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Bundesstadt Bonn

Bonn tritt Prevent Allianz zur Abfallvermeidung bei

Die Stadt Bonn ist der „Prevent Allianz zur Abfallvermeidung“ (Prevent Waste Alliance) beigetreten.

Mehr als 30 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und öffentlichen Institutionen haben im Mai auf gemeinsame Initiative des Bundesentwicklungsministeriums und des Bundesumweltministeriums die Allianz in Deutschland ins Leben gerufen. Sie dient als Plattform für Austausch und internationale Kooperation und will dazu beitragen, dass Abfälle weltweit minimiert, Schadstoffe eliminiert und Ressourcen im Kreislauf geführt werden.

Zu diesem Zweck strebt die Allianz den Ausbau einer funktionierenden Abfall- und Kreislaufwirtschaft an. Die Mitglieder setzen sich gemeinsam für Vermeidung, Sammlung, Recycling und den Einsatz von Sekundärrohstoffen in Entwicklungs- und Schwellenländern ein. Im Fokus stehen dabei Kunststoffabfälle aus Verpackungen und Einwegprodukten sowie Elektro- und Elektronikaltgeräte.

Die Bundesstadt Bonn ist der Allianz nach Beschlussfassung im jüngsten Hauptausschuss offiziell beigetreten. Gleichzeitig wurde Oberbürgermeister Ashok Sridharan in den Steuerungskreis, das höchste Gremium der Allianz, berufen. Dort ist er in einer Doppelfunktion vertreten, als Bonner OB und als Präsident des internationalen Städtenetzwerks für Nachhaltigkeit, ICLEI.

OB Sridharan: „Die ‚Prevent Waste Alliance‘ hilft dabei, kreislaufwirtschaftliche Systeme zur Reduzierung, Wiederverwendung und zum Recycling von Abfällen auch in Ländern mit niedrigen und mittlerem Einkommen umzusetzen. Sie unterstreicht die Schlüsselrolle von Städten in der Entwicklung neuer Ansätze zum Umgang mit wertvollen Ressourcen auf lokaler Ebene. Ich begrüße, dass Bonn als Mitglied der Allianz eigene Erfahrungen beisteuern kann. Als ICLEI-Präsident sehe ich im Engagement bei ‚Prevent‘ die große Chance, Städte auf der ganzen Welt zu nachhaltigerem Konsum- und Produktionsverhalten zu inspirieren.“

Kreislaufwirtschaft und schwindende Ressourcen

Kreislaufwirtschaft hat angesichts schwindender Ressourcen eine wachsende Bedeutung für Bonn. So hat der städtische Abfallbetrieb Bonnorange im vergangenen Jahr eine Studie zur Sammlung und Lagerung seltener Rohstoffen veröffentlicht. International engagiert sich Bonn innerhalb des Netzwerks ICLEI für Kreislaufwirtschaft als einen von fünf Pfaden nachhaltiger, urbaner Entwicklung. Seit Sommer 2019 gehört Bonn auch der „Green Circular Cities Coalition“ (GCCC) an.

Als GCCC-Mitglied innerhalb des Städtenetzwerk ICLEI profitiert die Stadt Bonn von gezielter technischer Unterstützung sowie Möglichkeiten, sich mit anderen Mitgliedern der GCCC auszutauschen. Diese sind unter anderem Turku (Finnland), Yokohama und die Präfektur Nagano (Japan), sowie Datong und Changchun (China). Die GCCC stellt eine Plattform dar, um Städte, Experten, Unternehmen und andere relevante Akteure miteinander zu verbinden. So kann der Übergangsprozess zu einer städtischen Kreislaufwirtschaft durch Wissens- und Erfahrungsaustausch und technische Unterstützung gestärkt werden.

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Bildnachweise

  • Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Sascha Engst/Bundesstadt Bonn
  • RNE Ralf Rühmeier
  • www.pexels.com
  • bonnorange

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