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Bundesstadt Bonn

Kita-Sanierung verzögert sich auf unbestimmte Zeit

Der Sanierungsbedarf im Gebäude der städtischen Kindertagesstätte Weidenweg ist viel umfangreicher als erwartet. Darum brauchen die 90 Kinder, die zurzeit auf fünf Beueler Einrichtungen verteilt sind, vorerst ein neues „Zuhause“.

Ursprünglich waren in der Schließzeit von drei Wochen der Kita Weidenweg während der Sommerferien Maßnahmen zur brandschutztechnischen Ertüchtigung (Erneuerung von Elektroinstallationen, Ergänzung und Erneuerung von Brandschutztüren) geplant. Zusätzlich sollten verschiedene Einzelflächen des asbesthaltigen Putzes von insgesamt 300 Quadratmetern saniert werden. Während der Arbeiten hat eine Firma aufgrund einer unsachgemäßen Ausführung einen Wasserschaden verursacht, der erhebliche Mängel an dem asbesthaltigen Putz im Treppenhaus sowie weiterer Einrichtungsgegenstände und baulichen Anlagen hervorgerufen hat. Die Schäden konnten während der Schließzeit nicht behoben werden, weshalb die Kita mit Beginn des neuen Kindergartenjahres weiterhin geschlossen bleiben musste.

Noch keine Aussage zu Zeitpunkt der Fertigstellung

Nach einem Ortstermin hatte die Stadt entschieden, die Kita aufgrund des Zustandes der Einrichtung erst nach Beseitigung der entstandenen Schäden, der brandschutztechnischen Ertüchtigung und Sanierung des asbesthaltigen Putzes in der gesamten Einrichtung wieder zu öffnen. Als zeitliche Verzögerung wurde seitens der Stadtverwaltung viel zu optimistisch nur zehn Wochen genannt.

Denn die Gesamtfläche des auszutauschenden Putzes beläuft sich auf Grund der eingetretenen Schäden nun auf circa 1.500 Quadratmeter. Zudem sind Bereiche, wie das verwinkelte Treppenhaus, betroffen, die einen deutlich höheren Aufwand verursachen. Da alleine für die Räumung der gesamten Kita eineinhalb Wochen benötigt und die zu sanierenden Asbestputzflächen einschließlich der schwer zugänglichen Bereiche auf das Fünffache erhöht wurden, hätte die Prognose von zehn Wochen im Nachhinein leider nie eingehalten werden können.

Um nun eine belastbare Aussage über den Zeitraum treffen zu können, der für die Sanierung des Kindergartens benötigt wird, findet parallel zu den zuvor genannten Arbeiten die Grundlagenermittlungen zum zusätzlichen Sanierungsbedarf der Einrichtung statt. Dabei stößt das von der Stadt beauftragte Büro - wie es beim Bauen im Bestand häufig vorkommt - immer wieder auf neue Funde:  z.B. innenliegende, undichte Dachentwässerungsleitungen, unsachgemäß eingebaute Türzargen, statische Untersuchungen von nicht vollflächig geschlossenem Mauerverbund werden erforderlich, Materialfunde mit zusätzlichem Asbestverdacht und unsachgemäß verbaute Elektrik. Eine belastbare Aussage zum Fertigstellungszeitpunkt ist erst nach vollständiger Bauzustandsanalyse möglich. In jedem Fall wird die Sanierung aber bis weit in das Jahr 2020 andauern.

Kinder kommen in Niederholtorf unter

Aus diesem Grund werden die 90 Kinder aus der Kita Weidenweg ab Ende November 2019 in einen für die Nutzung als Kindergarten ausgelegten Container nach Niederholtorf umziehen. Diese Anlage liegt 3,2 Kilometer vom Weidenweg entfernt und soll eigentlich von der Kita Weinheimstraße, die unmittelbar danebenliegt, als Ausweichquartier bezogen werden, da diese Kita abgerissen und neu gebaut wird.

Einrichtungsleitungen und Eltern beider Einrichtungen wurden am Donnerstag, 26. September 2019, informiert. „Für die Kinder, Eltern und Mitarbeitenden der Kita Weinheimstraße ist es sehr enttäuschend, dass sich der Umzug verschiebt. Leider haben wir keine andere Option. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Solidarität mit den Familien aus dem Weidenweg“, sagt Carolin Krause, Familiendezernentin der Bundesstadt Bonn.

Derzeit sind die Kinder aus der städtischen Kita Weidenweg auf fünf Beueler Einrichtungen verteilt. Das erfordert einen enormen logistischen Aufwand,  - insbesondere bei Personalausfällen - und belastet die Arbeit der aufnehmenden Einrichtungen, die für deutlich weniger Kinder ausgelegt sind. Auch im Sinne der Kinder, die sowohl ihr gewohntes Umfeld als auch Spielpartner vermissen, ist diese Lösung über einen deutlich längeren Zeitraum als geplant nicht vertretbar.

„Wir sind sicher, dass die Umsiedlung aller Kinder gemeinsam an einen Ort in der derzeitigen Situation die einzig machbare und für alle praktikabelste Lösung darstellt“, so Krause weiter.

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Bildnachweise

  • Arbeitskreis Jugendzahnpflege in der Bundesstadt Bonn e.V.
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  • Repro: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
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  • Sergey Novikov (serrnovik) ripicts.com/Fotolia.com

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