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Bundesstadt Bonn

Testphase zu City-Ring und Kaiserstraße

Vom 1. September 2019 bis zum 31. März 2020 läuft die Testphase zum erweiterten City-Ring und der Kaiserstraße. Bei einer Bürgerinformation am Mittwoch, 28. August 2019, um 18 Uhr im Ratssaal des Stadthauses, die Oberbürgermeister Ashok Sridharan eröffnen wird, werden die Verkehrsführung für den City-Ring und die neue Radverkehrsführung in der Kaiserstraße vorgestellt und Verständnisfragen der Bürgerinnen und Bürger erläutert.

Um den Radverkehr in der Kaiserstraße zu verbessern, legte die Stadtverwaltung im Juni 2019 der Politik vier verschiedene Varianten für den Radverkehr in der Kaiserstraße vor. Variante 1 sah einen Schutzstreifen nach Norden bei einem Entfall der Parkplätze und der Beibehaltung des Radwegs nach Süden vor. Die zweite Möglichkeit beinhaltete eine Einbahnstraße nach Süden, die Einrichtung einer Umweltspur nach Norden bei Entfall der Parkplätze und Beibehaltung des Radwegs nach Süden. Alternative 3 war eine Einbahnstraße nach Süden mit Verbreiterung des Zweirichtungsradwegs auf 3,50 Meter, den Wegfall der Fahrspur nach Norden und eine geänderte Führung des Busverkehrs. Bei der vierten Variante wäre eine Fahrradstraße eingerichtet worden. In dieser wären Pkw- und Busse als „Gäste“ in beide Richtungen zugelassen worden. Der bisherige Radweg hätte für Fahrrad- und Autostellplätze zur Verfügung gestanden.

Von Norden aus kommend muss der Verkehr rechts in die Nassestraße abbiegen und darf nicht auf der Kaiserstraße weiterfahren.

Rat verabschiedet OB-Vorschlag mit Änderung

„Die Stadtverwaltung hat im Juni der Politik die Variante 1 zur Umsetzung vorgeschlagen, um den Rad- sowie den Busverkehr in der Kaiserstraße zu verbessern“, so Oberbürgermeister Ashok Sridharan. Der Planungsausschuss empfahl allerdings die Variante 2. „Im Hauptausschuss im Juli 2019 habe ich den Vorschlag unterbreitet, unter Herausnahme des Pkw-Verkehrs eine Umweltspur nach Süden einzurichten und den Radverkehr nach Norden auf dem baulichen Radweg entlang der Bahn und – wie bereits heute – auf der Fahrbahn abzuwickeln“, erinnert der OB. Am Ende beschloss der Rat im Juli 2019 den Vorschlag des Oberbürgermeisters, aber mit der Änderung, dass an der Nassestraße das Geradeausfahren für den Pkw-Verkehr untersagt und ein Rechtsabbiegegebot eingerichtet wird.

Also wird nun in dem siebenmonatigen Test auf der Kaiserstraße der Radverkehr in Richtung Süden (Bundeskanzlerplatz) für sieben Monate gemeinsam mit Bussen auf einer Umweltspur geführt, für alle anderen Fahrzeuge wird die Straße in Richtung Süden nicht mehr befahrbar sein. In Richtung Norden (Innenstadt) kann der Radverkehr auf dem Weg entlang der Bahn fahren, allen Kraftfahrzeugen (bis auf Busse) wird die Weiterfahrt Richtung Norden an der Einmündung Nassestraße untersagt.  Auf der Kaiserstraße wird Tempo 30 angeordnet, etwa 60 Parkmöglichkeiten entfallen.

Erweiterter Cityring soll Innenstadt entlasten

Mit dem erweiterten City-Ring soll der Autoverkehr auf Rathausgasse, Stockenstraße, Am Hof und Wesselstraße verringert werden, um die Innenstadt zu entlasten und die städtebauliche Anbindung des Hauptgebäudes der Universität an die Fußgängerzone zu verbessern. In der Testphase wird der Verkehr aus Richtung Süden nicht mehr über die Rathausgasse, sondern über die Straßen Am Hofgarten, Fritz-Tillmann-Straße und Kaiserstraße geführt. Die Einbahnstraße Franziskanerstraße wird umgekehrt. Die Stockenstraße bleibt zunächst vom 1. September bis 31. Dezember 2019 geöffnet. Vom 1. Januar bis zum 31. März 2020 wird die Durchfahrt von der Stockenstraße auf die Straße Am Hof für motorisierte Verkehre gesperrt. Demgegenüber hatte die Verwaltung einen Testzeitraum bis maximal 31. Dezember 2019 vorgeschlagen.

Die Grafik zeigt die Verkehrsführung über den erweiterten City-Ring.

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