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Bundesstadt Bonn

Förderung kultureller Projekte zum Thema „Klimakunst“

Das Kulturamt der Bundesstadt Bonn schreibt für das Jahr 2022 eine Projektförderung zum Thema „Klimakunst“ aus, in deren Rahmen sich in Bonn ansässige Künstler*innen und Kulturinstitutionen transdisziplinär den Themenfeldern Klima, Klimawandel und Nachhaltigkeit widmen sollen.

Dieser Schilderwald war ein Kunstprojekt bei der COP23 im Jahr 2017 in Bonn.

Die Stadt Bonn möchte dem Leitbild Nachhaltigkeit auch in der Kultur programmatisch und infrastrukturell Rechnung tragen. Ziel ist es, eine kollektive Zukunftsverantwortung für Nachhaltigkeit zu mobilisieren, Umweltstrategien und -diskurse zum selbstverständlichen Bestandteil von Kultur werden zu lassen und das emanzipatorische Potenzial der Künste auszuschöpfen – für Weltveränderung und die Gestaltung einer solidarischen, mündigen und mutigen Gesellschaft.

Projektförderung Klimakunst

Kunst und Kultur sind von herausragender Bedeutung als transformative Gestaltungsmedien, als Vehikel zur Bewältigung der globalen Klimakrise und ihrer Folgen sowie für die alternativlose Transformation hin zu einer nachhaltig orientierten, klima- und ressourcenschonenden Gesellschaft.

Künstlerische Praxis und künstlerische Forschung können dabei gleichermaßen als Nährboden und Katalysator fungieren. Das Kulturamt der Stadt Bonn lobt daher für das Jahr 2022 eine Projektförderlinie zum Thema „Klimakunst“ aus.

Es können Projektanträge in den Bereichen bildende Kunst (z. B. Street und Urban Art), darstellende Kunst (z. B. Performance), Musik, zeitbasierte Medien (z. B. Videokunst oder Film) und Literatur (z. B. Poetry Slam) eingereicht werden, die sich mit den Themenfeldern Klima, Klimawandel und Nachhaltigkeit beschäftigen. Die einzureichenden Projektanträge sollen einen innovativen künstlerischen Beitrag – Diskurs, partizipativer Prozess oder konkretes Werk – zu globaler Erderwärmung, Energiewende, Ressourcenschonung und Konsum, Klimapolitik und Klimafolgenanpassung sowie Modellen nachhaltiger Lebensweisen leisten und in der Stadt Bonn realisiert werden. Auch Rechercheprojekte können gefördert werden. Interdisziplinäre Projekte und Partnerschaftsprojekte sind ausdrücklich erwünscht.

Die geplanten Projekte sollen dabei jene entscheidenden Herausforderungen unserer Gesellschaft nicht einfach illustrierend oder dokumentierend abbilden oder darstellen, sondern diese in genuin künstlerischer Weise transformieren. Kunst wird in diesem Zusammenhang als alternative Wissensforschung und -produktion begriffen, die in der Lage ist, Wirklichkeit anders und neu zu denken. Die Themen Klima, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sollen mit Hilfe künstlerischer Mittel kritisch befragt werden und neue, transformative Denkanstöße, Diskurse und Prozesse, weniger Lösungsvorschläge, erzielt werden. Die Form der Projekte ist dabei frei wählbar. Es können analoge oder digitale Projektideen eingereicht werden, die in Konzeption und Durchführbarkeit bereits ebenfalls nachhaltig gedacht sein sollen. 

Die eingereichten Bewerbungen werden von einer interdisziplinär besetzten Jury begutachtet. Die Projektfördermittel in Höhe von insgesamt 50.000 Euro dienen anteilig dazu, die prämierten Projektideen im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2022 in der Stadt Bonn zu realisieren. 

Komplementäre Eigenmittel (Barmittel und/oder ehrenamtliches Engagement bzw. Honorarverzicht (anrechenbar mit max. 15 Euro je Arbeitsstunde)), in Höhe von mindestens 15 Prozent der beantragten Gesamtsumme müssen nachgewiesen werden.

Bewerbungsmodalitäten

Bewerben können sich Einzelkünstler*innen, Künstlergruppen und Institutionen mit (Wohn-)Sitz bzw. Arbeitsschwerpunkt in Bonn. Kommerzielle Anbieter*innen sind ausgeschlossen.

Bei der Bewerbung einzureichen sind: 

  • ein formaler Projektförderantrag einschließlich Finanzierungsplan
    (Antrag Projektmittel-Klimakunst und Finanzierungsplan finden Sie weiter unten auf dieser Seite)
  • eine ausführliche, formlose Projektskizze inklusive eines Vorschlags zur Realisierung des geplanten Projekts in Bonn sowie die Darlegung der eigenen Motivation

Die Einreichfrist endet mit Ablauf des 31. März 2022!

Beate Jentsch

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Bildnachweise

  • Sascha Engst/Bundesstadt Bonn