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9. Februar 2010



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August Macke Haus Bonn


 

Die Pläne des Vereins August Macke Haus und der Stiftung August Macke Haus der Sparkasse Bonn zur Erweiterung des Wohnhauses des Künstlers wurden im Januar 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der von dem Architekten Karl Heinz Schommer geplante Erweiterungsbau auf dem ehemaligen Gelände der Firma Gerhard, entlang des Hochstadenrings, verbindet Alt- und Neubau zu einer neuen harmonischen Einheit. Geplant ist unter anderem die Erweiterung der Ausstellungsfläche. Im Altbau soll zukünftig eine ständige Ausstellung von August Macke Werken zu sehen sein, im Neubau werden Wechselausstellungen präsentiert.

Außerdem soll es zukünftig ein Café und einen Shop geben. In Verbindung mit einem ständig wechselnden museumspädagogischen Programm und sonstigen Rahmenveranstaltungen, die eine Verbindung zwischen Literatur, Theater und Kunst schaffen, wird dem zunehmend gewünschten Unterhaltungscharakter eines Museums Rechnung getragen.

Die folgenden Texte und Pläne werden mit freundlicher Genehmigung des Vereins August Macke Haus, der Stiftung August Macke Haus der Sparkasse Bonn und des Architekten Karl Heinz Schommer präsentiert.

Konzept mit Erweiterungsbau

Abgesehen von der Rettung des ehemaligen Wohn- und Atelierhauses hat das August Macke Haus Bonn in seiner bisherigen Tätigkeit als Forschungs- und Ausstellungshaus weit über die Region hinaus beachtete und von der internationalen Fachwelt anerkannte Ergebnisse in Bezug auf das Kunstgeschehen im Rheinland im frühen 20. Jahrhundert erzielt. Sie wurden der Öffentlichkeit in mehr als 50 Ausstellungen augenfällig vermittelt und in einer inzwischen 45 Bände umfassenden Schriftenreihe des Hauses ausführlich dokumentiert.

Dies alles geschah in dem 1991 der Öffentlichkeit übergebenen klassizistischen ehemaligen Wohn- und Atelierhaus von August Macke, das nur über eine Grundfläche von ca. 70 qm verfügt.

Bild 68 © Macke Haus

Während im Atelier von August Macke, dass sich im Dachgeschoss befindet, permanent Arbeiten des Künstlers wie auch aus dem Kreis der Rheinischen Expressionisten zu sehen sind, werden im EG und im 2. OG bis zu vier Wechselausstellungen jährlich zu August Macke und zum Expressionismus gezeigt. Im 1. OG sind Sammlungsbestände, Archiv sowie die Verwaltung des Hauses untergebracht, in den Kellerräumen befinden sich die Materiallager (Werkstatt, Rahmendepot etc.).

Mit dem ständigen Zuwachs der Sammlung, des Archivs wie auch der Bibliothek genügt der klassizistische Altbau schon längst nicht mehr den Platzanforderungen des Hauses. Es fehlen vor allem geeignete Lagerräume für die Sammlung und das Archiv, zudem Arbeitsräume für die wissenschaftliche Aufarbeitung der Archivalien, Depots für Werkmaterialien, Papier, Passepartouts und Rahmen, Kataloge, Plakate und andere Verkaufsmaterialien.

Auch die Veranstaltungsmöglichkeiten sind durch den herrschenden Raummangel stark eingeschränkt: Weder Vernissagen, Vorträge, Lesungen, Aufführungen noch das museumspädagogische Programm sind mit einem ausreichenden Platzangebot für das Publikum sowie den dafür notwendigen technischen Voraussetzungen durchführbar.

Bild 63 © Schommer -Modellaufnahme-
| vergrößerte Ansicht: Bild 63 © Schommer -Modellaufnahme-
 

Die geplante räumliche Erweiterung des AUGUST MACKE HAUSES soll die Fortführung der Arbeit des Hauses als Gedenkstätte für August Macke, Ausstellungs- und Forschungsstätte zum Rheinischen Expressionismus nicht nur gewähren, sondern auch ermöglichen, sie sinnvoll zu erweitern, zum Gewinn der Stadt Bonn, der Region und des Landes NRW.

Altbau (August Macke Haus)

Die Erweiterung des August Macke Hauses sieht vor, den klassizistischen Altbau zukünftig ausschließlich der ständigen Präsentation der Werke des weltweit bekannten deutschen Expressionisten August Macke und dem Künstlerkreis der Rheinischen Expressionisten zu widmen.
Entstehung eines Künstlermuseums am authentischen Ort und in einem authentischen Gebäude

Bild 84 © Schommer -Lageplan-
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Neubau

Der vorgesehene Erweiterungsbau soll vor allem eine Fülle an Funktionen übernehmen, die zuvor in dem klassizistischen Altbau wahrgenommen wurden.

