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18. November 2017



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Gipfel der Städte und Regionen demonstriert Geschlossenheit


 

Mehr als 1000 Teilnehmer aus 80 Nationen, darunter rund 330 Bürgermeister und andere Spitzenvertreter der lokalen und regionalen Ebene, sind am Sonntag, 12. November 2017, in Bonn zum Gipfel der Städte und Regionen zusammengekommen. Er fand auf Einladung der Stadt Bonn, des Landes Nordrhein-Westfalen und des internationalen Städtenetzwerkes für Nachhaltigkeit, ICLEI, zum ersten Mal als Teil der UN-Klimakonferenz statt, die noch bis zum 17. November in der Bundesstadt tagt. Im Zentrum der Beratungen stand die wachsende Bedeutung von Kommunen und Regionen im Kampf gegen den Klimawandel und bei der Klimaanpassung.

"Eine Demonstration der Geschlossenheit auf lokaler und regionaler Ebene", sei dieser Gipfel, sagte Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der zusammen mit dem NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Andreas Pinkwart, sowie Vertretern von ICLEI und den beteiligten Bundesministerien bei einer Pressekonferenz der Stadt in der Bonn Zone von dem Treffen berichtete. Er zeigte sich erfreut, dass so viele Entscheidungsträger der subnationalen Ebenen der Einladung zum Gipfel gefolgt wären, sagte der OB. "Ganz besonders freut mich, dass darunter so viele Bürgermeister, Gouverneure und weitere Vertreter aus den USA waren, die damit demonstriert haben, dass sie hinter den Beschlüssen des Klimaabkommens von Paris stehen und es umsetzen wollen", so Sridharan weiter.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart betonte: "Im Kampf gegen den Klimawandel geht es nun darum, wirksam zu werden und konkrete Beispiele zu liefern. Dabei spielen Kommunen eine wesentliche Rolle." Er verwies darauf, dass die ehrgeizigen Ziele bis 2050 eine große Herausforderung für NRW und Deutschland seien, bei der schrittweise Innovationen nicht ausreichten, sondern Sprunginnovationen nötig seien. "Dieser Herausforderung wollen wir durch Innovation und Forschung begegnen, und dabei können NRW und Deutschland Vorreiter sein."

Auch Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), betonte die Rolle der Kommunen und Regionen und die Bedeutung des Bonner Gipfels: "Die globale Welt muss an ihren Wurzeln zusammengebunden werden, und das sind die Kommunen." Dabei könnten Städte die Folgen des Klimawandels nicht alleine bewältigen, aber ohne die Städte wären sie gar nicht zu bewältigen. Fuchtel verwies auf ein Programm des BMZ, mit dem es die Zusammenarbeit zwischen Kommunen aus Deutschland mit Städten in Entwicklungsländern unterstützt. In den vergangenen drei Jahren seien dabei 647 kommunale Partnerschaften entstanden, die dazu beitrügen, dass Erfahrungen und Know-how weitergegen werden.

Für Wolfgang Teubner, Regionaldirektor für Europa des internationalen Städtenetzwerks für Nachhaltigkeit, ICLEI, ist die gewachsene Anerkennung der Bedeutung von Städten und Regionen bei den Aktivitäten gegen den Klimawandel das Resultat von 20 Jahren intensiver Arbeit und Verhandlungen. "Dieser Wendepunkt bei der Anerkennung ist aber zugleich Startpunkt dafür, Maßnahmen für den Klimaschutz nun in den Städten und Regionen umzusetzen." Um dies zu ermöglichen, müsse der Prozess durch politische, regulatorische und ökonomische Gestaltung unterstützt werden.

