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Bundesstadt Bonn

Bauarbeiten laufen: Skatepark in der Rheinaue wird erweitert

Das Skaten ist in Bonn eine sehr beliebte und wachsende Sportart. Diesem Trend trägt die Stadt Bonn mit der Erweiterung des Skateparks in der Beueler Rheinaue Rechnung. Am Freitag, 27. August 2021, machte sich Oberbürgermeisterin Katja Dörner ein Bild von den derzeit laufenden Arbeiten des zweiten Bauabschnitts.

Seit August 2018 bietet der Skatepark in der früheren Jugendverkehrsschule am Landgrabenweg Fahrspaß für Anfänger*innen (Flow-Park) und Hindernisse und Schwierigkeitsstufen für Geübte und Profis (Streetrampen und Ledges). Der Verein Subculture, dem die Stadt die Anlage gemäß Beschluss des Rates von November 2017 überlassen hat, stellt den Skatepark der Öffentlichkeit zur Verfügung; er kann unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft genutzt werden.

Während der Verein den ersten Bauabschnitt mit Zuschüssen durch die Sportförderung der Stadt Bonn hatte errichten lassen, setzt das Sport- und Bäderamt derzeit den zweiten Bauabschnitt um. Der Verein bringt sich mit Eigenleistungen ein. Insgesamt werden rund 450.000 Euro investiert.

Mit dem gestarteten zweiten Bauabschnitt wird das Gelände noch interessanter für die vielen Nutzer*innen. Die restliche Fläche wird mit zwei Skatebowls gestaltet. Damit kann dann auch die Disziplin „Park“ ausgeübt werden, die neben der Disziplin „Street“ erstmals bei den Olympischen Spielen in Tokio vertreten war.

OB Katja Dörner: „Skatepark bietet optimale Bedingungen“

„Der Skatepark bietet optimale Bedingungen für alle Fans dieser Sportart“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Die Verwaltung hat dieses wunderbare Projekt von Beginn an unterstützt. Ohne das unermüdliche Engagement des Vereins wäre der Skatepark nicht entstanden.“ 

Allerdings bedauert die Oberbürgermeisterin, dass es Widerstände gegen den Skatepark gab und gibt. „Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie von der Anlage störender Lärm auf die in einigen hundert Metern nächstgelegene Wohnbebauung ausgehen kann, zumal der Skatepark in einem Freizeitpark liegt, der von vielen Menschen für unterschiedliche Freizeitaktivitäten genutzt wird und die häufig auch durch Musik über mobile Kleinlautsprecher – Bluetoothboxen – untermalt wird.“ 

Zunächst war beim ersten Bauabschnitt in einer Nachbarschaftsklage ein Kompromiss zur Eindämmung der Geräuschentwicklung gefunden worden, der den Betrieb des Skateparks zwar einschränkt, aber eine Baugenehmigung möglich machte. Auch gegen die Baugenehmigung für den zweiten Bauabschnitt wurde zunächst fristwahrend Klage erhoben, die jedoch bislang noch nicht begründet wurde. Die Bauarbeiten können dennoch aufgenommen werden, da der Gesetzgeber verhindern wollte, dass den Interessen Dritter generell Vorrang vor der Umsetzung eines geprüften und genehmigten Bauvorhabens gewährt wird. 

Schallschutzgutachten erarbeitet

„Mit dem Bauantrag zum zweiten Bauabschnitt wurde ein Schallschutzgutachten beauftragt und mit den Genehmigungsunterlagen eingereicht. Darin wird die zukünftige Nutzung auf Grund von Erfahrungswerten prognostiziert und berechnet. 

Die Untersuchung betrachtet auch eine Nutzung bis 22 Uhr an Werktagen, wie auch an Sonn- und Feiertagen, einschließlich der nachfolgenden Parkplatzgeräusche“, erläutert Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger. 

„Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass durch den zukünftigen Betrieb des Skateparks nach Fertigstellung des geplanten Bauabschnitts 2 die Immissionsschutzanforderungen nach Runderlass Freizeitlärm NW sicher eingehalten werden. Die Verwaltung geht daher davon aus, dass etwaige Bedenken der Anlieger des Beueler Rheinauen Parks im gerichtlichen Verfahren entkräftet werden können“, so Sportamtsleiter Stefan Günther.

„Weiterer Kindheitstraum wird wahr“

„Auch wenn uns seit Planungsbeginn des Skateparks immer wieder Steine in den Weg gelegt wurden, sind wir unfassbar dankbar, so ein tolles Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn realisiert zu haben und dieses auch endlich erweitern zu können“, sagt Sascha Heinz, Vorsitzender des Vereins Subculture. „Es ist ein schönes Gefühl, nach 30 Jahren auf dem Board den ersten Skatepark in Bonn zu haben und sich selbst als ,Local‘ fühlen zu dürfen. Den Kids beim Skaten zuzusehen, die Freude in den Augen und den Ehrgeiz im Nacken, ist etwas ganz Besonderes. Dasselbe gilt für unsere ,Skate-Omas und -Opas‘ über 40. Mit der Erweiterung des Skateparks wird ein weiterer Kindheitstraum wahr. Neue Herausforderungen und ein ganz besonderes Aushängeschild für das Skateboarding und für die Stadt Bonn.“

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