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22. November 2017



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Sommersmog


 

Ungetrübte Sommerfreuden ?

Endlich ist der ersehnte Sommer da, aber ganz unbeschwert können wir das schöne Wetter doch nicht genießen. Mit den steigenden Temperaturen wird leider auch ein anderes Thema wieder aktuell: Der Sommersmog, ausgelöst durch hohe Konzentrationen von Ozon und anderen Reizgasen in der Außenluft.

1. Was versteht man unter Sommersmog ?
2. Wie wirkt Ozon ?
3. Wie entsteht Ozon?
4. Wie kann die Entstehung von Ozon verhindert werden ?
5. Aktuelle Ozonwerte

1. Was versteht man unter Sommersmog ?

Das Ozonmolekül setzt sich aus drei Sauerstoffatomen zusammen und ist sehr unbeständig. Die freiwerdenden Sauerstoffatome reagieren mit anderen Stoffen in der Atmosphäre, beispielsweise mit Stickstoffoxiden oder Kohlenwasserstoffen.
Unterschieden werden muss das Ozon in den oberen und unteren Luftschichten.

In den oberen Luftschichten (in der Stratosphäre in 15 - 50 km Höhe) befinden sich 90 % des gesamten Ozons. Diese Ozonschicht schützt die Lebewesen auf der Erde vor gefährlichen UV- Strahlen. Dieser Schutzschild wird seit Jahren durch FCKW angegriffen ("Ozonloch"). Die restlichen 10 % des Ozons befinden sich in den unteren Luftschichten, der Troposphäre. Dort, in Bodennähe, wird Ozon jedoch zum gefährlichen Reizgas.

Ozon ist die Leitsubstanz des Sommersmogs, der auch als photochemischer Smog bezeichnet wird. Er besteht aus einer Vielzahl von Schadstoffen, die teilweise unter intensiver Sonneneinstrahlung - also bevorzugt während des Sommers - durch chemische Prozesse entstehen oder umgewandelt werden.

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2. Wie wirkt Ozon ?

Aufgrund seiner geringen Wasserlöslichkeit dringt Ozon besonders tief in die Atemwege ein und reizt bei hohen Konzentrationen die Schleimhäute und das Lungengewebe; die Atmung kann behindert werden. Ozon steht sogar im Verdacht, krebserregend zu wirken.

Etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung reagiert besonders empfindlich auf Ozon. Zu den Risikogruppen gehören vor allem Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen, deren Atemwege vorgeschädigt sind. Bei Überschreitung des EU- Informationswertes von 180 µg/m³ wird deshalb diesen Personengruppen empfohlen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden, und bei verstärkten Symptomen den Arzt aufzusuchen. Bei Überschreitung des Schwellenwertes von 240 µg/m³ gelten diese Empfehlungen für die Gesamtbevölkerung. Als Zielwert für den Gesundheitsschutz hat die EU 120 µg/m³ (Mittelwert über 8 Stunden) festgelegt.

Die höchsten Ozonwerte treten im allgemeinen in den Nachmittagsstunden auf.
Da neben der Ozonkonzentration auch die eingeatmete Luftmenge und die Expositionsdauer wichtige Faktoren sind, ist es vernünftig, Ausdauersport an Tagen mit hohen Ozonkonzentrationen auf die Morgenstunden vor 11 Uhr oder die Abendstunden nach 19 Uhr zu verlegen. Weil in Innenräumen die Ozonkonzentration um etwa die Hälfte niedriger ist als draußen, empfiehlt es sich, sich im Haus aufzuhalten, sobald Symptome verspürt werden.

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3. Wie entsteht Ozon ?

Ozon ist nur in geringen Konzentrationen natürlichen Ursprungs. Normalerweise entsteht es während warmer, sonnenreicher Tage durch photochemische Reaktionen mit Stickstoffoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen, die in hohem Maße von Kraftfahrzeugen und zum Teil durch Industrie- anlagen, Lackierereien, Kraftwerke etc. freigesetzt werden. In Ballungsgebieten wird Ozon abends und nachts durch chemische Reaktionen mit Stickstoffmonoxid wieder abgebaut.

Da Stickstoffmonoxid bei Verbrennungsprozessen freigesetzt wird, ist dessen Konzentration an Hauptverkehrsstraßen besonders hoch. Anders sieht es in ländlichen Gebieten aus: Die im Vergleich zur Stadt höhere Strahlungsintensität und die aus den Ballungsgebieten verfrachteten Schadstoffe sorgen dafür, dass sich dort tagsüber zwar viel Ozon bildet, das aber in den windschwachen Nächten wegen der niedrigeren Stickstoffmonoxid- Konzentrationen kaum abgebaut wird.

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4. Wie kann die Entstehung von Ozon verhindert werden ?

Ozon kann nur wirksam bekämpft werden, wenn die Freisetzung von Vorläuferschadstoffen, wie Stickstoffoxide und flüchtige Kohlenwasserstoffe, deutlich und dauerhaft verringert wird.

Dies muss zum einen durch technische Maßnahmen wie verbrauchs- und abgasärmere Motoren oder Optimierung von industriellen Prozessen geschehen.

Technische Maßnahmen allein reichen jedoch nicht aus. Wir alle können unseren Beitrag leisten, um die Entstehung der Luftschadstoffe, aus denen sich Ozon bildet, zu vermeiden:

  • Bitte gehen Sie kurze Wege möglichst zu Fuß. Nehmen Sie oft das Fahrrad oder benutzen Sie Busse und Bahnen anstatt des Pkw. Die Stadtwerke Bonn bieten preiswerte Wochen- oder 24-Stunden-Tickets an.
  • Autos erzeugen besonders viele Schadstoffe während der Kaltlaufphase. Falls Sie auf das Autofahren nicht verzichten können, fahren Sie verhalten und vorausschauend; dadurch vermindern Sie den Schadstoffausstoß.
  • Bitte nutzen Sie gegebenenfalls Park and Ride, um Ihre Fahrt in die Stadt mit Bus und Bahn fortzusetzen.
  • Kaufen Sie lösemittelarme Lacke.
  • Kaufen Sie eine energiesparende Heizungsanlage für Ihr Haus (Brennwerttechnik). Über eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung lässt sich zusätzlich Energie einsparen und Schadstoffemissionen werden vermieden.
  • Achten Sie beim Kauf eines Autos oder Motorrades auf die Erfüllung strenger Abgasnormen. Dieselfahrzeuge sollten über einen Rußpartikelfilter verfügen - auf diese Weise lässt sich auch die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung senken. Dies wird auch durch steuerliche Vorteile belohnt.
  • Schränken Sie den Gebrauch benzingetriebener Rasenmäher ein, sobald vor erhöhten Ozonkonzentrationen gewarnt wird.
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5. Aktuelle Ozonwerte

Hinweise über aktuelle Ozonkonzentrationen erhalten Sie über:
- WDR Text Seite 197, 198
- lokale Tagespresse

Aktuelle Luftqualität in NRW
URL: https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/luft/immissionen/aktuelle-lu ftqualitaet
Ozonvorhersage NRW
URL: https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/luft/ausbreitung/aktuelle-im missionsprognose/prognose-fuer-staedte/
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Letzte Aktualisierung: 10. November 2017




 


 

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