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Kommunal-Wahl 2020

Kommunal-Wahl. Was ist das?

Kommune ist ein anderes Wort für Stadt oder Gemeinde.
Bei einer Kommunal-Wahl gibt es Wahlen in der Stadt/Gemeinde.
Die Menschen sagen dann, wer in den Stadt-Rat kommen soll.

Man sagt auch:
Wir wählen den Stadt-Rat.

Alle Menschen ab 16 dürfen wählen.
Wenn man noch keine 16 ist,
darf man noch nicht wählen.

Eine Kommunal-Wahl ist alle 5 Jahre.
Die nächste Kommunal-Wahl
ist am 13. September 2020.

Der Stadt-Rat

Im Stadt-Rat treffen sich die Menschen,
die bei der Wahl gewonnen haben.
Sie reden über Sachen,
die für alle Menschen in der Stadt wichtig sind.

Sie reden zum Beispiel darüber:

  • was in der Stadt gebaut werden soll.
  • welche Schulen es geben soll.
  • wo ein Kindergarten gebaut werden muss.
  • wie teuer Beerdigungen sind.
  • welche großen Feste die Stadt macht.

In Bonn sind 86 Menschen im Stadt-Rat.
Man nennt diese Menschen auch Politikerinnen und Politiker.
Die Politikerinnen und Politiker treffen sich 4 Mal im Jahr im Stadt-Rat.

In sehr großen Städten gibt es sogar mehrere Räte.
Sehr große Städte sind nämlich in Bezirke geteilt.
Ein Bezirk ist ein Teil einer Stadt.
Die Räte in den Bezirken heißen Bezirks-Vertretungen.

In Bonn gibt es 4 Bezirke:

  • Bonn
  • Beuel
  • Bad Godesberg
  • Hardtberg

Ober-Bürgermeister

Man wählt bei der Kommunal-Wahl auch den Ober-Bürgermeister.
Ober-Bürgermeister kann auch eine Frau sein.
Dann sagt man Ober-Bürgermeisterin.

Der Ober-Bürgermeister ist der Leiter vom Stadt-Rat.
Man sagt er: Er ist der Vorsitzende.

Der Ober-Bürgermeister ist auch der Chef von der Stadt-Verwaltung.

Nochmal kurz zusammengefasst

Das wird gewählt:

  • der Ober-Bürgermeister,
  • der Stadt-Rat,
  • die Bezirks-Vertretung (je nach Wohnort in Bonn).

Alle Menschen ab 16 dürfen wählen.

Die Wahl ist alle 5 Jahre.

Die nächste Kommunal-Wahl
ist am 13. September 2020.

Wahl vom Integrations-Rat

Vielleicht kommen Sie aus einem anderen Land.
Oder Ihre Eltern kommen aus einem anderen Land.
Dann dürfen Sie am Tag der Kommunal-Wahl
auch den Integrations-Rat wählen.

Der Integrations-Rat ist ein Rat.
Der Rat setzt sich ein für Menschen mit Migrations-Geschichte.

Migrations-Geschichte heißt:

  • Jemand kommt aus einem anderen Land.
  • Oder die Eltern kommen aus einem anderen Land.

Der Integrations-Rat erzählt dem Rat von Ihrer Stadt oder Gemeinde:

  • Diese Probleme haben Menschen mit Migrations-Geschichte.
  • Diese brauchen Menschen mit Migrations-Geschichte.

So soll es Menschen mit Migrations-Geschichte gut gehen.
Und sie sollen überall mitmachen.

Viele Mitglieder vom Integrations-Rat
kommen selbst aus einem anderen Land.
Oder haben Eltern aus einem anderen Land.

Viele Städte haben einen eigenen Integrations-Rat.

Der Integrations-Rat berät den Rat und die Bezirks-Vertretungen.

Was macht der Integrations-Rat?

Manche Menschen sprechen nicht so gut Deutsch.
Andere wissen nicht: Wie kann ich wählen?
Sie verstehen viele Infos nicht.
So wissen die Menschen zum Beispiel auch nicht:
Wie kann ich wählen?

Deshalb trifft sich der Integrations-Rat und überlegt:

  • Wie können Menschen mit Migrations-Geschichte überall mitmachen?
  • Was kann man besser machen?

Wie wählt man?

Jeder Wähler bekommt einen Brief.
Der Brief kommt ein paar Wochen vor der Wahl.
Diesen Brief nennt man auch: Wahl-Benachrichtigung.

