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Bundesstadt Bonn

Im Namen des Volkes!? §175 StGB im Wandel der Zeit

Wanderausstellung des Centrums Schwule Geschichte e.V.

Im Foyer des Stadthauses am Berliner Platz 2, 53111 Bonn

10. Januar bis 4. März 2022

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 7 bis 18 Uhr, Freitag von 7 bis 15 Uhr, Eintritt frei, es gilt die 3G-Regel (Änderungen vorbehalten).

Vom 1. Januar 1872 bis zum 11. Juni 1996 waren die §§ 175/175 a RStGB/StGB das am stärksten sichtbare und wirksame staatliche Repressionsinstrument gegenüber gleichgeschlechtlichem Leben, mit Auswirkungen auf trans-und intersexuelle Menschen. Im Jahr 1969 wurden die §§ 175/175 a StGB erstmals liberalisiert. Und erst 1994 wurde als Folge der deutschen Wiedervereinigung der § 175 StGB endgültig abgeschafft. Erst am 24. Juli 2002 wurden alle Urteile nach §§ 175/175 a aufgehoben und eine Rehabilitation der Opfer dadurch möglich.

Das Centrum Schwule Geschichte Köln und der Förderverein Centrum Schwule Geschichte zeigen aus diesem Anlass eine Ausstellung zur Geschichte antihomosexueller Gesetzgebung in Deutschland. Dabei werden die Grundlinien der historischen Entwicklung immer wieder auf das Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens heruntergebrochen. 

Die Ausstellung setzt damit erste Marken für eine umfassende Aufarbeitung der LSBT*IQ-Geschichte des größten und bevölkerungsreichsten Bundeslandes, die immer auch für Bonn immer noch aussteht.

Die Kenntnis dieser Geschichte ist daher nicht nur für Schwule, sondern auch für Lesben, Bisexuelle, Trans*, Inter* und queere Menschen relevant. 

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Stadtmuseum Bonn, der Gedenkstätte und dem NS-Dokumentationszentrum Bonn, dem Stadtarchiv und der Stadthistorischen Bibliothek Bonn und dem Archiv der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn statt.

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Bildnachweise

  • Centrum Schwule Geschichte e.V.

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