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Bundesstadt Bonn

Gewalt gegen Frauen – Veranstaltungen und Aktionen in Bonn

Aus Anlass des internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen unterstützt die Stadt Bonn die weltweite UN-Aktion „Orange the world“. Dabei werden am Montag, 25. November 2019, öffentliche Gebäude, wie das Alte Rathaus, das Stadtmuseum oder das Kunstmuseum Bonn, aber auch Post-Tower und das UN-Logo in Orange angestrahlt, um ein kraftvolles und weit sichtbares Zeichen gegen die Gewalt zu setzen.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan sagt als Schirmherr der Aktion: „Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Thema, das uns alle angeht. Immer noch leiden viele Frauen weltweit unter häuslicher und struktureller Gewalt, auch in Deutschland, auch in unserer Stadt. Je mehr Gebäude wir an diesem Tag in Bonn orange erstrahlen lassen, desto wirkungsvoller wird der Eindruck auf die Menschen sein und hoffentlich viele Gespräche und Aktivitäten zum Thema ‚Gewalt gegen Frauen‘ auslösen.“

Die internationale Organisation Zonta setzt sich mit ihrer Aktion „Zonta says no“ seit vielen Jahren dafür ein, dieses Thema aus der Tabuzone zu holen und in die Öffentlichkeit zu tragen. Sichtbar wird dieses Engagement mit der weltweiten UN Aktion „Orange the world“, auch in Bonn.

Zonta ist ein weltweiter Zusammenschluss von Frauen mit mehr als 1200 Clubs und 29.000 Mitgliedern, die sich für Gleichberechtigung und bessere Bildungschancen für Frauen einsetzen und Gewalt gegen Frauen bekämpfen. In diesem Jahr feiert Zonta seinen 100. Geburtstag. In Bonn wird das Jubiläum mit einem gemeinsamen Empfang der Stadt sowie der beiden Bonner Clubs, Zonta Club Bonn und Zonta Club Bonn-Rheinaue, am Samstag, 23. November, im Alten Rathaus gefeiert.

Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege in Bonn

Zu einem Vortrag mit dem Friedensnobelpreisträger von 2018, Denis Mukwege, am Dienstag, 26. November, um 18 Uhr in Hörsaal I des Uni-Hauptgebäudes lädt die Universität Bonn in ihrer Veranstaltungsreihe „Uni Bonn meets …“ ein. Mukwege spricht über das Thema „Vergewaltigung als Kriegswaffe und Modelle für die Fürsorge“.

Der kongolesische Arzt und Menschenrechtsaktivist engagiert sich für die Gesundheit und die Rechte von Frauen im Kongo und behandelt in dem von ihm gegründeten Panzi-Krankenhaus Mädchen und Frauen, die brutal vergewaltigt wurden. Der Gynäkologe und Menschenrechtsaktivist und sein Team kümmern sich nicht nur um die medizinische Versorgung der Frauen und Mädchen, sondern helfen ihnen auch, ihre psychischen Traumata zu überwinden und den Weg zurück in den Alltag zu finden.

Mukwege wurde 2018 gemeinsam mit der Irakerin Nadia Murad mit dem Friedensnobelpreis geehrt. „Für ihre Bemühungen, die Anwendung sexueller Gewalt als Waffe des Krieges und bewaffneter Konflikte zu beenden“, heißt es in der Begründung des Norwegischen Nobel-Komitees, das für die Vergabe des Preises zuständig ist. 2014 wurde er außerdem mit dem Alternativen Nobelpreis „Rhight Livelihood Award“ ausgezeichnet.

Oberbürgermeister Sirdharan empfängt Denis Mukwege und Uni-Rektor Michael Hoch vor dem Vortrag im Alten Rathaus.

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  • Magdalena Stengel

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