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Bundesstadt Bonn

Hauptausschuss beschließt zweiten Solidaritätsfonds für die Kultur

In seiner jüngsten Sitzung am Montag, 14. Dezember 2020, hat der Hauptausschuss der Stadt Bonn die Einrichtung eines zweiten Solidaritätsfonds für die Bonner Kultur beschlossen. Damit sollen kulturelle Einrichtungen und freischaffende Bonner Künstlerinnen und Künstler finanziell unterstützt werden.

Anträge können ab sofort eingereicht werden. Für den Solidaritätsfonds II werden Einnahmen aus Bußgeldern verwendet, die aufgrund von Verstößen gegen die Corona-Vorschriften eingenommen wurden. Es stehen derzeit insgesamt 115.000 Euro zur Verfügung. Auch über die jetzige Summe hinaus sollen die Einnahmen aus den Corona-Bußgeldern den Kultureinrichtungen zufließen. 

„Mit der Entscheidung, einen zweiten Solidaritätsfonds einzurichten, leisten wir einen Beitrag, um die Bonner Kultur zu unterstützen und existenzgefährdende Einbußen zumindest teilweise auszugleichen. Die Kulturlandschaft in unserer Stadt soll vielfältig und spannend bleiben“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Dörner.

Antragsberechtigt sind freie Träger von Einrichtungen für kulturelle Veranstaltungen mit Sitz in Bonn, die sich verpflichten, im Jahre 2021 mindestens eine Veranstaltung mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern aus Bonn durchzuführen und dafür ein marktübliches Honorar zu zahlen. Es können sich zum Beispiel Theater, Kleinkunstbühnen, Festivals, Musikaufführungsstätten, Musikclubs, Ausstellungshäuser, Museen, Kulturzentren oder Literaturhäuser bewerben.

Der Zuschuss pro Veranstaltungsstätte soll mindestens 5.000 Euro betragen. Die endgültige Höhe richtet sich nach der Anzahl der bis zum Ende der Frist eingegangenen Anträge. Eine Erhöhung des Betrages ist möglich, wenn weniger als 23 förderungswürdige Anträge eingehen.

Ab sofort werden online unter  www.bonn.de/solidaritaetsfonds sowohl ein Antrag als auch alle notwendigen Informationen zum Antragsverfahren abrufbar sein. Der Antrag kann bis zum 8. Januar 2021 eingereicht werden.

Der Hauptausschuss beauftragte die Verwaltung darüber hinaus, bei den kulturellen Einrichtungen die Bedarfe zu ermitteln, die notwendig sind, um die finanzielle Unterstützung passgenau leisten zu können. Ziel ist es, den Spielbetrieb bis zunächst Ende 2021 aufrechtzuerhalten. Auf der Grundlage des ermittelten Bedarfes wird über eine notwendige Erweiterung des Solidarfonds II für die Kultur entschieden. Hierbei sollten Corona-Hilfen von Bund und Land vorrangig in Anspruch genommen werden. Um eventuell kurzfristig auftretenden Insolvenzen abzuwenden und dringende notwendige Unterstützung in Einzelfällen gewährleisten zu können, müssen im Bedarfsfall außerplanmäßige Mittel bereitgestellt werden, wenn die Mittel des Solidarfonds II nicht ausreichen sollten.

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