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Bundesstadt Bonn

Bonns OB Dörner bei Bürgermeister*innendialog mit UN-Generalsekretär

Oberbürgermeisterin Katja Dörner hat am Freitag, 16. April 2021, im kleinen Kreis von Oberbürgermeister*innen aus aller Welt an einem virtuellen runden Tisch der Vereinten Nationen teilgenommen. Eingeladen hatte UN-Generalsekretär Antonio Guterres auf Initiative des internationalen Städtenetzwerks C 40.

Bei dem informellen Austausch, an dem neben dem UN-Generalsekretär noch weitere hochrangige Vertreter*innen der Vereinten Nationen teilnahmen, ging es um die Frage, wie die Bewältigung der Corona-Krise und die Erreichung der Klimaziele gemeinsam gelingen können. Dabei interessierte sich der UN-Generalsekretär für konkrete Beispiele, Erfahrungen und Ideen aus den Kommunen.

Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner, die auch als Vorstandsmitglied des internationalen Städte-Nachhaltigkeitsnetzwerks ICLEI an dem Gespräch teilnahm, betonte in ihrem Beitrag, dass Klimaneutralität und sozialer Zusammenhalt Hand in Hand gehen müssten: „Wir werden bei der Bekämpfung der Klimakrise und ihrer Folgen nicht erfolgreich sein, wenn es uns nicht gelingt, die Bürger*innen in diesen Prozess einzubeziehen“, sagte Dörner. Mit Blick auf die notwendige Verkehrswende in den Kommunen wünschte sich die Bonner Oberbürgermeisterin mehr Unterstützung von den jeweiligen nationalen Regierungen für alternative Mobilitätsmodelle.

„Die Klimakrise macht keine Pause“, erläuterte Dörner. „Deshalb müssen wir unsere Prioritäten und Ressourcen für einen gerechten, fairen Wandel einsetzen, der wirklich alle mitnimmt. Städte tun das bereits vielfach, auch mit mutigen Entscheidungen zur Beschaffung. Jetzt ist es Zeit, dass nationale, europäische und andere Wiederaufbauhilfen ebenso wie Investitionen so gestaltet sind, dass sie nachhaltige Wirkung entfalten. Dazu gehört auch, dass Frauen gleichberechtigt von ihnen profitieren.“

Die Oberbürgermeisterin plädierte für eine stärkere Einbeziehung von Kommunen in die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und der Aufbauprogramme zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Mit Blick auf die im November stattfindende Klimakonferenz der Vereinten Nationen bat Dörner den UN-Generalsekretär, sich dafür einzusetzen, dass die Klimaziele und die geplanten Aufbauprogramme eng miteinander verknüpft werden und alle Regierungsebenen, auch die Kommunen, in diesen Prozess einbezogen werden. Als Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, die in diesem Jahr das 25. Jubiläum als deutsche UNO-Stadt feiert und in der das Klimasekretariat der Vereinten Nationen seinen Sitz hat, bot Dörner hierfür ihre Unterstützung an.

An der Gesprächsrunde nahmen neben Katja Dörner unter anderem die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von Los Angeles, Paris, Tokio, Mailand, Johannesburg, Jakarta und Rio de Janeiro teil. Von UN-Seite waren die stellvertretende Generalsekretärin Amina Mohammed und die UN-Habitat- Exekutivdirektorin Maimunah Sharif anwesend. Beide sind durch in der Bundesstadt ansässige UN-Organisationen – die SDG-Kampagne, das Wissenszentrum für die SDGs und GWOPA, die Allianz von Wasserbetreiberpartnerschaften – mit Bonn verbunden.

25 Jahre UNO-Stadt Bonn

Der Grundstein für die Entwicklung Bonns zur Deutschen Stadt der Vereinten Nationen wurde 1996 mit der Ansiedlung des Freiwilligenprogramms (UNV) gelegt; wenig später folgte das Klimasekretariat (UNFCCC). 25 Jahre später ist die UNO in Bonn mit mehr als 20 Einrichtungen und rund 1000 Mitarbeitenden vertreten und zum Zentrum für Nachhaltigkeit innerhalb der Vereinten Nationen geworden, umgeben von einem wachsenden Netzwerk staatlicher, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure. Im Jubiläumsjahr ist ein vielfältiges Programm geplant, sobald die Pandemielage dies zulässt. Nähere Informationen finden Sie unter:  www.bonn.de/uno-bonn25.

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