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Bundesstadt Bonn

Mit Büchern, Bytes und Beteiligung der Bürger*innen

Bonn wurde im September 2020 als dritte deutsche Stadt ins UNESCO Global Network of Learning Cities (Globales Netzwerk Lernender Städte) aufgenommen. Das internationale Netzwerk fördert den Austausch über Ideen und Konzepte zu lebenslangem Lernen und der Umsetzung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der UN.

Das internationale Netzwerk hat etwa 230 Mitglieder in 64 Staaten und fördert den Austausch über Ideen und Konzepte, die lebenslanges Lernen ermöglichen. Die Mitglieder des Netzwerks teilen eine gemeinsame Vision: die Bewohner*innen ihrer Städte sollen die Möglichkeit haben, lebenslang zu lernen, unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem Status, Geschlecht sowie ihrer Bildungsbiografie. 

Die 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) bilden den Rahmen für die Arbeit des Globalen Netzwerkes Lernender Städte. Diese leisten dabei vor allem Beiträge zur Umsetzung der Ziele 4 („Für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherstellen“) und 11 („Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen“). In Bonn fügt sich der Aufbau der lernenden Stadt ein in den Kontext der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie. Diese setzt den Rahmen für das kommunale Handeln bis 2030 und die Umsetzung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele in Bonn. Das Motto der lernenden Stadt Bonn lautet: Ein nachhaltiges Bonn gestalten: mit Büchern, Bytes und Beteiligung der Bürger*innen.

Praxisboxen nachhaltig digital: Handreichung für Dozent*innen und Weiterbildner

Kurz gesagt, die Digitalisierung zu zähmen, sie zu nutzen und zu gestalten, ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

Prof. Dirk Messner, damals Co-Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltveränderungen, heute Präsident des Umweltbundesamts

Nachhaltige Digitalisierung ist eine Digitalisierung, die sich einbettet in die Werte und Normen der Gesellschaft sowie die planetaren Grenzen beachtet. Um zur Umsetzung von nachhaltiger Digitalisierung beizutragen, hat die Volkshochschule Bonn im Rahmen der Learning City Bonn ein modular aufgebautes Weiterbildungsangebot für die DozentInnen entwickelt und stellt es Volkshochschulen und anderen Einrichtungen der Weiterbildung zur Verfügung. abei ist die Kernfrage: Wie können Dozent*innen unterstützt werden, Aspekte einer nachhaltigen Digitalisierung zu beachten und zu vermitteln? Wir verstehen dabei nachhaltige Digitalisierung als Querschnittsthema, das mit unterschiedlichen Schwerpunkten je nach Kurs und Format zur Anwendung kommen kann. Dozent*innen werden sowohl als Weiterbildungsakteure sowie als Multiplikator*innen angesprochen. Als Themenfelder nachhaltiger Digitalisierung wurden erarbeitet: Teilhabe, Klima- und Ressourcenschutz, Privatheit, Selbstbestimmung und Wohlbefinden.

Die Praxisboxen umfassen (für den Anfang) folgende Module:

  • Ökologischer Rucksack des Smartphones“
  • „Always on? Klimasensibel lehren“
  • „Digital inklusiv – Vielfalt online ermöglichen“
  • „Downsizing“
  • „Sharing is caring“
  •  „Gemeinsam Spaß statt Social Distancing“
  • #StopFakeNews
  • „Mit Mehrdeutigkeit und Widersprüchen gut leben“
  • „Wenn Du nichts bezahlst, bist Du das Produkt!“

Die Praxisboxen sind nach einer jeweils gleichen Systematik aufgebaut, die sich auf Lehr-Lernsituation sowie die Herausforderung der nachhaltigen Digitalisierung bezieht. Sie stellen praxisorientiert Handlungsmöglichkeiten, Tipps sowie Impulse zur Übertragung des Themas auf eigene Kontexte dar. Hinweise zum Weiterlesen werden gegeben. Die Praxisboxen können nach Bedarf ausgewählt werden.

Häufig gestellte Fragen zum Leitbild Learning Cities


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  • Fotograf: Volker Lannert/Universität Bonn
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