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Bundesstadt Bonn

Rat beschließt stadtweite Umsetzung des OGSplus-Programms

Das OGS-Budget für den OGS-Regelplatz wird ab dem Schuljahr 2019/2020 von derzeit 2.663 Euro auf 2.849 Euro pro Kind und Platz erhöht und danach ab dem Schuljahr 2020/2021 jährlich um zwei Prozent angehoben. Das hat der Rat der Stadt Bonn am Donnerstag, 4. Juli 2019, beschlossen. Außerdem wir das OGSplus-Programm stadtweit umgesetzt.

Aufgrund der Tarifabschlüsse sind auch bei den Trägern des Offenen Ganztags die Personalkosten gestiegen. Daher wird das OGS-Budget für den OGS-Regelplatz an die Entwicklung der Lohnkosten angepasst.

Besonderer Förderbedarf an OGSplus-Standorten

Bereits bei der Einführung der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Bonn wurde deutlich, dass es Kinder gibt, für die das Angebot eines OGS-Regelplatzes nicht ausreicht. Daher hat der Rat der Stadt Bonn 2005 ein Konzept zur Integration von Kindern mit besonderen Förderbedarfen im Rahmen der Offenen Ganztagsschule in der Bundesstadt Bonn beschlossen: das OGSplus-Programm.

Diese zusätzliche finanzielle Förderung bietet die Möglichkeit, an Schulen, an denen dies aus den unterschiedlichsten Gründen notwendig ist, Kinder gezielt sprachlich, schulisch und im Sozialverhalten zu fördern. Für diese Kinder wurden zusätzliche Angebote geschaffen, um ihnen Sicherheit und bessere Chancen zu positiver Entwicklung zu bieten.

Allerdings können die für OGS-Plus zur Verfügung stehenden Mittel bereits seit 2008 nicht mehr die tatsächlichen Bedarfe abbilden, da auf der einen Seite OGS in den letzten Jahren quantitativ massiv ausgebaut wurde, die Mittel jedoch nicht beziehungsweise erst seit 2018 um 1,5 Prozent gestiegen sind.

Um die Offenen Ganztagsschulen in Bonn zukunftssicher zu gestalten und den Zugang für alle Kinder sicherzustellen, hat der Rat beschlossen, ein an die aktuellen Bedarfe angepasstes OGSplus-Konzept im gesamten Stadtgebiet umzusetzen.

„Ich freue mich sehr, dass die Stadt Bonn sich hier mit freiwilligen Leistungen besonders engagiert und die Landesmittel deutlich ergänzt. Dadurch können wir vorbildliche Qualität für die Kinder bieten, die es am Dringendsten brauchen und Kinderarmut entgegenwirken“, so Familiendezernentin Carolin Krause.

Künftig gibt es im OGSplus-Konzept zwei Förderkategorien, die unterschiedlichen Bedarfen entsprechen. Die Förderung erfolgt für den gesamten OGSplus-Standort. Ein „gelber“ OGSplus-Standort wird für den zusätzlichen Förderbedarf mit mehr Mitteln als zuvor für Personal, Spiele und Materialien sowie weitere Projekte ausgestattet. Kinder an einem „blauen“ OGSplus-Standort sollen im Vergleich zur „gelben“ OGSplus noch intensiver betreut und gefördert werden können. Die über das Budget für den OGS-Regelplatz hinausgehenden Fördersätze werden für das Schuljahr 2019/2020 pro Kind auf 1.030 Euro (OGS „gelb“) bzw. auf 1.610 Euro (OGSplus „blau“) festgelegt.

Die Ermittlung der Offenen Ganztagsschulen mit erhöhtem Förderbedarf erfolgt anhand eines neuen Verteilerschlüssels. Berücksichtigt sind derzeit Kriterien, die Aufschluss über die sozioökonomische Situation und Heterogenität der Schülerinnen und Schüler geben.

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