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Bundesstadt Bonn

Modifiziertes Strukturkonzept für das Viktoriakarree

BN - Das Viktoriakarree in der Innenstadt soll ein lebendiges Quartier mit Einzelhandel, Büros und Wohnungen werden. Gemäß dem Konzept, das die Empfehlungskommission im Rahmen der Bürgerwerkstatt vorgelegt hatte, soll das Areal gegenüber dem Universitäts-Hauptgebäude durch eine - autofreie - Viktoriagasse geteilt werden. Dadurch soll im Innenbereich Platz für Neubauten entstehen, während das frühere Viktoriabad eine neue Nutzung erhalten und der Standort des Stadtmuseums aufgegeben werden soll.

Unter dem Titel „Viktoriakarre: Ergebnisse der Eigentümergespräche und weiteres Vorgehen“ bringt die Stadtverwaltung in die Bezirksvertretung Bonn (12. März), den Planungsausschuss (20. März), den Kulturausschuss (3. April) sowie den Wirtschaftsausschuss (2. Mai) und abschließend den Stadtrat (14. Mai) eine entsprechende Beschlussvorlage mit einem modifizierten Strukturkonzept ein. "Unser Ziel ist es, dass die Stagnation im Viktoriakarree ein Ende findet", sagt Stadtbaurat Helmut Wiesner.

Nach der Bürgerwerkstatt zwischen Dezember 2016 und September 2017 hatte der Rat im Dezember 2017 die Stadtverwaltung beauftragt, das von der Empfehlungskommission mit Modifikationsvorschlag favorisierte Konzept mit allen 20 Eigentümerinnen und Eigentümern bzw. Eigentümergemeinschaften zu erörtern und die Umsetzbarkeit zu prüfen.  Daher fand eine Informationsveranstaltung im Mai 2018 statt, zwischen Juni und August 2018 folgten 13 Einzelgespräche.

Die Eigentümerinnen und Eigentümer machten deutlich, dass ihnen die Bestandssicherung sowohl der Gebäude als auch der Nutzungen wichtig ist. Eingriffe in die Baustrukturen und in die Nutzungen werden mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Planung wird teilweise mit Modifikationen als Gewinn für das Viertel gesehen.

Das geänderte, aktualisierte Konzept - da die Stadt größte Eigentümerin im Viktoriakarree ist, bestehen genügend Handlungsoptionen - sieht zum Belderberg eine öffentliche oder kulturelle Nutzung vor. Das ehemalige Viktoriabad soll künftig umgenutzt werden. Denkbar sind dort spezifische Angebote für Studierende, z.B. Kultur/Gastronomie/Lounge. Der Umfang der Investitionen in den Erhalt des ehemaligen Schwimmbades wird von der künftigen Nutzung abhängen; das denkmalgeschützte Kunstharzfenster soll nach Möglichkeit erhalten bleiben.

Durch die Schaffung der Viktoriagasse zwischen Rathausgasse und Franziskanerstraße können beiderseits dieser Gasse in Neubauten Einzelhandel, Büros (untere Geschosse) und Wohnungen (obere Geschosse) geschaffen werden. Im westlichen Teil im Bereich der Stockenstraße werden keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden müssen. Das Quartier soll auch eine Tiefgarage erhalten, Zufahrt und Anordnung müssen aber noch geprüft werden.

Für das Viktoriakarree gibt es einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Das nun vorliegende Strukturkonzept soll beschlossen und in das Bebauungsplanverfahren Eingang finden. Auf dieser Grundlage soll dann die Öffentlichkeit erneut beteiligt werden.

 

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  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
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  • Sascha Engst/Bundesstadt Bonn
  • Foto: SGB/Bundesstadt Bonn

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