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Bundesstadt Bonn

10 Jahre erfolgreiches Regionales Übergangsmanagement

BN - Bereits vor zehn Jahren, und damit lange vor der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss ", schlossen sich neun Arbeitsmarktakteure in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis zusammen, um Jugendlichen den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Am Freitag, 30. November 2018, feierten Gründer und enge Kooperationspartner ihr Jubiläum in der Aula des Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises, Rochusstraße 30, in Bonn.

„Jugendliche sollten durch gezielte und aufeinander abgestimmte Maßnahmen möglichst früh mit der Berufsorientierung beginnen, um einen für sie passenden Studien- und Ausbildungsplatz zu erhalten. Von einem erfolgreichen Start ins Berufsleben profitieren in erster Linie die Jugendlichen selbst, wobei auch der Gesellschaft und der Wirtschaftsregion daran gelegen ist“, erläutert Thomas Wagner, Schuldezernent des Rhein-Sieg-Kreises die Beweggründe.

Ein weiteres Ziel war, alle freien Ausbildungsplätze mit geeigneten Jugendlichen zu besetzen. Deshalb haben sich vor zehn Jahren die Stadt Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis und die IHK Bonn/Rhein-Sieg mit der Handwerkskammer zu Köln, der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg, der Agentur für Arbeit, den Jobcentern in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis sowie dem DGB Köln-Bonn zusammengeschlossen.

Bonns Schulamtsleiter Hubert Zelmanski und Thomas Wagner haben insbesondere die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hervorgehoben: „Die gemeinsame Verantwortung für eine erfolgreiche berufliche Zukunft unserer Jugendlichen in der Region hat uns zusammengeschweißt. Dieses kollegiale und vertrauensvolle Miteinander über all‘ die Jahre ist ein Beispiel dafür, wie es in der Region zusammen gehen kann.“

Die Expertise in der Entwicklung

Auf dieser Basis erfolgte die Gründung des Regionalen Übergangsmanagements mit einer Koordinierungsstelle bei den Regionalen Bildungsbüros Bonn und Rhein-Sieg. Im Verlauf des zehnjährigen Bestehens des Netzwerkes erweiterte sich das Aufgabenfeld. Am Anfang lag der Schwerpunkt auf der Förderung einzelner Jugendlicher mit besonderem Unterstützungsbedarf. Zugeordnet war dieses Engagement dem Landesprojekt „Ein Topf - Förderung der Ausbildungsreife“.

Später erweiterte sich das Spektrum mit der Teilnahme an der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA). Das Land finanzierte die Personalressourcen für die Kommunalen Koordinierungsstellen anteilig und beförderte mit den Studien- und Berufskoordinatorinnen und -koordinatoren den Ausbau in die Schulen hinein. Seit dem Schuljahr 2016/2017 sind alle Schulformen der staatlichen Schulen verpflichtend mit im KAoA-Boot.

Ein weiterer Meilenstein war die Schaffung des Online-Portals www.bo-brs.de. Hier finden Schülerinnen und Schüler Berufsfelderkundungsplätze in den regionalen Unternehmen. Im Lauf der Zeit konnten die Firmenkontakte für die Studien- und Berufsorientierungslehrerinnen und -lehrer von Kontakten mit Firmen profitieren, die Sekundarstufen II und die Hochschulen wurden in die Projektarbeit einbezogen und die Eltern als Zielgruppe in den Blick genommen. Auch finden sich Angebote für Neuzugewanderte wie auch für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf unter dem großen Dach des Übergangsmanagements.

Resümee der Gründungs-Akteure

Alle beteiligten Akteure freuen sich heute, dass sie gemeinsam etwas bewegt haben, das im Alleingang nicht möglich gewesen wäre. Hubert Zelmanski, Leiter des Bonner Schulamts und Mitbegründer, resümiert: „In der Region hat man die Bedeutung des Übergangsmanagements sehr früh erkannt und hat gemeinsam mit den Netzwerkpartnern verlässliche Strukturen geschaffen, auf die wir mit dem Start von KAoA hervorragend aufbauen konnten“.

Manfred Kusserow, Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit und ebenfalls Gründungsmitglied, sagt: „Ich halte die langjährig gewachsene vertrauensvolle Zusammenarbeit für einen großen Vorteil. Dazu gehört auch, dass die Arbeitsagentur als der zentrale Marktplatz für die Ausbildungssuche in der Region anerkannt ist. Dadurch können wir Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt in der Region gut erkennen und für unsere gemeinsame Arbeit auswerten.“

Auch Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung der IHK Bonn/Rhein-Sieg, schätzt die Arbeit im Netzwerk: „Nur wenn Handlungsstrategien gemeinsam entwickelt werden, lässt sich ein so komplexes und entscheidendes Thema wie die Berufsfindung junger Menschen vor Ort voranbringen. Dazu müssen Schulen und Unternehmen noch frühzeitiger zusammenarbeiten.“

Dabei verbleibt jeder der Akteure in seiner Verantwortlichkeit und seinen rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten. Anja Möller, Schulrätin für Bonn und Rhein-Sieg-Kreis, betont: „Der Stellenwert der Studien- und Berufsorientierung in den Schulen ist immens gewachsen. Die Unterstützung der Jugendlichen steht an erster Stelle, wobei wir die Eltern als wichtigste Partner noch viel besser als bisher informieren wollen.“

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Bildnachweise

  • Regionales Bildungsbüro/Bundesstadt Bonn
  • www.pexels.com

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