wird an der Umsetzung der App gearbeitet. Im August 2022 soll sie dann mit ca. 20 Orten auf der Karte an den Start gehen, die nach und nach erweitert wird.

Aktueller Stand der Arbeiten wird im Studio bnx gezeigt

Dem Wachstum des Archivs sind keine Grenzen gesetzt. Das Studio bnx des Stadtmuseums in der Franziskanerstraße 3 wird Anlaufstelle für diejenigen sein, die sich beteiligen möchten. Hier kann voraussichtlich ab März zu den regulären Öffnungszeiten (Dienstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr) über das Projekt informiert, über den aktuellen Stand berichtet und auf einer großen Karte mitverfolgt werden, welche Orte bereits ‚entdeckt‘ und neu ‚erzählt‘ wurden. 

Das Projekt City Stories wird entwickelt im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm ‚Neustart Kultur‘.

Über weitere Neuigkeiten und ab wann Bürger*innen ihre Stadtgeschichten spenden können, informiert das Stadtmuseum über ihren Instagram-Kanal  Studio_bnx (Öffnet in einem neuen Tab) sowie ihren  Newsletter (Öffnet in einem neuen Tab).

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