Inhalt anspringen

Bundesstadt Bonn

Schulfrühstück an zwölf Bonner Schulen

Rat beschließt Modellversuch für die kommenden beiden Schuljahre.

An zwölf Bonner Schulen wird für die kommenden zwei Schuljahre ein Schulfrühstück eingeführt. Das beschloss der Rat in seiner Sitzung am 4. Juli 2019. An dem freiwilligen Modellprojekt nehmen neun Grundschulen und drei Förderschulen teil: Carl-Schurz Schule, Gotenschule, Gottfried-Kinkel-Schule, Kettelerschule, Lyngsbergschule, Marktschule, Grundschule Om Berg, Robert-Koch-Schule sowie Rheinschule und Siebengebirgsschule. Die Astrid-Lindgren-Schule und die Laurentiusschule haben sich nachträglich gemeldet und werden ebenfalls an dem Modellversuch teilnehmen.

Die Stadt Bonn hatte vorab abgefragt, welche Schulen Interesse an dem Projekt haben, und mit diesen eine Arbeitsgruppe zur Gestaltung von Rahmenbedingungen für die modellhafte Einführung gegründet. Alle Schulen hatten bis Ende Februar 2019 die Möglichkeit, ein kurzes und mit der Schulgemeinde abgestimmtes Konzept einzureichen.

Das Frühstück bieten die Schulen freiwillig und kostenlos für ihre Schülerinnen und Schüler an. Das Konzept, wie dies umgesetzt wird, ist an den Schulen individuell und so gestaltet, dass es sich am besten in die Rahmenbedingungen einfügt. Insgesamt sollen an allen zwölf Schulen rund 1.600 Kinder mit einem Frühstück versorgt werden.

Die Einführung eines Schulfrühstücks ist ein freiwilliges Angebot der Kommune zur Verbesserung der Teilhabechancen und zur Bekämpfung der Kinderarmut. Allen Kindern- und Jugendlichen soll so die konzentrierte Teilnahme am Schulunterricht ermöglicht werden, auch wenn sie kein Frühstück in der Familie zu sich genommen oder ein Pausenbrot vergessen haben.

An sechs Schulen wird das Projekt in Kooperation oder zumindest mit personeller Unterstützung des OGS-Trägers vorbereitet. Drei weitere Schulen wollen das Frühstück als gemeinsames Angebot von Schule, Träger und Ehrenamtlichen beziehungsweise Förderverein umsetzen. An zwei Standorten übernimmt dies ausschließlich die Schule. Bei den beiden Förderschulen Rheinschule sowie Siebengebirgsschule sind die bereits bestehenden Schülerfirmen maßgeblich an der Umsetzung des Schulfrühstücks beteiligt.

Teilweise werden die Caterer, die bereits für die OGS-Mittagsverpflegung sorgen, die Lebensmittel liefern, manche Schulen werden direkt von einem Bioladen, einem Supermarkt, einer Bäckerei oder einem Obstlieferanten beziehen. Die meisten Schulen werden ein komplettes Frühstück bereit stellen, drei Schulen werden sich hauptsächlich darauf beschränken, das mitgebrachte Frühstück der Schülerinnen und Schüler um Obst und Rohkost zu ergänzen. Mindestens drei Standorte haben angegeben, zumindest anteilig auf Bio-Produkte zurückgreifen zu wollen.

Voraussichtlich liegen die Ausgaben für alle Schulen für die beiden Schuljahre bei cira 500.000 Euro. Diese übernimmt die Stadt Bonn. Der Modellversuch Schulfrühstück wird von der Verwaltung begleitet und auch evaluiert.

Merken & teilen

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • www.pixabay.com
  • HighwayStarz/adobestock.com

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr erfahren ...