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Bundesstadt Bonn

Fünf Jahrzehnte erfolgreiche Bonner Republik.

Der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy besuchte Bonn 1963.

Ehemalige Bundeshauptstadt war eine gute Gastgeberin für Parlament und Regierung

Vier Frauen und 61 Männer sind die „Mütter und Väter des Grundgesetzes“. Als Mitglieder des Parlamentarischen Rates erarbeiteten sie in Bonn ab 1. September 1948 die Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland. Am 23. Mai 1949 tritt das Grundgesetz - die Grundlage unserer demokratischen Ordnung - in Kraft, nachdem es in einer feierlichen Sitzung des Parlamentarischen Rates ausgefertigt und verkündet worden war.

Der erste Deutsche Bundestag bestätigt am 3. November 1949 das Votum des Parlamentarischen Rates: Bonn wird zur vorläufigen Bundeshauptstadt. Während das Bundeshaus Sitz von Bundestag und Bundesrat wird, bezieht der erste Bundespräsident Theodor Heuss die Villa Hammerschmidt und der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer das Palais Schaumburg.

Die – rückblickend - erfolgreiche Bonner Republik ist geboren. Bonn steht fünf Jahrzehnte ganz im Zeichen bundesdeutscher und weltweiter Politik. Die Stadt gibt sich über die vielen Jahre als gute Gastgeberin von Parlament und Regierung der Bundesrepublik Deutschland, die zu einer der führenden Wirtschaftsmächte wird. Besuche nahezu aller gekrönten Häupter sowie Staatsmänner und –frauen der Welt bringen viel Glanz in die Stadt.

Mit dem Aufbau des Landes nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt auch der Ausbau Bonns – zunächst zögernd und provisorisch, weil die Entscheidung für Bonn als Bundeshauptstadt als vorläufig angesehen wurde. Erst Anfang der 1970er Jahre gab eine Rede des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt den Startschuss, Bonn zur „Visitenkarte Deutschlands“ zu machen. Zahlreiche Ministerien und Bundesgebäude prägen das Stadtbild, allen voran das Abgeordneten-Hochhaus Langer Eugen.

Bonn wird zum Synonym für die erfolgreichste Demokratie auf deutschem Boden und steht für einen überaus erfolgreichen wirtschaftlichen Weg.

Am 20. Juni 1991 beschließt der Deutsche Bundestag, seinen Sitz und den Kernbereich der Regierungsfunktionen nach Berlin zu verlegen – eine Zäsur für Bonn, aber auch eine Herausforderung! Innerhalb kurzer Zeit wird ein neues Profil entwickelt: Bundesstadt, internationale Stadt, Stadt der Wissenschaft, Stadt der zukunftsorientierten Wirtschaft und Kulturstadt.

Im Berlin/Bonn-Gesetz wird im Jahr 1994 die Arbeitsteilung zwischen Berlin und Bonn geregelt. Über die Ausgleichsvereinbarung mit ihren 1,43 Milliarden Euro beginnen Bonn und die Region, den Strukturwandel umzusetzen und das neue Profil Bonns zu formen.

Mit großartigem Erfolg, wie die vergangenen 25 Jahre zeigen. Bonn ist zweites politisches Zentrum und deutsche UNO-Stadt mit rund 20 Einrichtungen der Vereinten Nationen. Bonn genießt internationalen Ruf als Wissenschaftsstadt und ist ein sehr starker Wirtschaftsstandort. Bonn hat eine lebendige und starke Kulturszene – und ist nicht zuletzt Geburtsort Ludwig van Beethovens, weltweit meist gespielter Komponist, dessen 250. Geburtstag im Jahr 2020 mit der ganzen Welt gefeiert wird!

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Bildnachweise

  • Stadtarchiv Bonn

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