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13. Dezember 2018



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Bonnerinnen und Bonner treten beim "Tag der Kippa" dem Hass auf Juden entgegen


 

Ein eindrucksvolles Zeichen gegen Antisemitismus und für Solidarität mit Jüdinnen und Juden haben am Donnerstag, 19. Juli 2018, mehrere hundert Bonnerinnen und Bonner gemeinsam mit Oberbürgermeister Ashok Sridharan und der Synagogengemeinde Bonn beim "Tag der Kippa" auf dem Markt gesetzt. "Durch Ihr Erscheinen bringen wir gemeinsam zum Ausdruck, dass wir dem immer unverhohleneren Hass auf unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger entgegentreten", sagte Sridharan.

Der Oberbürgermeister hatte in der vergangenen Woche den antisemitischen Angriff auf einen Gastwissenschaftler in Bonn aufs Schärfste verurteilt und die Bonnerinnen und Bonner zum "Tag der Kippa" eingeladen. "Der Kampf gegen Antisemitismus muss in Deutschland zur politischen Kultur gehören. Angesichts des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte darf es keinen Schlussstrich unter die Erinnerungen an die Gräueltaten im Nationalsozialismus geben. Es geht nicht nur um unsere historische Verantwortung, sondern auch um unsere Verantwortung für die Demokratie in Deutschland", betonte Sridharan.

Er bedauerte, dass antisemitische Anfeindungen in Deutschland auch aus der Mitte der Gesellschaft kämen. Jüdinnen und Juden in Bonn seien zunehmend verängstigt angesichts von Provokationen und Beleidigungen, die nicht selten von Migranten aus arabischen Staaten ausgehen. Noch deutlicher wurde Dr. Margaret Traub, Vorsitzende der Synagogengemeinde Bonn: "Es ist nicht zu ertragen, dass wir nur aus einem einzigen Grund angefeindet werden: Weil wir Juden sind". Eine Demokratie, in der Juden diffamiert werden, schwächele in ihren Grundwerten; je stärker der Judenhass zum Vorschein komme, desto mehr sei die Demokratie in Gefahr. Daher dankte sie "allen, die uns Mut und Kraft in düsteren Zeiten spenden".

Dr. Martin Frick, Senior-Direktor für Politik- und Programmkoordination beim Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC), sagte in seiner Ansprache: "Die Freiheit des Andersdenkenden ist die Basis aller Zusammenarbeit. Religionsfreiheit und religiöse Toleranz sind im Zentrum der Universellen Erklärung der Menschenrechte und damit die Basis der Arbeit der Vereinten Nationen. Darum freuen sich die UN-Organisationen in Bonn über die Initiative der Stadt und unterstützen sie aus tiefer Überzeugung."

Oberbürgermeister Sridharan forderte sorgfältige Ermittlungen zum antisemitischen Angriff auf den israelischen Professor aus den USA durch die Polizei. Aber auch den schwerwiegenden Vorwürfen des Opfers gegen die Polizeibeamten müsse nachgegangen werden: "Es muss lückenlos aufgeklärt werden, was genau an jenem Mittwochnachmittag im Hofgarten passiert ist."

Zum Schluss dankte Ashok Sridharan allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das eindrucksvolle Zeichen: Allerdings reiche der Tag der Kippa nicht aus; er sei ein klares, aber letztlich singuläres Zeichen gegen Antisemitismus. "Im Alltag ist jede Bonnerin und jeder Bonner aufgefordert, Hass gegen Jüdinnen und Juden zu widersprechen und sich solidarisch zu zeigen", so der Oberbürgermeister.

Statement des Bonner Oberbürgermeisters

SWF-Video [flv]
Link zum Video
URL: https://youtu.be/zdrJEgwP-mw

Letzte Aktualisierung: 20. Juli 2018




 


 

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