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Bundesstadt Bonn

Stipendienprogramm „Künstlerische Stadtutopien“

Die Abteilungen des Kulturamtes der Bundesstadt Bonn, die städtische, regionale und internationale Kulturarbeit und das Stadtmuseum, schreiben ein gemeinsames Stipendienprogramm aus. Wie der Kulturausschuss am 27. Oktober 2021 beschlossen hat, werden insgesamt sechs Stipendien à 3.000 Euro vergeben.

Dabei handelt es sich um eine weitere Solidarmaßnahme für Kulturakteur*innen, die aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen der vergangenen Monate finanzielle Einbußen erleiden mussten. Die Ausschreibung richtet sich ausschließlich an in Bonn ansässige Künstler*innen und soll in Form von Arbeitsstipendien vergeben werden.

Utopien für das Bonn der Zukunft

Im Zuge der auszuschreibenden Stipendien sollen Utopien für das Bonn der Zukunft erarbeitet werden. Gefördert werden Arbeiten, die eine kritische Auseinandersetzung mit einzelnen Aspekten oder des gesamten Lebens in der Stadt Bonn vornehmen und aus der Gegenwart Visionen für die Zukunft entwickeln. Themen können sein: Gentrifizierungsprozesse (Strukturwandel von Stadtvierteln), bezahlbarer Wohnraum und Sichtbarkeit beziehungsweise Repräsentationen in der Stadt, der Umgang mit Abriss, Neubau und Bestand, Nachhaltigkeit, Mobilität, Stadtgrün, Gemeinschaft. Orte, die innerhalb der Stipendien bearbeitet werden, können beispielhaft sein: das Rheinufer, der Windeck-Bunker, die Godesberger Innenstadt (z. B. Stadthalle), der Frankenbadplatz, das Ernst-Moritz-Arndt-Haus und/oder der -Park, das Hilfskrankenhaus Beuel oder die geplante Veranstaltungshalle am Alten Schlachthof (Westwerk).

Arbeitsstipendien über drei Monate

Die eingereichten Bewerbungen werden von einer Jury begutachtet und sechs Kandidat*innen ausgewählt, die im Rahmen eines dreimonatigen Arbeitsstipendiums eine „künstlerische Stadtutopie“ erarbeiten. Diese sechs Projektideen werden dann ein weiteres Mal von einer Jury begutachtet - und die Idee der Gewinnerin bzw. des Gewinners voraussichtlich im Jahr 2022 umgesetzt.

Weitererzählung der Stadtgeschichte

Das Stadtmuseum Bonn begleitet die Arbeiten und verbindet diese zu einer Weitererzählung der Geschichte Bonns mit Bezügen zur transformatorischen Gegenwart. Die Arbeiten sollen Menschen verbinden und es ermöglichen, in den Dialog über das Leben in Bonn zu treten und das Stadtbild in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft neu zu entdecken. Das Projekt ist somit Teil der Neukonzeption des Stadtmuseums.

Bewerbung und Fristen

Bewerben können sich freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler aller künstlerischer Sparten, deren Hauptwohnsitz in Bonn liegt und die ihre künstlerische Tätigkeit im Haupterwerb betreiben. Voraussetzung für die Antragsstellung ist eine aussagefähige künstlerische Biografie, ggf. die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse bzw. in einem einschlägigen Künstlerverband, die Angabe einer Referenz sowie ein kurzes Motivationsschreiben. Die Bewerbungen werden ausschließlich digital bis 10. Dezember 2021 unter  stadtmuseumbonnde entgegengenommen.

Frau Anna-Lisa Langhoff
Abteilungsleitung

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Bildnachweise

  • www.unsplash.com

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