Bonn - Die Stadt

 

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25. Juni 2016



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Bonn als Standort und Akteur für Nachhaltigkeit


 

Die deutsche Stadt der Vereinten Nationen öffnet dem konstruktiven Dialog auf nationaler, internationaler und supranationaler Ebene Plattformen. Auf dem Weg zu einer weltweit nachhaltigen Entwicklung strahlen von Bonn und den dortigen Akteuren immer wieder Impulse weltweit aus. Ob Klima, Wüste, Wasser, Boden, Artenschutz oder Frühwarnung - Bonn hat sich zum deutschen Kompetenzzentrum für Umwelt, Entwicklung und Gesundheit entwickelt. Dieses Synergiefeld der Nachhaltigkeit wird aufgewertet durch vielfältige international agierende Partner aus Politik, Organisationen, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und NGOs. Zu letzteren gehören nicht nur deutsche Organisationen mit internationalen Handlungs- und Themenfeldern, sondern auch rund 20 internationale Nichtregierungsorganisationen, die seit 1990 ihren Sitz in Bonn genommen haben.
Einige Beispiele:


  • Das Bonn International Center for Conversion (BICC) engagiert sich weltweit bei der Umwidmung ehemals militärisch genutzter Ressourcen für zivile Zwecke und leistet damit lebenswichtige Arbeit in Krisengebieten.
  • Das International Paralympic Committee (IPC) koordiniert seit Herbst 1999 von Bonn aus die Paralympics, die Olympischen Spiele für Behinderte.
  • Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) koordiniert und unterstützt die Arbeit der nationalen Transfair-Organisationen.
  • Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale NGO mit dem Ziel weltweiter nachhaltiger Forstwirtschaft durch Wald-Zertifizierung auf der Grundlage vergleichbarer Standards.
  • Die International Federation of Organic Agricultural Movements (IFOAM) engagiert sich für die weltweite Umsetzung von ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltigen Systemen, die auf den Prinzipien des Ökologischen Landbaus beruhen.
  • Der Right Livelihood Award, besser bekannt als "Alternativer Nobelpreis", hat am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn seinen weltweit vierten Campus eingerichtet. Bonn ist damit Teil eines globalen Netzwerkes, das Wissens- und Kompetenztransfer zwischen "Alternativen Nobelpreisträgern", Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik fördert.
Internationale Organisationen in Bonn
URL: http://www.bonn.de/wirtschaft_wissenschaft_internationales/b onn_international/internationaleorganisationen/index.html

Als Konferenzort konnte Bonn seine Kompetenz und Erfahrung vielfach unter Beweis stellen. Zu nennen sind hier UN-Vertragsstaatenkonferenzen wie die Klimagipfel 1999 und 2001, die Afghanistangespräche auf dem Petersberg bei Bonn 2001 und 2002, die Internationale Süßwasserkonferenz 2001, die Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien 2004,die Internationale Frühwarnkonferenz 2006 und die bisher größte Bonner Konferenz, die UNO-Naturschutzkonferenz 2008. 2011 tagte UN DPI mit seiner Konferenz der Nichtregierungsorganisationen in Bonn. Das Thema Klima ist im Bonner Konferenzkalender gleich mehrfach präsent. Die Tagungen der Nebenorgane der Klimarahmenkonvention und der Ad Hoc Arbeitsgruppen des Durban Protokolls zogen in den letzten Jahren an zwei bis drei Terminen jeweils rund 4000 Teilnehmende nach Bonn, die größte Konferenz für Städte und Klimafolgenanpassung, die Serie Resilient Cities, schlägt mit gut 400 Teilnehmenden jährlich zu Buche.

