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Die Stadtpatrone


 

Cassius und Florentius, die Blutzeugen

Ein Urnengrab aus dem 1. Jh. n. Chr. deutet darauf hin, dass sich bereits zu dieser Zeit an der Stelle der Münsterbasilika eine Begräbnisstätte befindet. Um 300 n. Chr. entsteht eine "cella memoriae", ein Platz innerhalb eines Gräberfeldes (Nekropole), auf dessen u-förmiger steinerner Bank man sich zum Totenmahl versammelt.
Hier, so wird vermutet, gedenken später frühe Christen auch jener römischen Legionäre Cassius und Florentius, die sich geweigert hatten, heidnischen Göttern zu huldigen und deshalb hingerichtet wurden. Legende ist, dass die beiden Märtyrer zu einer aus Ägyptern rekrutierten "Thebäischen Legion" gehörten, deren 6.000 Soldaten
sämtlich wegen ihres christlichen Bekenntnisses den Opfertod erlitten haben sollen. "Derart drakonische Kollektivstrafen", so resümiert Stefan Bodemann im Führer
"Das Bonner Münster" neueste Forschungen, wurden "am Ende des 3. Jh. nicht mehr verhängt". Cassius und Florentius werden später (1643) Bonner Stadtpatrone.
Die Gruft unter der Münsterkrypta mit den (legendären) Gebeinen der Märtyrer wird einmal im Jahr zum Fest der Stadtpatrone (10. Oktober) eine Woche lang geöffnet.
Barocke Reliquienbüsten der beiden Heiligen stehen heute im Hochchor des Münsters.


Stadtpatronin Adelheid von Vilich

Stadtpatronin Adelheid von Vilich Coyright: Axel Gläser, Bonn © Axel Gläser, Bonn
© Axel Gläser, Bonn

Die Äbtissin Adelheid von Vilich (um 960 bis 1015) ist eine herausragende Frauengestalt der mittelalterlichen Bonner Glaubens- und Kirchengeschichte, deren Andenken in einer über 1000-jährigen Verehrung bewahrt wurde. 1966 wurde sie von Papst Paul VI. heilig gesprochen, 2008 stimmte der Vatikan zu, sie zur Bonner Stadtpatronin zu erheben.

Ausgestattet mit herausragenden geistigen und geistlichen Gaben, interessierte sie sich als junge Klosterfrau für die Fächer Philosophie, Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik, später auch für die Theologie. Als Äbtissin zweier benediktisch geprägter Klöster in Vilich und in Köln konnte sie ihre organisatorischen, gestalterischen und Führungs-Fähigkeiten unter Beweis stellen und war eine Wohltäterin für die Armen und Notleidenden im Rheinland.

Die Überlieferung berichtet, wie sie zur Zeit einer furchtbaren Dürre das Dorf Vilich besuchte und ihre Gaben an die hungernden Menschen austeilte. Weil die Leute sie anflehten, sie von dem Unglück zu befreien, schickte sie Stoßgebete zum Himmel, und stieß ihren Äbtissinnen-Stab in die Erde, woraufhin an dieser Stelle Wasser aus dem Boden sprudelte. Der Ort, an dem dieses Wunder geschehen sein soll, ist heute als Adelheidisquelle in Pützchen gefasst. Von dem Wasser des Quells versprechen sich die Gläubigen bis heute Heilung.

Völlige Dunkelheit herrscht über den Verbleib der Gebeine und die Reliquien. Um 1640 erhielt der Historiker Johannes Bollandus die Auskunft, dass die ursprünglich in Vilich bestatteten Gebeine vor einigen hundert Jahren nach Gallien verbracht worden seien. Fehlender Inhalt war später auch die Feststellung nach der Öffnung des Sarkophages.

Im Liturgischen Kalender ist der 5. Februar als Festtag der heiligen Adelheid eingetragen. Nach altem Brauch entzündet an diesem Tag das Bonner Stadtoberhaupt in der Vilicher Stiftskirche eine Kerze zu Ehren der Bonner Stadtpatronin.


Letzte Aktualisierung: 7. Oktober 2014




 


 

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