Wechselausstellungen (1. OG)

Bild 30 © Schommer -1. OG-
| vergrößerte Ansicht: Bild 30 © Schommer -1. OG-
 

Vorrangig zu August Macke, Rheinische Expressionisten und zum Expressionismus - Ausbau zu einem Ausstellungszentrum zum Rheinischen Expressionismus bzw. Expressionismus

Forschung (2. OG)

Bild 30 © Schommer -1. OG-
| vergrößerte Ansicht: Bild 30 © Schommer -1. OG-
 

Zu Beginn des Jahres 2003 wurde mit der Universität Bonn ein Kooperationsvertrag geschlossen, der ein Forschungszentrum zum Rheinischen Expressionismus/Expressionismus begründet, das in seiner Art einzigartig in NRW ist.
Hier sollen vorzugsweise Archivalien zum Rheinischen Expressionismus und deren Vertreter/innen gesammelt und ausgewertet werden.
Zudem sollen hier die bisherigen Forschungen zum Rheinischen Expressionismus und zum Expressionismus mit seinen verschiedenen Zentren vernetzt werden.
Das bereits bestehende Archiv zum Rheinischen Expressionismus, das eine Fundgrube für die Forschung darstellt, soll wissenschaftlich erschlossen und publiziert werden.
Die angegliederte wissenschaftliche Bibliothek, die als Präsenzbibliothek der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, soll auch künftig ständig ergänzt und erweitert werden.

Sammlung

Die nunmehr fast 1000 Arbeiten umfassende Sammlung des AMH, die überwiegend aus Papierarbeiten von Künstlern und Künstlerinnen des Rheinischen Expressionismus besteht, soll soweit dies ohne ausgewiesenen Ankaufsetat möglich ist, auch in Zukunft mit Hilfe von Schenkungen, Dauerleihgaben und moderaten Ankäufen ergänzt und erweitert werden.

Bild 46 © Schommer -EG-
| vergrößerte Ansicht: Bild 46 © Schommer -EG-
 


Museumspädagogik

Ein abwechslungsreiches, spezifisch auf die Inhalte des Hauses ausgerichtetes museumspädagogisches Angebot sowie ein vielfältiges Rahmenprogramm sollen das Angebot des Hauses ergänzen und abrunden.
Es sollen sowohl handwerklich-praktische Arbeiten als auch Vorträge, Lesungen, Diskussionen und Aufführungen, die die lebendige Begegnung zwischen Kunst und ihrem Betrachter begleiten, durchgeführt werden.

Gastronomie / Shop

Zur Abrundung des Museumsbesuchs sollte zukünftig die Möglichkeit der Entspannung und Erholung sowie des Erwerbs an Publikationen, Plakaten, Postkarten und Souvenirs im Hause bestehen, zumal in der unmittelbaren Nachbarschaft geeignete Angebote fehlen.

Ein MUSEUM AUGUST MACKE HAUS (bestehend aus AUGUST MACKE HAUS und ERWEITERUNGSBAU), zudem ausgerüstet mit einer guten Infrastruktur Gastronomie/Shop/Sitz- bzw. Entspannungsmöglichkeiten im Garten, guter Verkehrsanbindung und Parkmöglichkeiten würde in dieser Konstellation nicht nur den Wissenschaftsstandort Bonn um eine wichtige fakultative Komponente bereichern, sondern vor allem die regionale rheinische wie insbesondere die Bonner Museumslandschaft um ein attraktives Künstlermuseum (vgl. dem Beethovenhaus) bereichern. Mit dem August Macke Haus wird ein wichtiges kulturgeschichtliches Kapitel des 20. Jahrhundert vermittelt. Zudem birgt der Künstler August Macke für die Stadt Bonn ein bislang nur wenig erschlossenes Marketingpotential, gerade angesichts der Hochkonjunktur der klassischen Moderne.
In städtebaulicher Hinsicht dürfte das attraktive Museum darüber hinaus besonders zur Belebung und zur Wertsteigerung des Bonner Nordens beitragen (sogenannter positiver "weicher Standortfaktor" in Bezug auf zuziehende Firmen/Anwohner).
In Verbindung mit einem interdisziplinär ausgerichteten Forschungszentrum zum Rheinischen Expressionismus mit angegliedertem Archiv und öffentlich zugänglicher Präsenzbibliothek ist ein solches Künstlermuseum in seiner Art einzigartig.


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Ansprechpartner

Interessierte Förderer und Spender können sich derzeit das Modell des Erweiterungsbaus im August Macke Haus anschauen und sich über die Pläne zur Museumskonzeption informieren.

Museumskonzeption:
Dr. Klara Drenker-Nagels
Direktorin des August Macke Hauses
Tel.: 655531


www.august-macke-haus.de
URL: http://www.august-macke-haus.de/

Gebäudeplanung und Projektleitung:
Helmut Laufer
Geschäftsführer PRO BONNUM GmbH
Tel.: 6062001

Entwurf und Planung:
Architekturbüro Schommer
Karl Heinz Schommer
Tel.: 201630


www.schommer-bda.de
URL: http://www.schommer-bda.de/

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Letzte Aktualisierung: 10. März 2004



 

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