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Ein Ort für mehr Gemeinschaft und weniger Anonymität

Die Zeiten des provisorischen Containerbaus sind vorbei. In zehn Monaten entstand an der Stockholmer Straße 23 das neue Quartiers- und Jugendzentrum Auerberg. Passend zum bundesweiten „Tag der Nachbarn“, der mit zahlreichen Festen auch in Bonn gefeiert wird, weihten Oberbürgermeister Ashok Sridharan und die Bonner Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe-Reiners gemeinsam mit Gästen aus Bürgerschaft, Verwaltung und Politik das Gebäude sowie das Außengelände am Freitag, 24. Mai 2019, offiziell ein.

„Von diesem Zentrum aus soll der Ortsteil Auerberg gemeinsam von jungen und erwachsenen Bewohnerinnen und Bewohnern weiter gestaltet und entwickelt werden. Für mehr Gemeinschaft und weniger Anonymität, sodass sich jede und jeder hier zuhause fühlt“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan in seinem Grußwort. Neben dem Jugendzentrum finden auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Quartiersmanagements Auerberg ihr neues Zuhause im Neubau. Zudem steht ein Multifunktionsraum für Kurse, Veranstaltungen oder Vorträge zur Verfügung. „Ziel der Stadt Bonn ist es, durch das Quartiersmanagement näher am Puls der Menschen im Viertel zu sein. Durch die örtliche Kontaktpflege, das Schaffen von Plattformen für Ideen von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die Stärkung des Miteinanders im Quartier und die aktive Teilhabe der Bewohnerschaft, sollen die Quartiere gestärkt und nachhaltig entwickelt werden“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan.

„Die Bezirksvertretung Bonn hat die Entwicklung dieser Neuen Mitte und des Quartiers- und Jugendzentrums Auerberg sehr eng begleitet. In mehr als 70 Anträgen und Anfragen wurden Wünsche der Auerberger Bevölkerung transportiert und politische Ideen eingebracht. So wurde bei diesem Neubau auch sichergestellt, dass Auerberg einen Platz behält, auf dem Feste gefeiert werden können oder Boules gespielt werden kann“, so die Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe-Reiners.

Heller Lichthof und Café für Veranstaltungen

Das Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie das Amt für Soziales und Wohnen arbeiten im neuen Quartiers- und Jugendzentrum intensiv zusammen. Die enge Kooperation von Jugendzentrum und Quartiersmanagement ermöglicht es, sozialräumliche Kompetenzen zu bündeln und gemeinwesenorientierte Projekte umzusetzen. Ein Beispiel dafür ist das Spiel- und Begegnungsfest für Kinder und Jugendliche, das im September stattfinden wird.

Das Städtische Gebäudemanagement hat im Juli 2018 mit dem Bau begonnen. In dem eingeschossigen Baukörper in Holzrahmenbauweise befindet sich im Zentrum ein großzügiges Foyer in dem sich die Jugendlichen nach Betreten aufhalten können. Daran schließt sich ein heller zentraler Lichthof als geschützter Innenhof mit Sitzmöglichkeiten an. Die übrigen Räume des Jugendzentrums wie zum Beispiel ein Billardzimmer, eine Küche zum gemeinsamen Kochen, ein Kindertreff sowie weitere Funktionsräume orientieren sich zum begrünten Außenraum.

Für das Quartiersmanagement stehen ein Büro für zwei Mitarbeiter und ein Café für Veranstaltungen zur Verfügung. Ein Multifunktionsraum mit Beamer kann für Workshops, Vorträge und gemeinsame Veranstaltungen genutzt werden. Die Fassade besteht aus farbenfroh gestalteten Metallelementen, die im Bereich der verglasten Fassadenöffnungen als faltbare Schiebeelemente gestaltet sind.

Das Quartiers- und Jugendzentrum wurde nach dem „KfW-Effizienzhaus 55“- Standard mit Passivhauskomponenten gebaut. Dieser Standard wird durch den Einsatz von Fernwärme und den Betrieb einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erreicht. Beheizt werden die Räume durch  eine Fußbodenheizung mit Niedertemperatur.

Verschiedene Spielgeräte und eine modellierte Bewegungsfläche für Fahrräder, Roller und Skater vervollständigen den Außenbereich. Bei der Gestaltung des Außengeländes waren die Kinder und Jugendlichen beteiligt und ihre Ideen wurden auch berücksichtigt. Die Kosten für das neue Quartiers- und Jugendzentrum Auerberg lagen bei rund 2,8 Millionen Euro.

Über das Quartiersmanagement Auerberg

Das Quartiersmanagement Auerberg wurde 2017 ins Leben gerufen. Ziel des Managements ist, Maßnahmen für die Imageverbesserung zu entwickeln, die Bewohnerinnen und Bewohner des Ortsteils in ihrem ehrenamtlichen Engagement zu unterstützen und zur Stärkung des Zusammenlebens und der Nachbarschaft beizutragen. Hierbei soll die Vielfalt Auerbergs als eine besondere Chance genutzt werden. Rund 120 Nationen leben dort zusammen. Außerdem sollen Jung und Alt in ihrer Identifikation mit ihrem Ortsteil noch weiter gefestigt werden. Im Rahmen eines Pilotprojektes nutzt das Quartiersmanagement die Internetplattform nebenan.de, um über  Veranstaltungen und Neuigkeiten im Veedel zu informieren und die Bewohnerinnen und Bewohner zu vernetzen.

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Bildnachweise

  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Bundesstadt Bonn
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