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20. November 2017



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Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster


 

Der „Konzern der weißen Mönche“

650 Klostergründungen der Zisterzienser in 150 Jahren: Im Rheinland, in der Eifel und im Westerwald errichten sie kurz nacheinander die Abteien Kamp (1123), Altenberg (1133), Himmerod (1134), Heisterbach (1192) und Marienstatt (1212), die zu den frühesten Gründungen außerhalb Frankreichs gehören. Mit über 200 kostbaren Ausstellungsobjekten aus ganz Europa erzählt die Ausstellung die Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Ordens. Vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts durchdringt der sogenannte Konzern der Weißen Mönche wie ein Netzwerk den Kontinent und entwickelt sich zu einem der mächtigsten Verbände der Christenheit. Die Zisterzienser und Zisterzienserinnen werden zu einem dynamischen Element der europäischen Zivilisation. Entdecken Sie in der Ausstellung die Spiritualität und die Lebenswelt der Klöster und vor allem die Gründe dieser außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Die Zisterzienser besinnen sich auf die Regel des heiligen Benedikt (um 480-547) – „Bete und arbeite“ – und finden zu einer tiefen Religiosität, die von vielen Menschen bis heute bewundert wird. Sie entscheiden sich für ein zurückgezogenes Leben meist fernab der Städte. Sie legen ein für alle Klöster verbindliches Regelwerk fest, die „Carta caritatis“, die „Urkunde der Liebe“, das sie aber bei Bedarf durchaus kreativ auslegen dürfen. Und sie fordern eine Reduktion auf das Wesentliche in Lebensführung, Kunst und Architektur. Sie schaffen Werte und Innovationen, die auch heute noch faszinieren.


Die Ausstellung

Die Ausstellung konzentriert sich auf die mittelalterliche Blütezeit des Ordens. Zahlreiche Objekte wurden eigens für die Ausstellung restauriert und machen zusammen mit Modellen, CAD-Rekonstruktionen, Medien- und Mitmachstationen die Klosterwelt Raum für Raum mit allen Sinnen erlebbar. Zu den Höhepunkten zählt der beeindruckende Hochaltar des ehemaligen Zisterzienserklosters Kamp. Ganz selten nur sind Bildtafeln dieser Zeit in solcher Frische erhalten. Sie werden gemeinsam mit den zugehörigen Skulpturen erstmals wieder in ihrer ursprünglichen Anordnung zu sehen sein. Aus Paris kommt die einzigartige Madonna aus Kloster Eberbach, heute als „Belle Allemande“ eines der mittelalterlichen Hauptwerke des Louvre. Vier als Reliquien verehrte Schädel, reich und kostbar verziert, stammen aus dem Altar des Zisterzienserinnenklosters Marienfeld. Das Grabtuch des Holmger Knutsson, eine lebensgroße figürliche Bildstickerei, gefertigt von den Nonnen des Skoklosters in Schweden aus dem Nationalmuseum Stockholm ist erstmals außerhalb Schwedens zu bewundern.


Netzwerke

Die Ausstellung zeigt nicht nur die Lebenswelt der Mönche und Nonnen, sondern auch das nicht immer einfache Verhältnis zu den weltlichen Herrschern ihrer Zeit. Auch auf die Rolle der Zisterzienser als innovativer und sehr erfolgreicher Wirtschaftskonzern geht die Ausstellung ein.


Ars scribendi / Die Schreibwerkstatt

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das Scriptorium, die Schreibwerkstatt: Hier werden die in Zisterzienserklöstern entstandenen, oft aufwändig geschmückten Handschriften im Original präsentiert: so etwa vier Pergament-Handschriften aus der Frühzeit des Ordens, die heute in Dijon aufbewahrt werden. Sie zählen zu den kostbarsten und berühmtesten Zeugnissen der Buchkunst des gesamten hohen Mittelalters. Sie können nicht nur die Originale bewundern, sondern auch eigens für die Ausstellung hergestellte originalgetreue Faksimiles. Diese bieten die einmalige Gelegenheit, die Bücher durchzublättern und nicht nur die aufgeschlagenen Seiten der Originale anzusehen. Übersetzungen der Texte, Musik und Erläuterungen lassen Sie tief in die faszinierende Geisteswelt des Mittelalters eintauchen.


Zwei große Persönlichkeiten

Der Schlussakzent der Ausstellung liegt auf der großen Persönlichkeit des Zisterzienserordens Bernhard von Clairvaux (um 1090-1153). Seine reformerischen Gedanken inspirierten Theologen über viele Jahrhunderte. So auch Martin Luther, mit dessen Blick auf die Zisterzienser im 500. Jubiläumsjahr der Reformation in 2017 die Ausstellung endet.


Mitmach-Stationen

Wie schwierig ist es, ein Schweigegelübde einzuhalten und sich nur über Gesten zu verständigen? Mitmachstationen laden Sie zum Entdecken und Ausprobieren ein. Unsere „Schreibwerkstatt“ zeigt Ihnen, wie die oft reich verzierten Handschriften im Kloster entstanden sind.