Bonn als hervorragender Gastgeber der Klimakonferenz

In fast allen Statements klang an, dass die Veranstaltung in Bonn von den Delegierten aus aller Welt sehr positiv angenommen werde. NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart sagte: "Bonn präsentiert sich ganz hervorragend, die Delegierten fühlen sich hier wohl und gut aufgenommen. Das sorgt für eine sehr angenehme Gesprächsatmosphäre." Jochen Flasbarth, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, sprach von einer "großartigen Visitenkarte, die Bonn und Deutschland mit dieser Konferenz abgeben".

Oberbürgermeister Ashok Sridharan bedankte sich bei den Bonnerinnen und Bonnern für ihre Gastfreundschaft und Flexibiltät: "Viele Delegierte berichten mir, dass sie überall in der Stadt ungefragt Hilfe angeboten bekommen." Die flexiblen Arbeitszeiten bei vielen Arbeitgebern in Bonn hätten zudem maßgeblich dazu beigetragen, dass es bislang auf den Straßen zu keinen nennenswerten Störungen gekommen sei.

Am Vorabend des Gipfels der Städte und Regionen hatte die Bundesstadt Bonn am Samstagabend, 11. November 2017, die Konferenzteilnehmer zu einem Empfang in der Bundeskunsthalle eingeladen. Oberbürgermeister Ashok Sridharan begrüßte unter anderem den Schauspieler Arnold Schwarzenegger, früherer Gouverneur von Kalifornien, der beim Bürgermeistergipfel ein Schlusswort sprechen wird, sowie den früheren US-amerikanischen Vize-Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Al Gore.

Beispiele von Klimavorreitern aus Deutschland

Deutschland hat eine Vorreiterrolle im Klimaschutz eingenommen. Städte, Gemeinden, Kreise und Bundesländer in Deutschland haben mit ihren eigenen Klimastrategien die Messlatte hoch gehängt: Essen wurde von der Kohlestadt zu Europas Grüner Hauptstadt. Freiburg ist auf dem Weg zu nachhaltiger Mobilität und erneuerbarer Energie und Bonn setzt auf die Mitwirkung aller - beginnend schon in der Grundschule, wo Kinder zu "Klimabotschaftern" ausgebildet werden.

Nordrhein-Westfalen ist auch global gesehen eine der leistungsfähigsten Energieregionen. Hier ist es längst Tradition, Lösungen für Energieeffizienz und Klimaschutz zu erdenken und umzusetzen. Neben vielen verschiedenen COP23-Aktivitäten lädt das Land daher unter anderem gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium mit einem vielfältigen Exkursionsprogramm für die akkreditierten Delegierten und Journalisten der Weltklimakonferenz dazu ein, das innovative Energieland NRW kennenzulernen.

Alle diese Beispiele zeigen: Ohne die Städte und Regionen lassen sich die Klimaschutzziele nicht umsetzen.

Neue Initiativen und Klimakooperationen

Als Gastgeschenk für die 23. Weltklimakonferenz haben die Städte und Regionen sich etwas Besonderes einfallen lassen - ein Paket neuer Initiativen rund um den Globus. Darunter ist zum Beispiel eine weltweite Partnerschaft mit kleinen Inselstaaten - die ICLEI-GLISPA-Initiative. GLISPA steht für Global Island Partnership. Unter dem Dach dieser Initiative werden Städte zum Beispiel aus Fidschi mit anderen ICLEI-Mitgliedsstädten zusammenarbeiten.

Die Klimakonferenz in Bonn

Vom 6. bis 17. November 2017 findet die 23. Weltklimakonferenz (COP 23) der Vereinten Nationen in Bonn statt. Gastgeber ist das hier beheimatete Klimasekretariat der Vereinten Nationen. Die Präsidentschaft hat Fidschi inne. Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht die Umsetzung des 2015 geschlossenen Pariser Klimaabkommens und ihr künftiges Regelwerk. Ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf die Einbeziehung von Städten und Regionen in die Gestaltung und Umsetzung nationaler Klimastrategien.

Zur Homepage von ICLEI
URL: http://www.iclei.org

Letzte Aktualisierung: 14. November 2017




 


 

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