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Bundesstadt Bonn

Ausbau der Radwege in rechtsrheinischer Rheinaue kann umgesetzt werden

Der Ausbau der Radwege im rechtsrheinischen Rheinauen-Park kann erfolgen. Die Bezirksregierung Köln als Höhere Naturschutzbehörde hat der Stadtverwaltung am 16. Dezember 2021 mitgeteilt, dass sie keine Einwände gegen die erteilte naturschutzrechtliche Befreiung hat. Somit wird die Stadtverwaltung nun die weiteren Schritte zur baulichen Umsetzung angehen.

Der Stadtrat hatte am 28. März 2019 die Pläne zur Verbreiterung der Wege im rechtsrheinischen Rheinauen-Park beschlossen. Der Naturschutzbeirat hatte am 25. August 2020 der naturschutzrechtlichen Befreiung zugestimmt, sodass die Untere Naturschutzbehörde diese erteilte. Die Bezirksvertretung Beuel (16. Juni 2021) und der Stadtrat (28. Juni 2021) haben die Planung bestätigt und gleichzeitig eine deutliche Aufstockung der Baumersatzpflanzungen beschlossen.

Zuletzt hatte die Bezirksregierung Köln als Höhere Naturschutzbehörde auf Beschwerden einzelner Bürger*innen hin die naturschutzrechtliche Befreiung überprüft und darum gebeten, bis zum Abschluss der Prüfung keine Baumaßnahmen zu veranlassen. Die Bezirksregierung teilt nun als Ergebnis dieser Prüfung mit, dass das Befreiungsverfahren korrekt verlaufen ist.

Hauptachse im städtischen und regionalen Radverkehr

Der Ausbau der Wege im rechtsrheinischen Rheinauen-Park ist von besonderer Bedeutung. Die derzeitige Breite der Radwege ist unter den aktuell dafür geltenden Mindestmaßen. Die Route ist eine Hauptachse im städtischen und regionalen Radverkehr, sowohl für Berufs- als auch für Freizeitverkehr. Über das Jahr nutzen durchschnittlich 2.000 Radfahrende täglich diese Verbindung, der Maximalwert an einem Tag liegt bei 7.700 Radfahrenden.

Die Wege im rechtsrheinischen Rheinauen-Park sollen auf einer Länge von insgesamt 1,7 Kilometern verbessert werden. Der bestehende Radweg wird von 1,80 bis zwei Metern auf drei Meter verbreitert. Der parallel verlaufende Fußweg bleibt bestehen. In den Bereichen gemeinsamer Wegeführung von Fuß- und Radverkehr erfolgt eine behutsame Verbreiterung. Eine Änderung der heutigen Verkehrsführung erfolgt nicht.

Die Ausschreibung der baulichen Umsetzung der Maßnahme ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Die Verwaltung wird nun den Auftrag erteilen. Auch aufgrund der Verzögerungen ist der Zeitplan zur Umsetzung noch zwischen Stadtverwaltung und Bauunternehmen abzustimmen, sodass derzeit noch keine verlässlichen Angaben gemacht werden können, wann die Baumaßnahmen beginnen. Die Kosten für den Wegeausbau sind mit 700.000 Euro kalkuliert, die zu 90 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert werden.

Die Maßnahme ist Bestandteil des Projekts „Emissionsfreie Innenstadt“, das den Bau von 36 Mobilstationen, den Ausbau bestimmter Radrouten und die Beschaffung von E-Fahrzeugen für den städtischen Fuhrpark vorsieht. Ziel des Projektes ist es, klima- und gesundheitsschädliche Emissionen im Verkehrsbereich zu verringern, in dem der Umweltverbund und alternative Antriebe gestärkt werden.

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