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Smartes Bonn - Onlinestrategien für Unternehmen

OB Ashok Sridharan begrüßt die Gäste des Kick-off Smartes Bonn

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn startet gemeinsam mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards eine kostenfreie Veranstaltungsreihe für kleine und mittlere Unternehmen mit dem Ziel, den digitalen Wandel effizient, sicher und nachhaltig gestalten zu können. OB Sridharan begrüßte die Unternehmerinnen und Unternehmer.

Die Digitalisierung ist für alle Branchen relevant. Auch der Handel kann sich hier nicht ausnehmen. Um kleinen und mittleren Unternehmen einen besseren Zugang zum Thema zu bieten, lud die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn am heutigen Dienstag, 9. April 2019, gemeinsam mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards in den Co-Working Space „The 9th“ in die Stockenstraße ein. Der Abend war die Auftaktveranstaltung zur kostenfreien Workshop-Reihe „Smartes Bonn – Onlinestrategien für kleine und mittlere Unternehmen“. Die mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten, dass das Interesse bei den Unternehmen nach Know-how für digitale Lösungen groß ist.

OB Sridharan: "Digitalisierung wird Lebensumfeld der Menschen nachhaltig verändern"

In seiner Begrüßung erklärte Oberbürgermeister Ashok Sridharan, dem das Thema „Digitaler Wandel“ ein großes Anliegen ist, dass die Digitalisierung die Menschen, die Stadt und das tägliche Handeln weiter beeinflussen und das Lebensumfeld der Menschen nachhaltig verändern werde. „Der Begriff ‚Handel ist Wandel‘ ist zwar schon alt, aber er gilt auch heute und in Zukunft immer noch“, so der OB. Seien in den 1960er die großen Wettbewerber für den Innenstadthandel die Einkaufszentren auf der „Grünen Wiese“ gewesen, sei heute der immer weiter wachsende Online-Handel der große Gewinner. „Also wandelt sich der Handel auch heute noch, und der stationäre Handel vor Ort muss darauf reagieren“, erläuterte der OB. Prognosen gehen davon aus, dass die Oberzentren – wie die Bonner Innenstadt – den Wandel im Handel großenteils werden mitmachen können.

Den thematischen Input lieferte Prof. Dr. Gerrit Heinemann. Der deutsche  Wirtschaftswissenschaftler beschäftigt sich mit E-Commerce, Online-Handel, Multi-Channel-Handel und der Zukunft des Handels. Er ist seit 2005 Professor für Betriebswirtschaftslehre, Management und Handel an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach, wo er das eWeb Rersearch Center gründete und leitet. „Die Digitalisierung stellt derzeit jede Branche auf den Kopf. Vorreiter ist hier zweifelsohne der Handel, der bereits unmittelbar von der kundengetriebenen digitalen Revolution betroffen ist“, so Professor Dr. Heinemann in seinem Vortrag. „Nach vorsichtigen Schätzungen beträgt der Online-Anteil warengruppenübergreifend rund zehn Prozent am gesamten Einzelhandelsumsatz, bei Non-Food schon 20 Prozent, und wird sich über die nächsten zehn Jahre mindestens noch einmal verdoppeln."

Workshop-Reihe mit sechs Veranstaltungen bis Herbst

Gemeinsam mit Professor Dr. Heinemann diskutierten OB Sridharan, Dr. Markus Preißner, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Handelsforschung, sowie Bettina Bartz, Geschäftsstellenleiterin des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums eStandards, die Thesen. Am Ende der Veranstaltung lud die Bonner Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe die Unternehmen ein, an den insgesamt acht Veranstaltungen im Laufe des Jahres teilzunehmen. Von Mai bis September wird die Wirtschaftsförderung eine Workshop-Reihe mit sechs Veranstaltungen anbieten. Teilnehmen können jeweils 15 Unternehmerinnen und Unternehmern. Konkret wird in der Workshop-Reihe der stationäre Handel angesprochen, dem durch niederschwellige Ansätze Wege aufgezeigt werden sollen, ob und wie das eigene Geschäftsmodell digitalisiert werden kann. Im Sommer folgt eine Veranstaltung zu Fördermitteln und im Herbst zieht die Wirtschaftsförderung in einer Abschlussveranstaltung ein Resumée.

Parallel zu diesen Veranstaltungen wird es im Rahmen von Umsetzungsprojekten für bis zu drei mittelständische Unternehmen die Möglichkeit geben, ein Konzept zum Thema Warenwirtschaftssysteme zu erarbeiten. Zwei Unternehmen aus der Bonner Innenstadt und aus Beuel haben hierzu bereits Interesse angekündigt.

Im Rahmen seiner Innovationsförderung hat das Amt für Wirtschaftsförderung eine Kooperation mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards, vertreten durch den Konsortialpartner Fraunhofer FIT in Sankt Augustin, geschlossen.

Für Fragen stehen im Amt für Wirtschaftsförderung Thomas Poggenpohl (thomas.poggenpohlbonnde) und Arnulf Marquardt-Kuron (arnulf.marquardt-kuronbonnde) zur Verfügung. Seitens des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums eStandards Hannah Sophia Kuhlmann (kuhlmannkompetenzzentrum-estandardsdigital).

Hintergrundinformation zum Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards gehört zu Mittelstand-Digital. Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk. Mittlerweile über zwanzig Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren stehen Unternehmerinnen und Unternehmern bundesweit bei der Digitalisierung ihrer Prozesse im Betrieb zur Seite.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards zeigt kostenlos und anbieterneutral, wie Unternehmen mit Hilfe von Standards nachhaltige und digitale Geschäftsideen entwickeln und in die Praxis umsetzen können. Getragen wird das Kompetenzzentrum von einem Zusammenschluss der Partner der HAGENagentur Ges. für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Tourismus mbH, des Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production gGmbH, des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT) Sankt Augustin und des Fraunhofer-Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW) unter der Konsortialführerschaft der GS1 Germany GmbH.

Weitere Informationen unter: www.kompetenzzentrum-estandards.digital

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Bildnachweise

  • Arnulf Marquardt-Kuron/Bundesstadt Bonn
  • www.pexels.com
  • Volker Lannert
  • www.pexels.com

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