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Bundesstadt Bonn

Bio-Stadt Bonn startet Veranstaltungsreihe zum Ökolandbau

Gemeinsam mit dem Verein „Stadt.Land.Markt“ möchte die Stadt Bonn in den nächsten drei Jahren auf die Vorteile von Biolebensmitteln aufmerksam machen. Unter dem Motto „Wir feiern gutes Essen vom Acker über den Teller bis zum Kompost“ können Interessierte an Barcamps, Bio-Diskussionsforen sowie Vernetzungscafés teilnehmen. Finanzielle Unterstützung gibt es vom Bundeslandwirtschaftsministerium über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

„Das Projekt zeigt konkret das Engagement von Menschen, die den Prozess der Erzeugung bis zum Endkunden nachhaltig gestalten wollen“, sagte Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), bei der Bescheidübergabe am 25. November 2019 in der BLE. „Es freut mich, dass wir als Bonner Behörde die Arbeit der Stadt Bonn und ihrer Projektpartner im Namen des Bundeslandwirtschaftsministeriums mit 68.800 Euro unterstützen können“, so Eiden weiter.

Strategisch und konkret – vom Ernährungssystem bis hin zu Rezeptideen

Im Frühjahr 2020 sollen Interessierte im ersten von zwei Barcamps Ideen für ein nachhaltiges Ernährungssystem in Bonn zusammentragen. Organisiert wird das Barcamp vom Verein „Stadt.Land.Markt“. Die Ergebnisse fließen in die Arbeit des Bonner Ernährungsrates mit ein. 

Diesen Winter lädt die Stadt Bonn zu ökologischen Vernetzungscafés ein. In interkulturellen Zentren, Quartiers- und Stadtteilbüros gibt es vor allem für jene, die ihre Familie zu Haus versorgen, Rezeptideen sowie Informationen zur Zubereitung und zum Haltbarmachen von Biolebensmitteln. Die Stadt Bonn wird darüber hinaus in den Sommermonaten unter freiem Himmel ein ökologisches Freitags-Frühstück anbieten. Es soll als informelles Diskussionsforum Raum für Gespräche über den Ökolandbau und die regionale Wertschöpfung bieten. Schwerpunkte setzen dabei wechselnde Referentinnen und Referenten. Weitere Informationen per Social Media sowie eine Broschüre über bio-regionale Wertschöpfungsketten sollen die drei „Anker-Events“ flankieren.

„Die Förderzusage ist für uns eine Ermutigung, auf dem eingeschlagenen Weg zur Bio-Stadt Bonn mit konkreten Projekten und in Zusammenarbeit mit einer sehr engagierten lokalen Szene in Bonn vorangehen zu können“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan und erinnerte daran, dass der ökologische Landbau eine bedeutende Rolle in der Bonner Nachhaltigkeitsstrategie spielt, welche der Stadtrat im Februar 2019 beschlossen hatte. „Ein wichtiges Ziel unserer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie ist es, durch eine nachhaltige Landwirtschaft die natürlichen Ressourcen zu schonen und Bonner Bürgerinnen und Bürgern eine Versorgung mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der Region zu ermöglichen“, so der Oberbürgermeister.

Stadt Bonn ist die erste Bio-Stadt in NRW

Die Stadt Bonn ist im Frühjahr 2019 als erste Stadt aus NRW dem Netzwerk Bio-Städte beigetreten. Ziel der Mitgliedschaft in der kommunalen Arbeitsgemeinschaft ist es, den Ökolandbau, die Weiterverarbeitung und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln mit kurzen Transportwegen und regionaler Wertschöpfung verstärkt zu fördern. Die Stadt will dazu Projekte und Maßnahmen initiieren, Öffentlichkeitsarbeit machen und die weitere Einführung von Bio-Lebensmitteln in ihren Gemeinschaftseinrichtungen unterstützen. Dabei wird sie von  engagierten Initiativen und Netzwerken  unterstützt.

Die finanzielle Förderung der Aktivitäten erfolgt über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), das die BLE betreut und umsetzt. Mit einer neuen Richtlinie unterstützt das Bundeslandwirtschaftsministerium dabei erstmals auch solche Projekte, die Verbraucherinnen und Verbraucher über regionale Wertschöpfungsketten zur Erzeugung von Bioprodukten informieren.

Weitere Informationen unter:  www.bonn.de/bio-stadt und  www.bundesprogramm.de.

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Bildnachweise

  • www.biostaedte.de
  • Melanie Kirch-Mechtel
  • Gerhard Seybert/Fotolia.com
  • Martin Rudolph/kommbio

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