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Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich


 

Rheinkribben sind keine Planschbecken!

Spielende Kinder auf der Autobahn? Unvorstellbar! Aber Kinder, die im Rhein planschen, sind an sonnigen Tagen immer wieder zu beobachten. Es ist ein lebensgefährlicher Irrtum, dass das Baden zwischen den Kribben ungefährlich sei. Der Rhein ist eine von Frachtern und Tankern viel befahrene Wasserstraße. Durch die Wasserverdrängung der vorbeifahrenden Schiffe entsteht auch in Ufernähe Sogwirkung. An den Spitzen der Kribben können gefährliche Strudel Menschen nach unten reißen.

Großformatige Schilder weisen auf die Gefahren hin

Vorsicht beim Schwimmen - Der Rhein birgt viele Gefahren  - Großformatige Schilder weisen auf die Gefahren hin © Stadt Bonn, Foto: Michael Sondermann
| vergrößerte Ansicht: Vorsicht beim Schwimmen - Der Rhein birgt viele Gefahren - Großformatige Schilder weisen auf die Gefahren hin © Stadt Bonn, Foto: Michael Sondermann
 

Die Stadt Bonn warnt vor den Gefahren und weist mit insgesamt 13 großformatigen Schildern darauf hin: "Baden im Rhein ist lebensgefährlich!". Dies liest man am Beueler, Bonner und Bad Godesberger Rheinufer: "Schwimmen Sie nicht im Rhein, auch wenn es noch so verlockend ist. Achten Sie auf Ihre Kinder, damit der 'Strandurlaub' am Rhein nicht mit einer Tragödie endet. Denken Sie daran, dass die von Schiffen erzeugten Wellen eine starke Sogwirkung haben können."

Selbst geübte Schwimmer geraten schon mal in Bedrängnis. Oft wird unterschätzt, dass die Grenze zwischen stehendem und fließendem Wasser nicht langsam verläuft, sondern unerwartet auftritt. Wo der Grund zur Fahrrinne steil abfällt, verliert man plötzlich den Boden unter den Füssen. Mit fallendem Pegel wird die Grenze bis zur Fahrrinne immer geringer. Man kommt also für eine Abkühlung immer näher an die Schifffahrt heran.

Das Schwimmen im Rhein ist nicht grundsätzlich verboten, aufgrund der Gefahren rät die Stadtverwaltung jedoch dringend davon ab. Ein Badeverbot besteht jeweils 100 Meter vor und hinter Hafeneinfahrten, Brücken, Anlegestellen und sonstigen Einbauten.

  • Der Rhein im Stadtgebiet Bonn fließt mit einer Geschwindigkeit von etwa 6 km/h. Diese kann bei Hochwasserlagen nochmals deutlich steigen. Auch geübte Schwimmer können dieser Strömung nicht lange standhalten.
  • Zusätzliche gefährliche Strömungen bis zu Strudeln können im Bereich von Flussbiegungen und Kribben entstehen.
  • Erhebliche Gefahren bestehen außerdem durch den Schiffsverkehr. Durch die Wasserverdrängung und die Schiffsschrauben entstehen starke Strömungen und durch die Schiffsaufbauten kann die Sicht des Schiffsführers auf nahende Schwimmer stark eingeschränkt sein.
  • Durch Untiefen und Wasserfahrzeuge bestehen außerdem Gefahren bei Sprüngen ins Wasser.

Sogwirkung der Schiffe

Schiffe bahnen sich einen Weg durch das Wasser und schieben Wellen vor dem Bug her. Hinter ihnen folgt ein großer Unterdruck-Bereich. Diesem Unterdruck folgen große Heckwellen. Die Wellen, die das Schiff erzeugt, entwickeln eine gefährliche Sogwirkung. Sie können badende Kinder aus dem schützenden Bereich zwischen den Kribben hinaus in die Strömung reißen. Die nächste Sogwelle entsteht, wenn die Wellen aus dem Kribbenbereich wieder herauslaufen. Wenn Kinder bei der Sogwirkung des Schiffes dem sinkenden Wasserstand hinterherlaufen, werden sie von der nachfolgenden Welle erfasst, überspült und mitgerissen.


Außerdem fahren die Schiffe nicht immer in der Mitte. Je näher, schneller und größer das Schiff ist, desto stärker sind die Gefahren, die man nicht unterschätzen darf.


Letzte Aktualisierung: 2. Juni 2015




 


 

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