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20. September 2018



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Forscher erproben Zukunftstechnologien für Großveranstaltungen


 

Kamerabild einer Menschenmenge mit grafischer Personenerkennung © Foto: Projekt "Monica"
| vergrößerte Ansicht: Kamerabild einer Menschenmenge mit grafischer Personenerkennung © Foto: Projekt "Monica"
 
Personendichtemessung per Videobild und Algorithmus, der Personen erkennt und zählt. © Foto: Projekt "Monica"

Besucher bei Pützchens Markt. © Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
| vergrößerte Ansicht: Besucher bei Pützchens Markt. © Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
 
Großveranstaltung: Jedes Jahr kommen mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher zu Pützchens Markt.

Nach Rhein in Flammen im Frühjahr ist Pützchens Markt die zweite Bonner Großveranstaltung, bei der im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms "Monica" entwickelte technische Lösungen für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen erprobt werden.

So wollen die Forscher des Projektkonsortiums unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT in Sankt Augustin die Großkirmes unter anderem dazu nutzen, die Personendichtenmessungen per Kamera weiter zu verbessern. Bei der Messung auf der Markt- und der Friedensstraße werden Algorithmen eingesetzt, die die auf den Kamerabildern dargestellten Menschen zählen. Grundlage für die innerhalb des Projektes unter anderem von der Kingston Universität London entwickelt Algorithmen waren Videoaufzeichnungen von Pützchens Markt 2017. Auch die Ergebnisse des ersten Praxistests der Technologie bei Rhein in Flammen im Frühjahr flossen in die Entwicklung ein.

Außerdem im Fokus: eine technische Lösung zur Koordinierung der Einsatzkräfte von Stadtordnungsdienst, Feuerwehr, Sicherheits- oder Sanitätsdiensten. Ziel ist es, sie schneller zu Not- oder Streitfällen zu lenken. Für "Monica" werden einige von ihnen mit GPS auf dem Gelände geortet. Mithilfe einer digitalen Lagekarte der Veranstaltung, die die jeweiligen Aufenthaltsorte anzeigt, kann dann gezielt der Mitarbeiter zum Einsatzort geschickt werden, der ihm am nächsten ist.
Grundsätzlich gilt: Alle bei "Monica" ermittelten Daten werden unter Beachtung des geltenden Datenschutzrechts in NRW wissenschaftlich erhoben, ausgewertet und aufbereitet.

"Monica” steht für Management Of Networked IoT Wearables - Very Large Scale Demonstration of Cultural Societal Applications. An dem Forschungsprojekt unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT in Sankt Augustin sind insgesamt 29 europäische Partner beteiligt, darunter die sechs Städte Bonn, Kopenhagen, Hamburg, Leeds, Turin und Lyon. Das 2017 gestartete Projekt erprobt und entwickelt speziell an die Anforderungen ausgewählter Großveranstaltungen in den teilnehmenden Städten angepasste Lärmminderungstechnik, Sicherheits- und Servicesysteme. "Monica" wird von der Europäischen Kommission mit rund 15 Millionen Euro gefördert. Die Stadt Bonn erhält bis zu 450 000 Euro an Fördermitteln.

Zur Homepage des Forschungsprojektes "Monica"
URL: http://www.monica-project.eu/

Letzte Aktualisierung: 11. September 2018





 


 

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