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Bundesstadt Bonn

„Mayors for Peace“: Flagge mahnt zur atomaren Abrüstung

Rund 300 Städte des weltweiten Netzwerkes „Mayors for Peace“ setzen am Montag, 8. Juli 2019, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen. Dabei wird auch am Alten Rathaus in Bonn die Flagge des Netzwerks gehisst.

Am 8. Juli wird am Alten Rathaus wieder die Flagge des Netzwerks "Mayors for Peace" gehisst.

OB Ashok Sridharan: „Als Oberbürgermeister der deutschen UNO-Stadt Bonn und Mitglied der ‚Mayors for Peace‘ setze ich mich gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt für nukleare Abrüstung ein. Um dieses Anliegen voranzubringen, brauchen wir die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Ich bin sehr froh darüber, dass wir in Bonn eine aktive und engagierte Zivilgesellschaft haben. Mit dem Hissen der Flagge vor dem Bonner Rathaus und mit den Bonner Friedenstagen im September setzen wir auch in diesem Jahr wieder ein weithin sichtbares Zeichen für Gewaltfreiheit und Völkerverständigung."

Mit der Aktion will die Initiative „Mayors for Peace – Bürgermeister für den Frieden“ an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag (das Hauptrechtssprechungsorgan der Vereinten Nationen) erinnern, das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Der IGH stellte darin fest, dass „eine völkerrechtliche Verpflichtung (besteht), in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen."

Laut „Mayors for Peace“ zeigen Recherchen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri, dass die Regierungen der Atommächte ihre nuklearen Waffenarsenale modernisieren und Atomwaffen in den nationalen Sicherheitsstrategien wieder eine größere Rolle spielen. Auch die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA, die stockenden Abrüstungsverhandlungen mit Nord-Korea sowie das offenbar bevorstehende Aus für den INF-Vertrag – auch Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme genannt – betrachtet das Netzwerk mit wachsender Sorge.

Atomwaffen stellen eine immense Bedrohung für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt dar. Städte wären im Falle eines atomaren Angriffs durch ihre Wirtschaftskraft, Infrastruktur und Zahl der Menschen, die dort wohnen, herausgehobene Ziele. Das Bündnis der „Mayors for Peace“ setzt sich für das Recht der Bevölkerung auf ein Leben frei von dieser Bedrohung ein. Die Stadt Bonn gehört dem Netzwerk seit 2009 an.

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