Auf dem Brief steht eine Adresse.
Die Adresse ist von dem Ort
wo man wählen kann.
Den Ort nennt man auch: Wahl-Raum.

Am 13. September 2020 geht man zum Wahl-Raum.
Man kann ab 8 Uhr morgens kommen.
Um 18 Uhr abends macht der Wahl-Raum zu.
Danach kann man nicht mehr wählen.

Man muss seinen Personal-Ausweis mitbringen.
Den Personal-Ausweis und die Wahl-Benachrichtigung
muss man im Wahl-Raum vorzeigen.

Stimm-Zettel

Man bekommt dann 3 oder 4 Stimm-Zettel.

Die Stimm-Zettel sind für:

  • die Wahl vom Ober-Bürgermeister.
    Auf jedem Stimm-Zettel stehen Namen von Männern und Frauen,
    die Ober-Bürgermeister werden wollen.
    Man nennt sie auch: Kandidaten.

  • die Wahl vom Stadt-Rat,
    auf jedem Stimm-Zettel stehen Namen von Parteien.

  • die Wahl der Bezirks-Vertretung (je nach Wohnort in Bonn),
    auf jedem Stimm-Zettel stehen Namen von Parteien.

  • die Wahl vom Integrations-Rat,
    wenn Sie dafür wahl-berechtigt sind.

Mit den 3 oder 4 Stimm-Zetteln geht man in die Wahl-Kabine.
Die Leute im Wahl-Raum zeigen einem die Wahl-Kabine.

Dann wählt man.

Wählen

Das ist ganz einfach:

Man macht auf jedem Stimm-Zettel ein Kreuz.
Das Kreuz macht man bei der Partei oder dem Kandidaten,
den man wählen möchte.
Hinter jeder Partei und jedem Namen ist ein kleiner Kreis.
Das Kreuz macht man in den Kreis.
Es gibt wichtige Regeln:

Auf jedem Stimm-Zettel darf man nur ein Kreuz machen.
Man muss das Kreuz ganz genau erkennen.
Man darf nichts auf den Stimm-Zettel schreiben.
Man darf nur das Kreuz machen.
Man muss das Kreuz alleine machen.
Keiner darf zusehen.
Das nennt man auch: geheime Wahl.
Keiner kann einem vorschreiben,
wen oder was man wählen soll.
Man kann wählen,
wen oder was man will.
Das nennt man auch: freie Wahl.
Wenn man die Kreuze gemacht hat,
muss man die Stimm-Zettel zusammenfalten.
Niemand darf sehen,
was man angekreuzt hat.

Die Stimm-Zettel kommen dann in eine Wahl-Urne.
Ein Wahl-Urne ist ein großer Kasten mit einem Schlitz.
Die Stimm-Zettel wirft man in den Schlitz.
Dann ist man fertig und hat gewählt.

Hilfen beim Wählen

Hilfe für Menschen mit einer Seh-Behinderung

Für seh-behinderte Menschen gibt es ein Hilfs-Mittel.
Es heißt Stimm-Zettel-Schablone.
Die Schablone ist aus Pappe.
Der Stimm-Zettel wird in die Schablone hinein geschoben.
Die Schablone hat Löcher.
Dort können Sie ankreuzen.

Hier bekommen Sie die Hilfs-Mittel:

Telefon-Nummer: 0 21 59 - 96550

Andere Hilfen

Können Sie den Stift nicht alleine benutzen?
Oder können Sie nicht lesen?
Fragen Sie einen Wahl-Helfer oder eine Wahl-Helferin nach Hilfe.
Oder bringen Sie eine Person mit, die Ihnen helfen kann.
Die Person darf mit Ihnen in die Wahl-Kabine gehen.

Sie kann Ihnen den Stimm-Zettel vorlesen.
Sie kann auch das Kreuz für Sie machen.
Aber Sie allein entscheiden.
Die Person darf nur das tun, was Sie wollen.
Die Person darf Ihre Entscheidung nicht verraten.
Denn Wahlen sind geheim.

Brief-Wahl: Wie geht das?

Mit der Brief-Wahl können Sie von zu Hause aus wählen.
Die Brief-Wahl ist vor dem Wahl-Tag.
Die Wahl-Unterlagen bekommen Sie mit der Post oder im Wahl-Amt.

Was müssen Sie tun?

