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Bonner Azubis lernen europäische Zusammenarbeit

Die Stadt Bonn bietet Auszubildenden und Ausbildern seit vielen Jahren die Möglichkeit zu Auslandsaufenthalten in einer von mehr als 30 EU-Projektpartnerstädten. Das Angebot, das vom Referat für Stadtförderung koordiniert wird, wird von der Europäischen Union mit dem Programm Erasmus+ gefördert. Von ihren Erfahrungen bei einem Projekt in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje haben Ausbilder und Azubis verschiedener Fachbereiche bei einem Pressegespräch am Dienstag, 21. Mai 2019 berichtet.

Vanessa Braun, Sascha Hessenbruch, Antje Kahlert und Eva Mayer berichteten über das Projekt in Skopje.

Die Zielrichtung des Angebots fasst Ausbildungsleiter Sascha Hessenbruch so zusammen: „Als deutsche UNO-Stadt und Standort der EU-Kommission wollen wir den internationalen und europäischen Gedanken auch in unsere Ausbildung tragen und die Persönlichkeitsentwicklung unserer Nachwuchskräfte positiv gestalten. Dazu leistet die intensive Zusammenarbeit mit unseren europäischen Projektpartnerstädten einen wertvollen Beitrag.“

15 Auszubildende und ihre Ausbilderinnen und Ausbilder reisten vom 2 bis 16. April nach Nordmazedonien, um dort gemeinsam einen Barfußpfad zu bauen. Dieser wurde zuvor im Amt für Stadtgrün geplant. Die Idee zum Projekt war bei einem Delegationsbesuch in Skopje im vergangenen Herbst entstanden, an dem Stadtdirektor Wolfgang Fuchs und der Leiter des Referats Stadtförderung, Hans-Jürgen Hartmann, teilgenommen hatten.

Interkulturelle Teamarbeit und große Gastfreundschaft

Gemeinsam mit Beschäftigten der dortigen Stadtverwaltung und unter Verwendung der vor Ort beschafften oder zur Verfügung stehenden Maschinen, Werkzeuge und Materialien gestalteten die Bonner Azubis den Barfußpfad. Eine von ihnen ist Eva Mayer, Auszubildende im Amt für Stadtgrün. Die angehende Forstwirtin sortierte Pflastersteine, rührte Beton an und half beim Verfüllen der einzelnen Abschnitte des Pfades mit Baumscheiben, Sand und Kies. Außerdem fertigte sie ein Schuhregal, zwei Bänke und Infotafeln aus Holz an.

Ihr Fazit des Aufenthalts ist durchweg positiv: „Für mich war es eine tolle Erfahrung, Teil eines interkulturellen Teams zu sein, das trotz sprachlicher Barrieren und unterschiedlicher Hintergründe durch gemeinsame Arbeit solch ein Projekt umgesetzt hat. Außerdem hat mich die Gastfreundschaft der Menschen in Skopje und der Zusammenhalt unter den Azubis begeistert.“

Für Vanessa Braun, die im Amt für Bodenmanagement und Geoinformation ihre Ausbildung zur Vermessungstechnikerin absolviert, hat sich der Aufenthalt ebenfalls gelohnt. „Ich finde es sehr gut, dass wir Azubis die Chance haben, uns in einem solchen Projekt neuen Herausforderungen zu stellen. Auslandsaufenthalte fördern meiner Meinung nach die Persönlichkeitsentwicklung. Im Projekt habe ich gelernt, dass ich wieder ein Stück reifer geworden bin und wie wichtig Teamwork und Kommunikation untereinander sind.“

Der Barfußpfad im Stadtpark von Skopje kurz vor der Vollendung.

Bindung an Arbeitgeberin Stadt erhöhen

Neben den genannten Ämtern nahmen außerdem Azubis des Tiefbauamtes, der Seniorenzentren der Stadt Bonn und des Theaters am Projekt teil. Zusätzlich zur praktischen Arbeit absolvierten alle Azubis einen Hospitationstag zu einem ihrem Ausbildungszweig entsprechenden Thema: Grünflächen, Vermessung, Kultur und Soziales.

Auch Antje Kahlert, Ausbildungsbeauftragte im Amt für Stadtgrün, zog ein positives Resümee der Reise nach Skopje: „Ich war begeistert von unseren Auszubildenden und habe gesehen, mit welcher Freude und Motivation dieses Projekt umgesetzt wurde. Ich freue mich schon jetzt auf zukünftige Projekte und hoffe, dass es uns so gelingt, die Bindung junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Stadt als Arbeitgeberin zu erhöhen.“

Stadt Bonn sucht Auszubildende für 2020

Auch 2020 bildet die Stadt Bonn wieder Nachwuchskräfte in vielen verschiedenen Ausbildungsberufen aus. Ab sofort können sich Interessierte um Ausbildungsplätze bewerben. Die Ausbildungsberufe reichen von den klassischen Verwaltungsberufen über die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr bis hin zu gewerblich-technischen Berufen. Dazu gehören unter anderem: Fachkräfte für Abwassertechnik, Geomatiker, Medizinische Fachangestellte oder Vermessungstechniker. Bewerbungsschluss für die gewerblich-technischen Berufe ist am 15. Oktober 2019, für die Verwaltungsberufe am 31. Dezember 2019. Alle Infos unter www.bonn-macht-karriere.de.

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  • Kristina Buchmiller/Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca / Bundesstadt Bonn

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