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Hardtbergbad: Vorentwurf für Sanierung und Erweiterung

Für die Sanierung und Erweiterung des Hardtbergbades hat der von der Stadtverwaltung beauftragte Planer einen in mehreren Modulen aufgeteilten Vorentwurf erarbeitet. Diese Vorentwurfsplanung legt die Verwaltung jetzt dem Stadtrat und seinen Fachausschüssen zur Entscheidung über die nächsten Schritte vor.

Der Vorentwurf besteht aus der Sanierung des Hardtbergbades im Bestand (Modul 1), der Erweiterung des Bades um ein zusätzliches Lehrschwimmbecken (Modul 2), der Sanierung des Freibades (Modul 3) sowie der Erweiterung des Bades um einen Familienbereich, eine Ganzjahresrutsche und eine Boulder-Wand (Module 4 bis 8).
Der Rat der Stadt Bonn hatte in seiner Sitzung am 22. September 2016 die Verwaltung ermächtigt, mit der Planung der energetischen Sanierung des Hardtbergbades einen Generalplaner zu beauftragen und dem Rat die vorgeschlagenen Planungsvarianten zur Beschlussfassung vorzulegen. Da inzwischen die Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Bonner Bäderlandschaft gestartet ist, schlägt die Verwaltung vor, die Ideen, die den Modulen 4 bis 8 zugrunde liegen, in den Bürgerbeteiligungsprozess einfließen zu lassen.
Für die dringend notwendige Sanierung, die in den Modulen 1 bis 3 beschrieben wird, sollte jedoch der Beschluss gefasst werden, die nächsten Planungsschritte zu beauftragen. Damit soll sichergestellt werden, dass ein erster wichtiger Schritt zur dringend erforderlichen Verbesserung der Bonner Bäderlandschaft weiterverfolgt wird. Mit der beschlossenen vorgezogenen Sanierung des Hardtbergbades kann dafür gesorgt werden, dass nicht alle Bonner Bäder gleichzeitig wegen Sanierungen geschlossen werden müssen.

Die Module im Detail

Bei Modul 1 soll der Hallenbad-Teil grundlegend energetisch saniert werden. So werden Dach, Gebäudehülle und technische Gebäude-Ausstattung vollständig erneuert. Dies soll unter anderem zu Energie-Einsparungen führen. Im Zuge der Sanierung wird zudem die Barrierefreiheit verbessert. Die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 15,4 Millionen Euro. Ein Risiko-Zuschlag sowie Baupreissteigerungen bis zum Jahr 2021 sind hierbei berücksichtigt.
Zusätzlich soll das Hardtbergbad für etwa 2,8 Millionen Euro (ebenfalls inklusive Risiko-Zuschlag und Baupreissteigerungen bis zum Jahr 2021) ein zusätzliches Lehrschwimmbecken erhalten (Modul 2). Langfristig könnte es das Lehrschwimmbecken in der Derletalschule ersetzen. Dies hätte für den Schulschwimmunterricht, für die Kursangebote und den Betriebsablauf in den Bädern viele Vorteile.
Das aufgrund technischer Mängel seit Herbst 2017 geschlossene Lehrschwimmbecken in der Derletalschule soll deshalb nur für eine Übergangszeit von einigen Jahren ertüchtigt werden, damit es für die Bauzeit im Hardtbergbad wieder nutzbar wird.
Im Bereich des Freibades (Modul 3) müssen sämtliche Beckenköpfe erneuert sowie einige Schäden an den vorhandenen Leitungen behoben werden. Zwei Schwallwasserbehälter unterhalb des großen Außenbeckens bedürfen einer Betonsanierung. Darüber hinaus ist eine neue Wirtschaftszufahrt geplant. Hier werden Sanierungskosten von etwa 3,7 Millionen Euro erwartet, bei denen auch ein Risiko-Zuschlag und Baupreissteigerung bis zum Jahr 2021 berücksichtigt ist.
Die Vorentwurfsplanung sieht auch eine Erweiterung des Hardtbergbades zum Familienbad vor (Module 4 bis 6). Vorgeschlagen wird ein Anbau mit Kursbecken, Eltern-Kind-Bereich und einer Gastronomie. Hierfür werden etwa 5,6 Millionen Euro kalkuliert.
Eine Ganzjahresrutsche liegt bei Schätzkosten von 1,8 Millionen Euro (Modul 7). Und als Erweiterung des Kletterwaldes könnte im ungenutzten Keller des Schwimmbades eine kleinere Indoor-Kletterhalle geschaffen werden (Schätzkosten: 210.000 Euro, Modul 8).

Finanzierung

Um die Module 1-3 finanzieren zu können, werden insgesamt etwa 22 Millionen Euro benötigt. Dieser Aufwand kann aus der zur Verfügung stehenden so genannten Bäderpauschale über rund 26 Millionen Euro gedeckt werden. Das bedeutet aber auch, dass für die Sanierung des Hardtbergbades bereits ein Großteil dieser Pauschale in Anspruch genommen werden muss. Für weitere Sanierungsmaßnahmen in die Bonner Bäderlandschaft wird die Verwaltung nach Abschluss des jetzt beginnenden Bürgerbeteiligungsverfahrens für den nächsten Haushaltsplan die erforderlichen Mittel anmelden.

Zahlen, Daten, Fakten

Das Hardtbergbad wurde im Jahr 1968 errichtet und 1982 zum Kombi-Bad erweitert. Der Hallenbad-Teil besteht aus einem Mehrzweckbecken mit fünf Bahnen und einem Lehrschwimmbecken. Bisher sind keine energetischen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt worden. Das ganzjährig geöffnete Bad wird im Durchschnitt von 117.000 Badegästen jährlich besucht, im Jahr 2018 kamen 146.529. Der durchschnittliche operative Zuschussbedarf liegt bei rund einer Million Euro im Jahr.

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Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn

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