Begleitbuch

Das Begleitbuch vertieft die Themen der Ausstellung. Über 300 farbige und meist großformatige Abbildungen und die aufwändige Gestaltung machen das Buch auch zu einem visuellen Genuss. Es kostet im Museumshop 24,95 € im Buchhandel 29,95 €. Zudem erscheint zur Ausstellung der wissenschaftliche Sammelband „Die Zisterzienser im Mittelalter“, der auf eine vorbereitende Tagung zurückgeht. Die Ausstellung wird unterstützt durch die NRW-Stiftung, die Ernst von Siemens-Stiftung und die Renate-König-Stiftung.

Die Ausstellung wird durch die NRW-Stiftung, die Ernst von Siemens-Stiftung, die Renate König-Stiftung und die Wilhelm-Dorow-Gesellschaft e.V. unterstützt.


Booklets

Zu der Ausstellung sind ein Booklet und ein Kinderheft erschienen. Das Booklet erhalten Sie an der Kasse und an der Audioguidetheke. Sie können dieses entweder für den Besuch ausleihen oder auch im Museumsshop für 3 Euro erwerben.



29.06.2017 bis 28.01.2018


LVR-LandesMuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn


Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro

Gruppe Erwachsene (ab zehn Personen) 6 Euro

Hinweis: Bitte melden Sie eine Gruppe telefonisch an, auch wenn Sie keine Führung buchen möchten.

Studenten bis 27 Jahre, 6 Euro / Studenten ab 27 Jahren, 8 Euro

Kinder / Jugendliche bis 18 Jahre kostenlos

Schulklassen kostenlos

Führungen: eine Stunde 60 Euro, 1,5 Stunden 80 Euro, Schülerführungen (eine Stunde) 26 Euro

 

Freier Eintritt für:
Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer des RLMB
Mitglieder des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande
Mitglieder des Deutschen Museumsbundes (DMB)
Mitglieder des International Council of Museums (ICOM)
sowie Uni-Seminare mit Dozenten
Menschen mit Behinderung, die Hilfen des LVR erhalten (oranger Ausweis)

Freier Eintritt in die LVR-Museen für Flüchtlinge

Der Landschaftsverband Rheinland möchte die gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen unterstützen. Über die LVR-Museen deutsche bzw. rheinische Geschichte und Kultur zu vermitteln, kann ein wichtiger Baustein zur Integration sein. Daher wird allen Flüchtlingen nach Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung (BüMA, Aufenthaltsgestattung, Duldung) ab August 2015 freier Eintritt in die LVR-Museen gewährt.*

Als Träger von insgesamt 19 Museen bzw. Kultureinrichtungen setzt der LVR Eintrittspreise für seine Museen nach eigener Maßgabe fest. Um niemanden auszugrenzen oder zu benachteiligen, achtet der Verband dabei stets auf eine niedrigschwellige Preisgestaltung, die es möglichst vielen Menschen ermöglicht, die LVR-Museen zu besuchen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben in den LVR-Museen generell freien Eintritt, ebenso wie Menschen, die vom LVR Eingliederungshilfe erhalten. Für weitere Gruppen bietet der LVR ermäßigte Eintritte, z.B. Menschen mit Behinderungen, Auszubildende, Studierende oder für Hartz IV-Empfänger aus den jeweiligen Kommunen, sofern diese Inhaber eines kommunalen Sozial-Ausweises, -Passes o.ä. sind.

Die LVR-Museumsjahreskarte ermöglicht den Besuch aller LVR-Museen für ein komplettes Jahr zum Preis vor 25 € (Einzel) bzw. 35 € (Partner).

* Für den freien Eintritt ist die Vorlage einer amtlichen Bescheinigung erforderlich.

Auch für Begleitpersonen, die die Flüchtlinge betreuen, ist der Eintritt frei. (Max 2 Personen pro Gruppe)


Eintrittskarten für museumseigene Veranstaltungen unter: 0228 20 70-351

 

Ausstellungsticket im Vorverkauf:
Günstig, bequem, familienfreundlich: Das Ausstellungsticket des LVR-LandesMuseums Bonn ist im Vorverkauf erhältlich. Es schließt die freie Hin- und Rückfahrt im öffentlichen Personennahverkehr des VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) ein. Sie ist im sogenannten „print at home" – Verfahren, also per Kauf und Ausdruck am hauseigenen PC über www.bonnticket.de verfügbar. Wer keinen Drucker besitzt, kann die Karte auch über die Ticket-Hotline 0228 502010 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erwerben.

Das Ticket gilt als Eintrittskarte für alle aktuellen Ausstellungen und kostet im Vorverkauf inklusive Gebühren zzgl. VRS-Ticket 9,80 Euro, ermäßigt 7,60 Euro.
Das preisgünstige Familienticket gilt für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter 18 Jahren und ist für 20,60 € erhältlich.

 


Führungen buchen:
Alle Buchungen über Kulturinfo Rheinland: Telefon 02234-9921555.
Dauer: 1 Stunde; Kosten: 60,- Euro, auf Wunsch können auch längere Führungen vereinbart werden.


Zur Homepage
URL: http://www.landesmuseum-bonn.lvr.de/de/startseite.html


info.landesmuseum-bonn@lvr.de
E-Mail-Adresse: mailto:info.landesmuseum-bonn@lvr.de




 


 

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