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Bundesstadt Bonn

Gespräche in Bonn sollen Klimaschutzprozess vorantreiben

Zur 50. Tagung der Nebenorgane der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) werden auch 2019 wieder rund 3.000 Delegierte in Bonn erwartet. Bei der Konferenz, die von Montag, 17., bis Freitag, 28. Juni 2019, im World Conference Center Bonn stattfindet, geht es vor allem darum, weitere Fortschritte bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu erzielen.

Es sei nötig, den Klimaschutzprozess insgesamt deutlich zu beschleunigen, fordert UNFCCC-Exekutivsekretärin Patricia Espinosa. „Das Pariser Abkommen und der jüngste Sonderbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses der Vereinten Nationen für den Klimawandel bekräftigen die dringende Notwendigkeit, den globalen durchschnittlichen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Aber wir sind nicht soweit – sondern weit davon entfernt.“ Die Regierungen sollten deshalb die Klimagespräche in Bonn dazu nutzen, „in einem äußerst wichtigen Jahr Fortschritte zu erzielen", so Espinosa.

Besondere Rolle für Städte und Regionen

Bei der Umsetzung des Abkommens fällt den Städten und Regionen in aller Welt eine besondere Rolle zu. Das Städtenetzwerk für Nachhaltigkeit ICLEI, dessen Präsident der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan seit 2018 ist, wird deshalb in diesem Jahr nicht nur seine Konferenz „Resilient Cities“ zum zehnten Mal in Bonn veranstalten, sondern gab auch den Anstoß für einen nächsten Schritt in der Zusammenarbeit für den Klimaschutz. Erstmalig laden die Präsidentschaften der Klimakonferenzen von Kattowitz (Polen, 2018) und Santiago de Chile (Chile, 2019) gemeinsam mit dem Klimasekretariat und ICLEI zu einer hochrangigen Debatte unter dem Titel „Gemeinsam den Wandel befördern: Gemeinschaftliche Veranstaltung zur Zusammenarbeit der Ebenen im Klimaschutz mit besonderen Schwerpunkten E-Mobilität und Klimaanpassung“ ein.

OB Sridharan und seine Kollegen aus Präsidium und Vorstand von ICLEI werden dabei im Rahmen der Bonner Klimagespräche vor den Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention sprechen. Dabei sind Spitzenvertreter der lokalen und regionalen Ebene aus allen Kontinenten, von der Millionenstadt bis zur Gemeinde eines kleinen und vom Klimawandel bedrohten Inselstaats vertreten. Die Veranstaltung ist gleichzeitig auch Auftakt einer neuen Allianz für gemeinschaftliches Handeln über alle Ebenen, die in Bonn aus der Taufe gehoben werden soll.

OB Sridharan: „ Als Städte stehen wir in ganz besonderer Verantwortung für die Zukunft unserer Bürgerinnen und Bürger. Uns läuft die Zeit davon. Das sagen nicht nur die ‚Fridays for Future‘, sondern auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Weltklimarats IPCC. Die derzeitigen Klimaaktionspläne führen uns Richtung drei Grad Temperaturanstieg. Und das ist inakzeptabel. Wir setzen große Hoffnung in gemeinschaftliche, neue Konzepte von lokal bis global. Denn wenn alle mitmachen, können wir alle mitnehmen, wie es in der Agenda 2030 heißt.“

Sridharan wird im September 2019 nach New York reisen, um dort beim Klimagipfel des UN-Generalsekretärs und beim High Level Political Forum für die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) die Städteebene mit zu vertreten. Er setzt große Hoffnung auf das in Bonn fester geschmiedete Bündnis zwischen allen Ebenen, um die Kluft zwischen bisherigen nationalen Aktionsplänen und den notwendigen Fortschritten zu überbrücken.

Nebenorgane der Klimarahmenkonvention

Neben der jährlich stattfindenden Vertragsstaatenkonferenz gibt es zwei Nebenorgane der Klimarahmenkonvention - ein Gremium für wissenschaftliche und technische Fragen (Subsidiary Body for Scientific and Technical Advice, SBSTA) sowie ein Gremium für Fragen der Umsetzung (Subsidiary Body for Implementation, SBI). Während die Vertragsstaatenkonferenz regelmäßig einmal im Jahr tagt, finden die Nebenorgansitzungen zweimal im Jahr statt. Die Delegierten diskutieren dabei über die Umsetzung der Klimarahmenkonvention.

Weitere Informationen zur Konferenz gibt es auf der Homepage der Klimarahmenkonferenz unter http://unfccc.int.

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Bildnachweise

  • Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Sascha Engst/Bundesstadt Bonn
  • Venture Three
  • Foto: Sascha Engst/Bundesstadt Bonn
  • Fotograf: Volker Lannert/Universität Bonn
  • www.pexels.com

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