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Bundesstadt Bonn

Kindergarten Weidenweg: Umliegende Kitas nehmen Kinder auf

Unter anderem aufgrund eines Wasserschadens, der bei Bauarbeiten in den Sommerferien entstanden ist, konnte der Kindergarten am Weidenweg in Ramersdorf nicht wie geplant wieder am Mittwoch, 28. August 2019, öffnen. Dennoch werden die 89 Kinder betreut – in anderen Einrichtungen.

Nachdem die Stadt die Eltern bereits am 23. und 26. August 2019 per Brief über die Situation informiert hatte, hatte sie am Dienstagabend, 27. August 2019, alle Eltern der Kita zu einem Informationsabend ins Rathaus Beuel eingeladen. In ruhiger, sachlicher und konstruktiver Atmosphäre erläuterten Konrad Breuer, stellvertretender Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, Abteilungsleiterin Sabine Lukas sowie Geschäftsbereichsleiter  Christoph Kippels und Teamleiter Bauunterhaltung Jürgen Effenberger vom Städtischen Gebäudemanagement das Ausmaß der Schäden und die Betreuung der Kinder zum Start ins neue Kindergartenjahr.

In der dreiwöchigen Schließzeit des Kindergartens während der Ferien sollten Brandschutzmaßnahmen und in deren Rahmen Schadstoffsanierungen durchgeführt werden. Aufgrund eines Wasserschadens, der durch unsachgemäßes Arbeiten einer beauftragten Firma entstanden ist und weiterer dadurch entstandener Schäden kann die Kita Weidenweg nicht planmäßig zum Beginn des Kindergartenjahres genutzt werden. Außerdem wurden nicht alle geplanten Bereiche saniert und von schadstoffhaltigem Putz befreit. Nach mehreren Ortsterminen steht fest, dass die Einrichtung erst wieder in Betrieb genommen werden kann, wenn alle Gruppenräume wieder hergestellt sind und nach einer Reinigung alle Räume freigemessen wurden. Dies kann nach derzeitigem Erkenntnisstand acht bis zehn Wochen dauern.

Kinder werden in umliegenden Kitas gruppenweise betreut

Der Stadt Bonn ist klar, dass Eltern diese lange Zeit nicht überbrücken können. Leider steht der Stadt kurzfristig kein Gebäude zur Verfügung, in dem alle Kinder gemeinsam betreut werden können. Darum werden 30 Kinder der Einrichtung Weidenweg ab dem heutigen Mittwoch, 28. August 2019, auf vier städtische Kitas aufgeteilt. Die Kindertagesstätten An der Umkehr, Am Stadion, Basaltstraße und Rilkestraße nehmen  je eine Gruppe mit ihren Erzieherinnen bei sich auf. Die Kinder finden also gruppenweise ein vorübergehendes „Kita-Zuhause“, so dass sie sich untereinander gut kennen und ihre gewohnten Spielgefährtinnen und –gefährten um sich haben.

Eine weitere Gruppe kann für eine Woche vorübergehend im Spielhaus auf der Waldau betreut werden, das allen städtischen Kitas im Wechsel zur Verfügung steht. Für die Fahrt dorthin wird es einen Shuttlebus geben, der ab der Kita Weidenweg abfährt. Im Anschluss nimmt die Kita Limpericher Straße die Gruppe auf.

Geschwisterkinder werden gemeinsam in einer Einrichtung betreut, um den Eltern unnötige Fahrwege zu ersparen. Die Betreuungszeiten der Kinder bleiben wie in der Kita Weidenweg. Die Kinder erhalten in den anderen Kitas ein warmes Mittagessen, sodass für die Kinder möglichst viel Kontinuität geschaffen wird. Die Stadt Bonn hofft, dass so auch für die ganz kleinen und neuen Kinder eine gute Lösung geschaffen wurde.

Die Stadt Bonn bedauert die Geschehnisse in der Kita Weidenweg sehr.  „Gerne hätten wir den Eltern, den Kindern und uns diese Situation erspart. Dennoch hoffen wir, dass wir diese Herausforderung im Sinne der Kinder gemeinsam so gut wie eben möglich meistern werden“, warben Breuer und Lukas um Verständnis. Der besondere Dank gilt den Kitas, die spontan bereit waren, Kinder bei sich aufzunehmen. Familiendezernentin Carolin Krause hat die Einrichtungen heute gemeinsam mit Abteilungsleiterin Sabine Lukas besucht und sich persönlich bedankt. Zudem werden die Familien der „Gast-Kitas“ über den vorübergehenden Zuwachs in ihren jeweiligen Einrichtungen mit einem Eltern-Brief informiert.

Dem Wunsch der Eltern, deren Kinder die Kita Weidenweg besuchen, nach einer fortlaufenden Information über den Fortgang der Arbeiten in dem Gebäude wird die Stadt Bonn Rechnung tragen.

Wie kam es zu den Schäden?

Bevor mit dem Ausbau von schadstoffbelasteten Materialien begonnen wird, ist ein sogenannter „Schwarzbereich“ einzurichten. Das heißt, sämtliche Bereiche, in denen Schadstoffe auszubauen sind, müssen luftdicht von den anderen Bereichen abgetrennt werden. Der Schwarzbereich ist nur über eine Schleuse zu erreichen und wird für die Dauer der Arbeiten nur von der ausführenden Fachfirma in entsprechender Schutzausrüstung betreten.

Voraussetzung für das Entfernen des Wandputzes war in einem Raum der Abbau der Küchenmöbel. Dabei wurde entweder ein Eckventil des Wasseranschlusses nicht richtig abgestellt oder beschädigt, so dass hier Wasser ausgetreten ist. Von der Firma gab es keinerlei Information dazu, dass Wasser austritt.

Erst nach Abschluss der Arbeiten und erfolgter Reinigung wurde der Bereich von der Bauleitung betreten und der Wasserschaden aufgrund der Durchfeuchtung des Wandputzes festgestellt. Infolge der Terminverzögerungen durch die ausführende Firma war das Wasser zu dem Zeitpunkt bereits acht bis neun Tage in die Fußbodenkonstruktion gelaufen und hat daher nachhaltig Schaden verursacht.

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Bildnachweise

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  • www.pexels.com
  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn

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