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Bundesstadt Bonn

Mähboot entfernt Algen im Rheinauensee

Ein Mähboot wird ab Montag, 17. Juni 2019, den Rheinauensee von Algen befreien. Die Pflanzen haben sich seit dem Frühjahr wieder stark vermehrt. Die beauftragte Fachfirma wird etwa zwei bis drei Tage auf dem See im Einsatz sein.

Bei Mähbooten handelt es sich um Amphibienfahrzeuge, die von Menschen gesteuert werden. Sie nehmen Algen und Unterwasserpflanzen auf und transportieren sie an das Ufer. Der Mähboot-Einsatz wird allerdings nur kurzzeitig helfen, da die Algen bei warmen Temperaturen sehr schnell nachwachsen. 

Das massive Algenwachstum im Rheinauensee ist ein Problem, welches in vielen niedrigen, stehenden Gewässern vorkommt. Die Ursache sind organische Ablagerungen am Grund des Sees, bestehend aus Laub, Tierkot und Essensresten, die beim Füttern der Tiere zurückbleiben. Dadurch entsteht ein Überschuss an Nährstoffen, die – begünstigt durch Licht und Wärme – das Algenwachstum stark fördern. Gibt es zu wenig Sauerstoff im Sediment, können Bakterien zudem Giftstoffe produzieren. An den Folgen können Wasservögel und Fische innerhalb kurzer Zeit verenden, wie im vergangenen Jahr in der Rheinaue. 

Um eine langfristig wirksame Lösung für den Rheinauensee zu finden, müssen deshalb die komplexen Ursachen grundlegend untersucht werden. Die Stadt hat hierfür das Fachbüro Lanaplan aus Nettetal beauftragt. Noch bis September messen die Experten verschiedene Parameter im See, darunter etwa die Wassertemperatur sowie den Sauerstoff- und Phosphorgehalt. Auf Grundlage der erhobenen Daten wird im Anschluss ein Sanierungskonzept erarbeitet.

Die Stadt weist darauf hin, dass die Tiere in der Rheinaue sowie überall im Stadtgebiet nicht gefüttert werden dürfen. Das stadtweite Verbot wurde im Februar durch den Stadtrat beschlossen und ist Anfang März in Kraft getreten. Am Rheinauensee machen nun auch Schilder auf das Verbot aufmerksam und informieren über die negativen Folgen der Fütterung.

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