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Bundesstadt Bonn

"bonnhoeren": Zwei internationale Klangkunstprojekte zum Beethoven-Jubiläumsjahr

Die Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn hat ihre Projekte "bonn hoeren 2020" zum Beethoven-Jubiläum vorgestellt. Hier die Pressemeldung:

Mit ihrem seit zehn Jahren erfolgreich durchgeführten Klangkunst-Schwerpunkt "bonn hoeren" wird die Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn zwei international angelegte Veranstaltungen zum Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 beisteuern: Die beiden großen Veranstaltungen "sonotopia – the sonic explorers" und "LISTENING / HEARING" im Juni 2020 beziehen sich auf die inhaltlichen Schwerpunkte des Projekts "bonn hoeren" seit 2010 und sind Ausblick und künstlerische und wissenschaftliche Bilanz nach zehn Jahren Arbeit mit internationalen Klangkünstlerinnen und  Klangkünstlern im öffentlichen Stadtraum und künstlerischer  Nachwuchsförderung.

Zum internationalen Symposium "LISTENING /HEARING" werden alle elf nach Bonn berufenen Stadtklangkünstlerinnen und -künstler noch einmal nach Bonn kommen und gemeinsam mit einigen der weltweit renommiertesten Hör-Forschern über den heutigen Stand der wissenschaftlichen und künstlerischen Forschung zum Hören und Zuhören diskutieren.

Der Fokus auf den künstlerischen Nachwuchs, der seit 2015 mit dem europäischen "sonotopia – Wettbewerb" für Studierende der Klangkunst gesetzt wurde, wird in dem neuen Austausch- und Residenzprojekt "the sonic exploreres" fortgeführt und auf drei Kontinente erweitert.

sonotopia – the sonic explorers

Für das internationale Residenz- und Austauschprojekt „sonotopia – the sonic explorers“ sind sechs ehemalige Bonner Preisträgerinnen und -preisträger des sonotopia-Wettbewerbs für Studierende der Klangkunst seit Herbst 2019 und noch bis zum Frühjahr 2020 auf künstlerischer Expedition nach Teheran/Iran, Dakar/Senegal und Valparaiso/Chile.

Bei ihren dortigen Projekt- und Forschungsresidenzen arbeiten je zwei der Klangkünstler gemeinsam mit zwei jungen Künstlern des jeweiligen Landes und werden von lokalen Mentoren und Partnerorganisationen betreut.

Im Fokus der „sonic explorers“ stehen die künstlerische Untersuchung lokal unterschiedlicher urbaner Phänomene aus klanglicher Perspektive, deren Interpretation und Transformation mit verschiedensten künstlerischen Mitteln. Nach Residenzen und ersten Projektpräsentationen in Teheran, Valparaiso und Dakar werden die insgesamt 12 jungen Klangkünstlern schließlich für zwei Wochen städtische Klangsituationen in Bonn recherchieren und mit Interventionen bespielen.

Die Ergebnisse des Gesamtprojekts werden anschließend in einer Ausstellung im Künstlerforum Bonn präsentiert, die am 10. Juni 2020 eröffnet wird. Über ein Logbuch kann man die Expeditionen mitverfolgen und mehr über die Projekte und die beteiligten Künstlerinnen und Künstler erfahren. Projekt-Hompage:  www.sonicexplorers.net

Künstlerische Leitung „the sonic explorers“: Carsten Seiffarth und Carsten Stabenow.

"sonotopia – the sonic explorers" ist ein Projekt von "bonn hoeren" der Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn. In Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten in Chile und Senegal, der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Teheran, mit Kooshk Residency Teheran, Tsonami Festival Valparaiso und Kër Thiossane Dakar. Gefördert von der Kunststiftung NRW und der Beethoven-Jubiläumsgesellschaft 2020. Mit Unterstützung des Künstlerforums Bonn und der Fabrik45 Bonn.

Listening/Hearing

Auf dem internationalen Symposium "LISTENING / HEARING" der  Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn werden vom 17. bis zum 20. Juni 2020 internationale und nationale Expertinnen und Experten und alle ehemaligen Bonner Stadtklangkünstlerinnen und -künstler über vier Tage im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses und im LVR-Landesmuseum den aktuellsten Stand der Hörforschung und die Rolle des Hörens und Zuhörens in der Gesellschaft diskutieren.

Die Experten kommen aus einer Vielzahl von Disziplinen, die sich seit langem oder zum Teil auch erst seit neuestem mit dem Phänomen »hören« beschäftigen: es sind Geisteswissenschaftler aus den Bereichen Psychologie, Soziologie, Philosophie, Musikwissenschaften, Sound Studies, Kunst- und Architekturgeschichte, Anthropologie, Geschichte und Kommunikationstheorie und Naturwissenschaftler aus den Bereichen Physik, Biologie, Neurologie und Akustik. Mit den ehemaligen Bonner Stadtklangkünstlern kommen auch jene zu Wort, die das Hören nicht vordringlich erforschen, sondern vielmehr verändern und herausfordern wollen. Dementsprechend bilden künstlerische Interventionen, Konzerte, Performances und Exkursionen einen wichtigen Teil des Gesamtprogramms.

Beethoven dient dem Symposium als Referenzpunkt: als Komponist, der als erster das Hören von Musik als eine absolute Erfahrung begriffen und von überkommenen funktionellen Aufgaben wie Unterhaltung und Gotteslob abkoppelt hat. Das Symposium versteht sich als Abschluss, Summe und Erweiterung des Projekts "bonn hoeren" auf alle Disziplinen, die sich heute forschend und gestaltend mit dem Hören auseinandersetzen.

Alle ehemaligen Standklangkünstlerinnen und -künstler nehmen teil:
Sam Auinger, Max Eastley, Bill Fontana, Christina Kubisch, Gordon Monahan, Andreas Oldörp, Stefan Rummel, Erwin Stache, Akio Suzuki, Maia Urstad, Edwin van der Heide.

Sowie internationale Experten:
Barry Blesser, Gernot Böhme, Joseph Clarke, Christoph Cox, Helga de la Motte-Haber, Stefan Evers, Anne Holzmüller, Bernhard Leitner, Sandra Müller, Sven Oliver Müller, Jonas Obleser, Jens Gerrit Papenburg, Lucia Ronchetti, Linda-Ruth Salter, Holger Schulze, Richard Sennett, Jonathan Sterne.

Konzept und Leitung: Raoul Mörchen und Carsten Seiffarth.

"LISTENING / HEARING" ist ein Projekt von "bonn hoeren" der Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn in der Themenwoche von BTHVN2020 "Beethoven und der Sinn des Hörens". Gefördert von der Beethoven-Jubiläumsgesellschaft 2020. Mit Unterstützung des Beethoven-Hauses Bonn und des LVR-Landesmuseum Bonn.

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