Das Bonner Thema ist also Nachhaltigkeit - und diesen Schwerpunkt lebt die Stadt auch. Sie gehört dem Städtenetzwerk ICLEI und dem Klima-Bündnis der Städte an, ebenso dem Konvent der Bürgermeister. Der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan gehört dem ICLEI Weltvorstand als stellvertretender Vorsitzender des Weltbürgermeisterrats zum Klimawandel (WMCCC) an und hat ein besonderes Mandat für die Klimaverhandlungen in Bonn und das Klimaregister der Städte, carbonn. Die Stadt hat sich ein internationales Konzept gegeben und pflegt statt klassischer Städtepartnerschaften nachhaltigkeitsorientierte Projektpartnerschaften, derzeit mit Buchara (Usbekistan), Cape Coast (Ghana), Chengdu (China), La Paz (Bolivien), Minsk (Republik Belarus) und Ulan Bator (Mongolei). Dank gewachsener Kompetenz und funktionierender Vernetzung konnte Bonn schon mehrfach gemeinsam mit anderen Akteuren (z.B. ICLEI, Servicestelle Kommunen in der Einen Welt) im Vorfeld internationaler Konferenzen zu kommunalen Vorkonferenzen einladen, bisher zu den Themen Wüstenbildung, Erneuerbare Energien, Frühwarnung und Biodiversität. Der Erfolg dieser Konferenzen und die Wirkung ihrer Botschaften auf internationale Debatten hat gezeigt, dass die Sichtweise und Erfahrung von Kommunen den globalen Dialog um wesentliche Impulse zu bereichern vermag. Ein gutes Beispiel dafür sind die Beschlüsse der Biodiversitätskonferenz 2008, die erstmalig die Rolle von Kommunen in internationalen Strategien anerkennen und denen bereits zwei Jahre später ein Aktionsplan folgte.

Bonn hat also nicht nur die Rolle eines Standorts, sondern ist auch selbst Akteur für Nachhaltigkeit.

Die Grundlagen für das heutige internationale Profil Bonns wurde im Berlin/Bonn-Gesetz vom 26. April 1994 gelegt, das den Ausbau als Standort für Entwicklungspolitik, nationale, internationale und supranationale Einrichtungen als zentrale Aufgabe festschreibt. Der deutsche Standort für internationale Beziehungen wurde aufgewertet durch die Übersiedlung wichtiger Einrichtungen der Entwicklungspolitik nach Bonn. So wurde Bonn 2011 Hauptsitz der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die 2015 ihren Neubau an der Friedrich-Ebert-Allee bezog. Mit der GIZ und weiteren Akteuren der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit wie Engagement Global und den zum Teil bereits vorher ansässigen 150 staatlichen, halbstaatlichen, kirchlichen, wirtschaftlichen und privaten Institutionen machen Bonn zum Zentrum deutscher Entwicklungszusammenarbeit.

Dazu kommen Institutionen aus Wissenschaft und Forschung und Wissenschaftsorganisationen mit starkem internationalen Austausch wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Alexander-von-Humboldt-Stiftung (AvH).
Auch der Wissenschaftsraum wurde im Rahmen des Ausgleichs gestärkt und um internationale Akzente ergänzt. Mit Ausgleichsmitteln wurden an der Universität Bonn das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) und das Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) eingerichtet. Vor allem ZEF arbeitet eng mit den entwicklungspolitisch aktiven Einrichtungen zusammen und schlägt so die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis. Das Center of Advanced European Studies and Research (CAESAR), ebenfalls aus dem Berlin/Bonn-Ausgleich finanziert und als private Stiftung organisiert, bringt internationale Forscherteams auf Zeit zusammen, die grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung betreiben.

Im Themenfeld Biodiversität hat sich das international ausgerichtete Wissenschaftsnetzwerk BION formiert. Bonner Wissenschaftsinstitutionen haben sich zusammengeschlossen um interdisziplinäre Impulse für die Biodiversitätsforschung zu geben - eng angelehnt auch an den Arbeitsauftrag des seit 2014 in Bonn angesiedelten IPBES, der zwischenstaatlichen Plattform für Wissenschaft und Politikgestaltung für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen.

Der internationale Standort und die Internationale Dialogplattform Bonn sind also keine Worthülsen. Bonn nutzt seine Chance, Deutsches Kompetenzzentrum zu werden für Themen, die unsere Zukunft bestimmen und vielfältige international agierende Partner zu diesem Ziel zusammenzubringen! Oder, wie es die Vereinten Nationen sagen: Eine nachhaltige Zukunft zu gestalten!

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Letzte Aktualisierung: 8. April 2016




 


 

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