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Bundesstadt Bonn

Stadt will Holzständerbauten für 800 Flüchtlinge aufstellen

ib - Rund 3400 Flüchtlingen leben derzeit in Bonn in kommunalen Übergangsheimen. Pro Woche ist mit weiteren 150 Asylsuchenden zu rechnen, die Bonn voraussichtlich zugewiesen werden. Die Verwaltung schlägt deshalb nun vor, an zunächst vier Standorten temporäre Gebäude in Holzständerbauweise zu errichten.

„Wir verfolgen mit allen Mitteln das Ziel, möglichst keine weiteren Turnhallen über die bisher bereits belegten drei nutzen zu müssen“, so Martin Schumacher, der derzeit das Sozialdezernat leitet und damit auch die AG Flüchtlinge innerhalb der Verwaltung. Mit einer Dringlichkeitsentscheidung, die der Rat in seiner Februarsitzung genehmigen müsste, soll das Projekt, das mit 23 Mio Euro zu Buche schlägt und Platz für 800 Flüchtlinge schaffen würde, auf den Weg gebracht werden.

Als Standorte sind vorgesehen:

  • Ein kleiner Teil (3200 qm) des Reuterparks an der Reuterstraße – etwa 200 Plätze
  • Eine Fläche des Adelheidvereins am Herz-Jesu-Kloster nahe der Autobahn soll angepachtet werden - etwa 130 Plätze
  • Am südlichen Rheinweg/Gierenweg könnten auf einem Gelände nahe der Bahn 225 Plätze geschaffen werden
  • Ein kleines Gelände im Wohn- und Technologiepark an der Siegburger Straße nahe der IGS Beuel – 250 Plätze. Die vorübergehende Nutzung soll die Vermarktung des neuen Gewerbegebietes nicht beeinträchtigen

Für diese Bereiche stellt sich die Verwaltung Holzständerbauten vor, die je nach Bedarf um- oder abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden können. Auch lassen diese Bauten eine künftige Umnutzung, zum Beispiel für den sozialen Wohnungsbau, als Kindergarten oder Klassenräume und für studentisches Wohnen zu.

„Wir könnten uns mit dieser Bauweise von Systemanbietern für Container, die auf dem Markt ohnehin kaum zu haben sind, unabhängig machen“, so Marion Duisberg, kommissarische Betriebsleiterin des Städtischen Gebäudemanagements. Sie unterstrich einen weiteren Vorteil: „Die Holzbauten können in kurzer Zeit von lokalen Handwerksunternehmen errichtet werden.“

In Frage kommt auch ein Teil des Geländes der ehemaligen Stadtgärtnerei auf dem Dransdorfer Berg. Dort sind allerdings zunächst Untersuchungen zum Artenschutz durchzuführen, sodass das Gebiet nicht kurzfristig nutzbar ist. Die Verwaltung hält es für denkbar, dass temporäre Bauten, die für etwa 200 Menschen ausgelegt wären, Teil der Entwicklung einer langfristigen Wohnbebauung sein könnten.

Schumacher kündigte an, Anfang des Jahres Termine für Bürgerinformationen an den jeweiligen Standorten bekannt zu geben.

 

 

 

 

 

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