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20. Juni 1996: Bonn wird deutsche UNO-Stadt


 

Zwei Mal hat sich der 20. Juni in den 90er-Jahren für Bonn als Tag von besonderer Bedeutung erwiesen: Fällte der Deutschen Bundestag 1991 seinen Bonn-Berlin-Beschluss, der den Umzug des Parlaments und eines Teil der Ministerien mit sich brachte, so markierte der Tag im Jahr 1996 den Startschuss zum Ausbau der deutschen UNO-Stadt Bonn. UNO-Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali kam eigens an den Rhein gereist, um die blaue UNO-Flagge an Haus Carstanjen aufzuziehen, jenem Schloss mit angebautem Bürogebäude, in das als erstes das Freiwilligenprogramm (UNV) und gleich darauf das Welt-Klimasekretariat (UNFCCC) der Vereinten Nationen einzogen. Aus kleinen Anfängen mit einer Handvoll Mitarbeitern wurde eine große UNO-Familie mit heute 18 Organisationen und rund 1000 Mitarbeitern.

UNO in Bonn: Seit 1951 eine Erfolgsgeschichte
Der Bonn-Berlin-Beschluss als Startschuss
Ein Netzwerk der Nachhaltigkeit bildet sich heraus
Der "Lange Eugen" wird zum UN Tower
Bonn als Schauplatz großer Konferenzen der Vertragsstaaten
Die deutsche UNO-Stadt: Bühne des internationalen Dialogs
Zeittafel zum Ausbau der UNO-Stadt
URL: http://www.bonn.de/wirtschaft_wissenschaft_internationales/u no-stadt/13015/index.html

UNO in Bonn: Seit 1951 eine Erfolgsgeschichte

Bonns Erfolgsgeschichte als deutsche UNO-Stadt begann schon 1951, als der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR) ein Verbindungsbüro am Sitz der deutschen Bundesregierung eröffnete. 1953 folgte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) diesem Beispiel. 1979 wird auf der Godesburg das Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten unterzeichnet, das als "Bonner Konvention" 1984 seine Arbeit in Bonn aufnimmt und damit die erste selbstständige UNO-Einrichtung am Rhein ist.

Der Bonn-Berlin-Beschluss als Startschuss

Der Bonn-Berlin-Beschluss vom 20. Juni 1991 gab dann den Startschuss für den Ausbau der deutschen UNO-Stadt Bonn: Er nannte bereits "die Übernahme und Ansiedlung neuer Funktionen und Institutionen von nationaler und internationaler Bedeutung" als Ziel. Die Vereinten Nationen trugen bald dem Wunsch der Bundesrepublik nach einer UNO-Einrichtung Rechnung, indem sie ankündigten, UNV von Genf nach Bonn zu verlegen. Parallel dazu bewarb sich die Bundesregierung um den Sitz von UNFCCC und bekam beim Klimagipfel 1995 in Berlin den Zuschlag. Für beide stellte das Kabinett Kohl das idyllisch am Rhein gelegene Haus Carstanjen zur Verfügung.

Ein Netzwerk der Nachhaltigkeit bildet sich heraus

In den folgenden Jahren wuchs die UNO-Familie in Bonn weiter:
1998 kamen das Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der Kleinwale in der Nord- und Ostsee (ASCOBANS) und das des Abkommens zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen (EUROBATS) hinzu- für zahlreiche Kommentatoren willkommener Anlass, sich über Bonn und seine Ambitionen lustig zu machen, da erst allmählich die Bedeutung solcher Schutzabkommen im globalen Zusammenhang erkannt wurde.
1999 kam das Sekretariat des Übereinkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD). Bereits bei der Bewerbung konnte die Stadt damit punkten, dass hier allmählich ein Netzwerk von Einrichtungen entstand, die sich in der Folge der Rio-Konferenz 1992 mit Themen der Nachhaltigkeit und damit der Zukunftsfähigkeit unserer Erde befassten. Jahr für Jahr kamen neue Organisationen hinzu, stets kleine, die aber ständig wachsen.

Die Unterzeichnung des so genannten Bellevue-Vertrages am 27. Februar 2002 ist das Signal zum Ausbau des World Conference Centers Bonn. Im Beisein von UNO-Generalsekretär Kofi Annan und Bundespräsident Johannes Rau unterzeichnen Bundesregierung, Land Nordrhein-Westfalen und Stadt Bonn die Vereinbarung über die Ansiedlung internationaler Einrichtungen in Bonn und über das Konferenzzentrum, dessen Erweiterungsbau nach Turbulenzen um den Investor bis 2013 nutzbar sein soll.

