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VHS-Bildungsempfang: OB Sridharan und GMD Kaftan werben für Miteinander der Musikkulturen

BN - Oberbürgermeister Ashok Sridharan hat beim 15. Bildungsempfang der VHS Bonn am Mittwoch, 9. Januar, rund 150 engagierte Menschen von Bonner Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen im Alten Rathaus empfangen. Generalmusikdirektor Dirk Kaftan hielt das traditionelle Impulsreferat, das er unter das Motto "beethoven.jetzt" stellte.

Oberbürgermeister Sridharan lobte die kreative Verbindung unterschiedlicher Musikstile, die der GMD seit seinem Antritt in Bonn umgesetzt hat, wie zuletzt die ausverkauften Konzerte des Beethoven-Orchesters Bonn mit der Kölsch-Band Brings und dem grenzüberschreitenden Konzert mit türkischem Pop und Mozart im Telekom-Forum. "Solche musikalischen Dialoge tun unserer Stadt gut: Gerade auch mit Blick auf 2020. Ich bin sicher, dass das Jubiläumsjahr Crossover-Aktivitäten bereithält, die dazu beitragen, dass Menschen, die unterschiedliche Musikstile lieben, aufeinander zugehen", sagte der OB. Er erinnerte zudem an Tradition und Sinn des VHS-Bildungsempfangs: Sich zu vernetzen und neue Projekte und Kooperationen entstehen zu lassen.

Dirk Kaftan hinterfragte in seinem Vortrag den leidgeprüften Begriff der „Hochkultur“ und rief zu einem neuen Miteinander unter dem Begriff „Tiefen-Kultur“ als inneres Erkenntnisspektrum ohne Grenzen für möglichst viele Menschen auf. Dabei ging er auf die alltägliche Arbeit seines Orchesters ein: Im Abstand von wenigen Tagen werde vom selben Ensemble Lohengrin, Musical, Jugend-Konzert, Gedenken für den Waffenstillstand, Workshops für Kinder und Avantgarde in den öffentlichen Raum gestellt. "Es geht um dieses Nebeneinander samt dem Recht zum Reflektieren, Wachrütteln und Berühren und ja, auch mit dem Recht zur ausgelassenen Party! Darum ist es richtig und notwendig, die Bedürfnisse tiefer Kultur in einem gesellschaftlichen Konsens in allen Menschen zu wecken! Weil diese Bedürfnisse in jedem schlummern."

Mit Blick auf das Jubiläumsjahr umriss der GMD die Persönlichkeit des Komponisten und wie sie das Programm zu dessen 250. Geburtstag prägen werde: "Beethoven lässt sich nicht auf wenige Slogans reduzieren. Gerade das Widerspenstige und ja, der gewisse Mut sich auf seine Musik und die seiner Nachfahren einzustellen, ist der Schlüssel zum Öffnen von Ohr, Geist und Herz und eine echte Chance, wenn wir gemeinsam diesen Spirit leben. Dann verbinden sich Bonn als Unistadt, Bonn als UN Stadt, Bonn als Wirtschaftsstandort zur Beethovenstadt, die nicht vor einem Denkmal kniet, sondern kreativ in die Zukunft schaut."

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Bildnachweise

  • Felix von Hagen
  • Marc Dierkmann
  • www.pexels.com
  • Thilo Beu/Theater Bonn

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