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26. Juni 2016



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Feuerwehr warnt vor Gefahr durch Kohlenmonoxid


 

Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen mit Kohlenmonoxid. Das geruchs- und geschmacklose Gas entsteht durch Fehler bei der Verbrennung, zum Beispiel in Gasthermen, und ist hochgiftig. Zu Beginn der Heizperiode informiert die Bonner Feuerwehr deshalb über die Gefahren durch Kohlenmonoxid, vorbeugende Maßnahmen und richtiges Verhalten im Verdachtsfall.

Häufigste Unfallursache mit Kohlenmonoxid ist laut Jochen Stein, Leiter der Bonner Berufsfeuerwehr, eine fehlerhafte Verbrennung in Gasthermen. Eine weitere Gefahrenquelle ist das Betreiben von Gasstrahlern oder -pilzen in geschlossenen Räumen. Zudem setzen auch Verbrennungsmotoren das Gas frei: Benzin-Rasenmäher oder Benzin-Kettensägen sollten deshalb nie in der geschlossenen Garage repariert und dann ausprobiert werden. Auch beim Grillen mit dem Holzkohlegrill entstehen mit dem Rauch gefährliche Mengen Kohlenmonoxid. Daher ist die Verwendung von Holzkohlegrills in geschlossenen Räumen nicht nur leichtsinnig, sondern auch lebensgefährlich.

Gasherd © SWB, Stadtwerke Bonn
© Stadtwerke Bonn

"Kohlenmonoxid kann ein Mensch nicht bemerken – es löst bei uns keine Warnsensoren aus wie etwa Erdgas, dem ein warnender Geruchsstoff beigemischt ist", erklärt der Bonner Feuerwehrchef. Das Gas mit dem Kürzel CO bindet sich im Blut an die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) und verdrängt dabei den Sauerstoff. Nach wenigen Atemzügen kann dies bereits zu schweren Vergiftungserscheinungen und zum Tod führen. "Schon im Verdachtsfall einer Kohlenmonoxidvergiftung sollte man schnell reagieren", appelliert Stein.


Die Bonner Feuerwehr schließt sich den vom Deutschen Feuerwehrverband herausgegebenen Handlungshinweisen an:

  • Nehmen Sie beim Betrieb gasbetriebener Geräte plötzlich auftretende Kopfschmerzen ernst – sie sind ein erstes Anzeichen für eine mögliche Vergiftung. Begleitet werden sie unter Umständen von Bewusstseinseintrübung. 
  • Beim Verdacht des Auftretens von Kohlenmonoxid verlassen Sie sofort den betroffenen Raum. Sofern möglich, sollte man die Fenster öffnen, um zu lüften. 
  • Wenn es Ihnen ohne Eigengefährdung möglich ist, schalten Sie das möglicherweise verursachende gasbetriebene Gerät aus. 
  • Alarmieren Sie im Verdachtsfall Feuerwehr und Rettungsdienst über die europaweit gültige Notrufnummer 112. 

Nicht nur umsichtiges Handeln, sondern auch technische Vorsorge kann dazu beitragen, Unfälle zu verhindern: 

  • Ein wichtiger Beitrag zur Prävention ist die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage durch einen Fachbetrieb. Die Prüfung der Heizung und des Abzuges durch den Schornsteinfeger ist einmal pro Jahr Pflicht. So kann beispielsweise festgestellt werden, ob ein Lüftungskanal blockiert wird und die Heizgase oder Abgase daher nicht einwandfrei abziehen. 
  • Verwenden Sie die Anlagen sachgemäß. Bei Etagenheizungen sind die Lüftungsschlitze der jeweiligen Türen zu Räumen in denen sich Gasthermen befinden frei zu halten und nicht zu verstellen, sonst erhält die Anlage zu wenig Sauerstoff. 
  • Es gibt mittlerweile Rauchmelder, die auch vor der Freisetzung von Kohlenmonoxid warnen. Sinnvoll ist die Installation eines solchen Gerätes in der Nähe der Gastherme. Erhältlich sind diese speziellen CO-Melder im Fachhandel. 
  • Neben den immer schon auf Lösch- und Sonderfahrzeugen vorhandenen Kohlenmonoxid-Messgeräten hat die Bonner Feuerwehr nun auch einfache Warngeräte für die Besatzungen der Rettungs- und Notarztwagen. Gerade die Besatzungen dieser Fahrzeuge könnten sonst unbemerkt in gefährliche Situationen kommen.

Letzte Aktualisierung: 2. November 2015




 


 

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