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Bundesstadt Bonn

Bundespräsident lobt Berufskolleg für Integrationsarbeit

Im Rahmen seiner „Bonn-Tage 2019“ hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender am 15. Mai das Robert-Wetzlar-Berufskolleg - Hauswirtschaftliche, sozialpädagogische, gewerbliche Schulen der Bundesstadt Bonn - besucht. Sie diskutierten mit rund 40 Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen 18 und 25 Jahren über Berufsausbildung, Migration und Integration.

Birgit Hufnagel, Leiterin des Robert-Wetzlar-Berufskollegs, freute sich, das Staatsoberhaupt am Robert-Wetzlar-Berufskolleg begrüßen zu können. „Es ist eine besondere Ehre für uns.“ Beim Thema Integration lobte sie die Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum und der Stadt Bonn.

Bundespräsident Steinmeier betonte in dem Gespräch, dass eine Berufsausbildung „die beste Grundlage ist, sich eine Zukunft in unserem Land aufzubauen“. Er wisse, dass sich das Robert-Wetzlar-Berufskolleg seit Jahren erfolgreich für die Integration Zugewanderter und Geflüchteter engagiere. Seine Frau Elke Büdenbender sagte, sie verstehe sich „als Botschafterin der dualen Ausbildung“. Nach Haupt- und Realschulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau, schloss erfolgreich ein Jura-Studium an und wurde Richterin.

Vier junge Menschen berichteten dem Bundespräsidenten, wie sie nach Deutschland gekommen sind, hier aufgenommen wurden, wie sie Deutsch gelernt haben und welchen Schulabschluss oder welche Berufsausbildung sie nun am Robert-Wetzlar-Berufskolleg anstreben. Oberbürgermeister Sridharan zollte den Schülerinnen und Schülern großen Respekt angesichts ihrer sehr guten Deutschkenntnisse. „Die Sprache ist sehr wichtig, für alle Menschen, die zu uns kommen.“ Eine junge Syrerin erntete großen Beifall, als sie Deutschland dankte, dass sie sich eine neue Zukunft aufbauen könne.

Mit Blick auf die anstehende Europawahl bezeichnete Steinmeier zum Schluss der Veranstaltung Europa „als große Errungenschaft“. Europa habe mehr als 70 Jahre Frieden beschert, „das darf nie wieder in Frage gestellt werden“. Bei Europa gehe es aber nicht nur um Frieden. Europa müsse ebenso Antworten finden beim Klimaschutz, bei der Migration oder der Gestaltung der digitalen Zukunft. Steinmeier: „Europa sollte uns nicht gleichgültig sein. Gehen Sie zur Wahl und stärken Sie Europa“, so sein Appell.

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