Für die Brief-Wahl müssen Sie einen Antrag stellen.
Den Antrag stellen Sie beim Wahl-Amt Ihrer Gemeinde.
Der Antrag ist auf der Rückseite Ihrer Wahl-Benachrichtigung.
Er heißt Wahl-Schein-Antrag.

Das ist wichtig bei dem Antrag:

  1. Füllen Sie den Antrag aus.
    Sie dürfen sich helfen lassen.
    Auch eine Hilfs-Person kann den Antrag ausfüllen.
  2. Unterschreiben Sie den Antrag mit Ihrem Namen.
    Schreiben Sie auch das Datum dazu.
  3. Geben Sie den Antrag bei dem Wahl-Amt ab.
    Oder schicken Sie ihn mit der Post dorthin.
    Kleben Sie eine Briefmarke auf den Umschlag.
    Der Antrag muss bis zum Freitag vor dem Wahl-Tag um 18 Uhr im Wahl-Amt ankommen.

Danach bekommen Sie die Stimm-Zettel mit der Post:

  • 3 oder 4 Stimm-Zettel
  • 1 blauen Stimm-Zettel-Umschlag
  • 1 Wahl-Schein
  • 1 roten Wahl-Brief-Umschlag
  • 1 Merk-Blatt mit Infos zur Brief-Wahl

Sie dürfen sich helfen lassen.
Eine Hilfs-Person kann Ihnen zeigen,
welche Zettel Sie in welchen Umschlag stecken müssen.

  1. Sie nehmen die Stimm-Zettel.
    Sie füllen die Stimm-Zettel aus.
  2. Danach falten Sie die Stimm-Zettel.
  3. Legen Sie die Stimm-Zettel
    in den blauen Stimm-Zettel-Umschlag.
    Kleben Sie den blauen Umschlag zu.
  4. Unterschreiben Sie den Wahl-Schein mit Datum.
  5. Stecken Sie den blauen Stimm-Zettel-Umschlag
    und den unterschriebenen Wahl-Schein
    in den roten Umschlag.
  6. Kleben Sie auch den roten Umschlag zu.
    Der rote Umschlag ist der Wahl-Brief.
  7. Werfen Sie den roten Umschlag
    in den Brief-Kasten.
    Sie brauchen keine Briefmarke.
    Das müssen Sie bis zum Freitag
    vor dem Wahl-Tag machen.

Oder Sie geben den roten Umschlag im Wahl-Amt bei Ihrer Stadt/Gemeinde ab. Das müssen Sie bis zum Wahl-Tag um 16 Uhr machen.

Und schon haben Sie gewählt.

Was passiert nach der Wahl?

Um 18 Uhr zählen die Menschen in dem Wahl-Raum die Stimmen:
Sie holen alle Stimm-Zettel aus der Wahl-Urne.
Sie ordnen die Stimm-Zettel.
Sie zählen die Kreuze
für jeden Kandidaten
und für jede Partei.
Dabei darf jeder zusehen.

Wenn die Leute im Wahl-Raum fertig sind,
haben sie ein Ergebnis.
Das Ergebnis schicken sie in die Wahl-Zentrale.

In Bonn gibt es 211 Wahl-Räume.
In der Wahl-Zentrale sind Menschen,
die die Ergebnisse aus allen 214 Wahl-Räumen zusammenrechnen.

Wenn sie fertig sind,
haben sie das End-Ergebnis.

Dann sind alle gewählt:

der Ober-Bürgermeister,
der Stadt-Rat,
und die Bezirks-Vertretungen.

Dann ist die Kommunal-Wahl vorbei.

Die Integrations-Rats-Wahl wird am Montag nach dem Wahl-Tag ausgezählt.

Stichwahl

Ober-Bürgermeister kann werden,
wer mehr als die Hälfte der Stimmen bekommt.
Wenn kein Kandidat das schafft,
gibt es eine neue Wahl.
Die neue Wahl heißt Stich-Wahl.

Die Stich-Wahl findet 2 Wochen nach der Kommunal-Wahl statt.
Am 27. September 2020.

Das müssen Sie zur Stich-Wahl mitbringen:

  1. Ihren Personal-Ausweis
  2. Ihre Wahl-Benachrichtigung
    Finden Sie Ihre Wahl-Benachrichtigung nicht mehr?
    Das macht nichts.
    Wichtig ist Ihr Personal-Ausweis.

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Bildnachweise

  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • www.pexels.com
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