Der "Lange Eugen" wird zum UN Tower

Bild 6 © Stadt Bonn
| vergrößerte Ansicht: Bild 6 © Stadt Bonn
 

Einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des UNO-Standorts Bonn stellt der 11. Juli 2006 dar: Die Bundesregierung stellt den Vereinten Nationen das einstige Abgeordneten-Hochhaus, auch als "Langer Eugen" bekannt, zur Verfügung. Kofi Annan und Kanzlerin Angela Merkel eröffnen den neuen Dienstsitz feierlich. "Die großartige Gastfreundschaft, die uns hier entgegengebracht wird, hat Bonn zu einem der attraktivsten und lohnendsten Dienstorte der Vereinten Nationen werden lassen", sagt der UNO-Chef bei der Zeremonie. Und die Bundeskanzlerin fügt hinzu: "Wir wollen - das ist ein ausdrücklicher Wunsch der gesamten Bundesregierung - den weiteren Ausbau des UNO-Standortes hier in Bonn, und zwar mit den Schwerpunkten Umwelt und Entwicklung."

Der UN Tower ist Mittelpunkt des künftigen UN Campus, zu dem demnächst auch wieder UNFCCC gehören wird. Für das stetig wachsende Klimasekretariat richtet die Bundesregierung zurzeit das so genannte Alte Abgeordneten-Hochhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum UN Tower als bauökologisches Modellhaus her. Auch Wasserwerk und Pumpenhaus werden nach jüngstem Beschluss dem UN Campus zugeschlagen, um den Einrichtungen Raum für kleinere Tagungen zu geben. Außerdem befindet sich ein drittes Bürogebäude auf dem Campus-Gelände in der Planung.

Bonn als Schauplatz großer Konferenzen der Vertragsstaaten

Die Tagungen und Konferenzen der Vereinten Nationen sind auch zu einem Markenzeichen Bonns geworden. Neben zahllose kleine Treffen treten immer wieder die großen Vertragsstaatenkonferenzen der UNO: 1999 der Weltklimagipfel, 2001 eine Nachfolgekonferenz zum Weltklimagipfel 2000 mit dem Durchbruch für das Kyoto-Protokoll; ebenfalls 2001 die Afghanistan-Gespräche der UNO auf dem Petersberg bei Bonn; 2003 und 2006 die UNO-Konferenzen zur Frühwarnung vor Naturkatastrophen; 2008 die Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens zur biologischen Vielfalt. Im September 2011 war Bonn Schauplatz der Konferenz des UNO-Departments for Public Information für Nichtregierungsorganisationen.

Die deutsche UNO-Stadt: Bühne des internationalen Dialogs

Zum 15. Jahrestag der UNO-Stadt Bonn sagt Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch: "Bonn hat damit ein inhaltliches Profil gewonnen, das dem Leitbild einer nachhaltigen, menschenwürdigen Entwicklung folgt. Wir sind dankbar, Bühne für den internationalen Dialog über jene Themen zu sein, die für die Erde und die Menschheit schicksalhaft sind. Und wir freuen uns, so viele Menschen aus aller Welt in unserer Stadt zu wissen, die sich dafür engagieren." Bonn würdigt seine UNO-Gäste alljährlich mit dem Bürgerfest zum Tag der Vereinten Nationen rings um deren "Geburtstag" am 24. Oktober. Darüber hinaus ist es Motor von Tagungen der lokalen Ebene aus aller Welt, um deren Aspekten und deren Rolle für die Nachhaltigkeitsthemen bei den Vertragsstaatenkonferenzen der UNO Gehör zu verschaffen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UNO in Bonn stimmen ihrem einstigen Chef Kofi Annan übrigens zu: "Bonn is so romantic, so familiar and so safe" ist immer wieder zu hören.
Aus der UNO-Stadt ist längst der anerkannte internationale Standort geworden: Über 150 Nichtregierungsorganisationen arbeiten von hier aus und sind ebenfalls zumeist auf dem Feld der Nachhaltigkeit aktiv. Institutionen aus Wissenschaft und Forschung, auch "Global Players" der Wirtschaft runden das Bild ab.

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Letzte Aktualisierung: 26. Juni 2012




 


 

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