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Bundesstadt Bonn

Bonn als besetze Stadt nach dem Ersten Weltkrieg: Neue Schau im Stadtmuseum

BN - Nach dem Ersten Weltkrieg, vor 100 Jahren, wurde die Bundesstadt Bonn von britischen und französischen Truppen besetzt. Die neue Sonderausstellung "Bonn-sur-le-Rhin" des Stadtmuseums Bonn bietet Einblicke in diese spannungsreiche Besatzungszeit. Die Schau ist ab Mittwoch, 21. November 2018, bis zum 24. Februar 2019 zu sehen.

Die von Dr. Horst Pierre Bothien kuratierte Ausstellung erinnert an eine fast vergessene Zeit, in der Bonn sich nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in eine Soldatenstadt wandelte. Begleitend zur Sonderausstellung erscheint das Buch „Bonn-sur-le-Rhin“. Es ist an der Museumskasse erhältlich.

Am 11. November 1918 schwiegen die Waffen im Krieg, denn alliierte Truppen besetzten das Rheinland. Bonn blieb mehr als sieben Jahre lang besetzt, zunächst von britischen, ab Februar 1920 von französischen Truppen. Mitunter lebten bis zu 10.000 Soldaten in der Stadt, besonders in der französischen Zeit kamen noch Familienangehörige dazu. Auch der Alltag der Bonnerinnen und Bonner änderte sich: Soldaten streiften durch die Stadt, gingen in Gastwirtschaften, fuhren Straßenbahn, kauften ein. Überall begegnete man sich, es entstanden Bekannt- und Freundschaften. Aber es kam auch zu Konflikten.

Begleitveranstaltungen

Zum Rahmenprogramm gehören Führungen und Vorträge, die im Stadtmuseum Bonn, Franziskanerstraße 9, stattfinden.

Prof. Guido Thiemeyer von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf referiert am Donnerstag, 29. November, um 19 Uhr über Deutschland, Frankreich und Belgien. Sein Vortrag beleuchtet die Konflikte zwischen den drei Regierungen und Gesellschaften, betont aber auch zugleich die verpassten Kooperationsmöglichkeiten in der Zwischenkriegszeit. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Am Donnerstag, 13. Dezember, hält Dr. Horst Pierre Bothien einen Vortrag zu den ersten 100 Tagen der britischen Besatzung. Dabei geht es darum, wie die Bonner Bevölkerung die Besetzung erlebte und vor welchen Herausforderungen die Stadtverwaltung stand. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Im neuen Jahr stellt Annika Mühling am Donnerstag, 24. Januar 2019, den Sammlungsbestand „Besatzungszeit 1918 -1926“ des Stadtarchivs Bonn mit Erläuterungen anhand ausgewählter Dokumente vor. Eintritt: fünf Euro.

Ein buntes Programm für die Familie mit verschiedenen Kostüm- und Themenführungen zum deutsch-französischen Verhältnis findet am Sonntag, 10. Februar 2019, ab 14.30 Uhr statt. Außerdem werden Spiele veranstaltet, Lieder gesungen und ein Sprachquiz organisiert. Für Erwachsene beträgt der Eintritt sechs Euro, für Kinder vier Euro.

Die Schau kann mittwochs von 9.30 bis 14 Uhr, donnerstags bis samstags von 13 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11.30 bis 17 Uhr besucht werden. Weitere Infos gibt es unter www.bonn.de/stadtmuseum.

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Bildnachweise

  • Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Archiv: Hans-Werner Greuel

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